MARKT USA/Leichte Erholung erwartet - Microsfoft legen zu, Meta unter Druck
30.07.2026 / 11:55 Uhr
Mit Aufschlägen dürfte die Wall Street am Donnerstag in den Handel starten. Damit deutet sich eine leichte Erholung nach den kräftigen Abgaben am Vortag an. Der Future auf den S&P-500 verbessert sich um 0,5 Prozent, der Terminkontrakt auf den Nasdaq-100 steigt um 0,8 Prozent. Die US-Notenbank hatte wie erwartet ihren Leitzins unverändert gelassen, doch fiel die Entscheidung nicht einstimmig. Drei Mitglieder des Offenmarktausschusses stimmten für eine Zinserhöhung. Das uneinheitliche Abstimmungsergebnis und die vorsichtigen Aussagen des Vorsitzenden Kevin Warsh lassen die Anleger über den Zeitpunkt künftiger geldpolitischer Schritte weiter im Ungewissen.
Kein klares Bild liefern auch die mit Spannung erwarteten Zahlen von Microsoft und Meta Platforms. So geht es für die Meta-Aktie vorbörslich um 8,6 Prozent nach unten. Das Technologie-Unternehmen rechnet in diesem Jahr mit Investitionen im Mittel von rund 137,5 Milliarden US-Dollar - eine Summe, die den Konzern nach Einschätzung von Analysten in der zweiten Jahreshälfte zum ersten Mal seit seinem Börsengang im Jahr 2012 in den Bereich eines negativen freien Cashflows bringen wird. Im nächsten Jahr dürfte das Unternehmen wahrscheinlich noch tiefer in die roten Zahlen rutschen. Zudem enttäuschte die Umsatzprognose für das laufende Quartal.
Microsoft (+8,3%) hat für das vierte Geschäftsquartal ein robustes Cloud-Wachstum und einen Anstieg der Zahl zahlender KI-Abonnenten gemeldet. Der Konzern senkte allerdings seine Investitionsprognose für das Kalenderjahr 2026 von rund 190 Milliarden Dollar auf etwa 175 Milliarden Dollar, nachdem die geschätzte Nutzungsdauer der Rechenzentren und Bürogebäude von 15 auf 25 Jahre verlängert wurde.
Der Gewinn von Qualcomm ist im dritten Quartal gesunken, da niedrigere Umsätze und höhere Inputkosten das Ergebnis belasteten. Der Halbleiterkonzern gab zudem einen verhaltenen Ausblick für das laufende Quartal und kündigte an, die Preise für seine Produkte zu erhöhen, um den Anstieg der Inputkosten auszugleichen. Die Aktie fällt um 5,1 Prozent,
Die Kämpfe im Iran-Krieg gehen derweil unvermindert weiter, was die Hoffnungen auf eine friedliche Lösung immer weiter schwinden lässt. Die quittieren dies nur noch mit leichten Gewinnen. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent steigt um 0,2 Prozent auf 90,90 Dollar.
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