MORNING BRIEFING - USA/Asien

28.07.2026 / 07:52 Uhr

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Japans Finanzministerin hat eine neue Warnung an spekulative Devisenhändler gerichtet und signalisiert, dass sich die USA und Japan hinsichtlich der jüngsten Entwicklungen beim Dollar-Yen-Kurs einig seien. Die Haltung der Regierung, dass sie notwendige Maßnahmen gegen spekulative Yen-Bewegungen ergreifen werde, habe sich nicht geändert, sagte Satsuki Katayama. "Ich glaube, dass sowohl Japan als auch die USA die Auffassung teilen, dass wir bereit sind, wenn nötig, Maßnahmen zu ergreifen", sagte sie. Die Finanzministerin wollte sich nicht zur Möglichkeit einer gemeinsamen Intervention mit den USA äußern. Sie verwies jedoch auf einen kürzlichen US-Bericht, der die jahrzehntelange Schwäche des Yen und die Besorgnis Washingtons über übermäßige Währungsschwankungen hervorhob.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

12:00 US/Sherwin-Williams Co, Ergebnis 2Q

12:00 US/United Parcel Service Inc (UPS), Ergebnis 2Q

13:00 US/Coca-Cola Co, Ergebnis 2Q

13:15 US/Paypal Holdings Inc, Ergebnis 2Q

13:30 US/Boeing Co, Ergebnis 2Q

22:05 US/Visa Inc, Ergebnis 3Q

22:10 US/Ford Motor Co, Ergebnis 2Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US 
    16:00 Index des Verbrauchervertrauens Juli 
          PROGNOSE: 92,0 
          zuvor:    91,2 
 

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

Index                         zuletzt  +/- % 
E-Mini-Future S&P-500        7.423,00   -0,3 
E-Mini-Future Nasdaq-100    27.908,00   -1,0 
S&P/ASX 200 (Sydney)         8.932,40   +0,4 
Nikkei-225                  62.136,86   -4,3 
Topix-500 (Tokio)            3.955,71   -2,7 
Kospi (Seoul)                6.058,95  -10,3 
Shanghai-Composite           3.805,00   -1,4 
Hang-Seng-Index (Hongkong)  25.142,14   -0,3 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Die bekannten Bedenken über die gewaltigen Investitionen in KI lösen eine erneute Verkaufswelle unter Halbleiterweiten aus. Der Ausverkauf im Chipsektor trifft die Börsen in Südkorea und Japan besonders hart. Jüngste Berichte über extrem hohe KI-bezogene Finanzierungszusagen bei Nvidia schüren Zweifel, ob die Nachfrage nach KI-Infrastruktur mit den Investitionen Schritt halten kann. Bereits in den USA zeigten sich Halbleiterwerte schwach. Mit dem nahenden Monatsultimo steige zudem die Neigung zu Gewinnmitnahmen - gerade im Technologiesektor, heißt es. Zudem sorgt ein weiterer Bericht für Unruhe: In China nimmt offenbar ein staatlich unterstütztes Unternehmen die Massenproduktion von bestimmten Lithografie-Maschinen auf, die in der Halbleiterbranche Verwendung finden. Damit steigt unter Halbleiteranlagenherstellern der Wettbewerb. Der Kospi rutscht auf die tiefsten Stände seit Mitte April ab. Der Kurs des Speicherchipanbieters SK Hynix stürzt um über 13 Prozent ab - Samsung Electronics um über 12 Prozent. In Japan bewegt sich der Nikkei-225 auf den niedrigsten Ständen seit Ende Mai. Kioxia Holdings brechen um knapp 18 Prozent ein, unter den Chipausrüstern verlieren Nikon Corp. und Tokyo Electron 9,9 bzw. 10,4 Prozent. Der technologielastige Taiex in Taiwan gibt rund 4 Prozent ab. In China zeigen sich die Börsen widerstandsfähiger. Heimische Technologiewerte erhalten durch den spektakulären Börsengang von CXMT am Vortag etwas Unterstützung. Der Versuch Pekings, die Halbleiterselbstversorgung auch mit Hilfe von Hersteller von Lithografie-Maschinen zu gewährleisten, gewinne an Glaubwürdigkeit, heißt es. Beim australischen S&P/ASX-200 spielen Halbleiterwerte keine Rolle.

WALL STREET

Dow-Jones         52.210,08   +0,5 
S&P-500            7.413,18   +0,0 
Nasdaq Composite  24.932,08   -0,2 
 
                     Montag     Freitag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,20 Mrd   1,09 Mrd 
Gewinner             1.729      1.652 
Verlierer            1.022      1.073 
Unverändert             82        108 
 

Uneinheitlich - Die Feuerpause im Iran-Krieg und in der Folge gefallende Ölpreise haben die Wall Street nur kurzzeitig angetrieben. Im Verlauf gaben die Indizes mehrheitlich ihre Gewinne wieder ab. Besonders schwach zeigten sich die Technologiewerte. Marktteilnehmer sprachen von einer erhöhten Zurückhaltung, denn im Wochenverlauf stehen mit einer Reihe wichtiger US-Unternehmenszahlen aus dem Technologiesektor und dem Ergebnis der US-Notenbanksitzung wichtige Termine auf der Agenda. Die Nvidia-Aktie fiel um 5 Prozent. Der Konzern führt derzeit Gespräche mit OpenAI über die Bereitstellung einer Absicherung von rund 250 Milliarden US-Dollar für den ChatGPT-Entwickler im Rahmen eines gigantischen Rechenzentrumsprojekts. Insgesamt könnte das Projekt mehr als 500 Milliarden US-Dollar kosten, einschließlich der Chips, die in den Rechenzentren zum Einsatz kämen, so Kreise. Bei Intel und AMD ging es um 0,7 bzw. 5,2 Prozent nach unten. Umgekehrt legten Apple (+1,2%) und Microsoft (+1,9%) zu - ihre Geschäftszahlen stehen im Wochenverlauf an. Mit den gesunkenen Ölpreisen ging es für die Aktien von Fluggesellschaften nach oben. So stiegen United Airlines um 1,9 Prozent und American Airlines um 3,3 Prozent. Dagegen reduzierten sich die Aktien von ExxonMobil und Chevron um 1,4 bzw. 2,5 Prozent.

US-ANLEIHEN

US-Treasuries  Rendite    +/-  Tageshoch  Tagestief 
2 Jahre           4,32  -0,01       4,34       4,29 
5 Jahre           4,40  -0,03       4,42       4,37 
10 Jahre          4,64  -0,04       4,66       4,63 
 

Für die Renditen am US-Anleihemarkt ging es leicht nach unten. Gesunkene Ölpreise reduzierten Inflations- und Zienserhöhungsängste.

DEVISEN

DEVISEN                  zuletzt  +/- %      00:00    Mo, 9:39 Uhr  % YTD 
EUR/USD                   1,1363   -0,0     1,1367          1,1402   -3,3 
EUR/JPY                   186,09   -0,0     186,13          186,35   +1,1 
EUR/GBP                   0,8553   -0,0     0,8554          0,8545   -1,9 
USD/JPY                   163,74    0,0     163,74          163,42   +4,5 
USD/KRW                 1.463,36   -0,1   1.464,62        1.468,50   +1,6 
USD/CNY                   6,7679   +0,0     6,7657          6,7666   -3,2 
USD/CNH                   6,7688   +0,1     6,7652          6,7669   -3,0 
USD/HKD                   7,8419    0,0     7,8421          7,8417   +0,8 
AUD/USD                   0,6963   -0,4     0,6989          0,7002   +4,4 
NZD/USD                   0,5765   -0,1     0,5773          0,5801   +0,2 
BTC/USD                63.471,11   -2,2  64.916,60       65.228,75  -27,6 
 

Der Dollar erholte sich von zwischenzeitlichen leichten Abgaben und zeigte sich kaum verändert. "Die offensichtliche Deeskalation hat die Ölpreise gedrückt und die Inflationssorgen gedämpft", sagte Jonathan Squires von Tapaas. "Ein andauernder Rückgang der Rohölpreise könnte den Inflationsdruck weiter lindern und die geldpolitischen Erwartungen dämpfen." Dies könnte den Greenback weiter belasten.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle                  zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold                    4.041,15   -0,8     -34,01        4.075,16 
Silber                     57,00   -2,4      -1,41           58,41 
Platin                  1.602,15   -1,2     -19,10        1.621,25 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Der Goldpreis stieg, nachdem die USA ihre Militärschläge gegen den Iran ausgesetzt haben. Die Feinunze erhöhte sich um 0,7 Prozent auf 4.082 Dollar. "Die nachlassenden geopolitischen Spannungen haben die Inflationssorgen verringert und könnten den Druck auf die Fed reduzieren, ihre Geldpolitik weiter zu straffen, was Gold vor der mit Spannung erwarteten Fed-Sitzung kurzfristig Unterstützung bietet", meinte Soojin Kim, Analystin bei MUFG.

ÖL

ROHÖL                    zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex                  82,03   -0,7      -0,58           82,61 
Brent/ICE                  87,89   -0,5      -0,47           88,36 
 

Mit der Feuerpause im Iran-Krieg ging es für die Ölpreise deutlich abwärts. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent fiel um 8,7 Prozent auf 88,36 Dollar. "Die Preisbewegung bei Öl spiegelt die verzweifelte Suche des Marktes nach positiven Nachrichten wider", so die ING-Analysten. Brent war vergangene Woche über die Marke von 100 Dollar je Barrel gestiegen, nachdem der Konflikt auf das Rote Meer übergegriffen hatte. Jeder neue Militärschlag könnte den Ölpreis aber wieder über das Niveau von 100 Dollar springen lassen, warnten jedoch Teilnehmer.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++

ÖLMARKT AUSTRALIEN

Australien prüft den Bau einer neuen Ölraffinerie, um die Kraftstoffversorgung zu sichern. Die australische Regierung und die Regierung des Bundesstaates Westaustralien werden gemeinsam eine 4 Millionen australische Dollar teure Machbarkeitsstudie für eine neue Raffinerie in Karratha im Norden des Bundesstaates finanzieren.

AMAZON

will bis zu 5.105 Satelliten für ihre geplante Mobilfunkkonnektivitätsplattform Leo ins All schießen. Der Konzern hat bei der US-Telekommunikationsbehörde FCC einen Antrag auf den Start und Betrieb von Amazon Leos "Direct-to-Device"-System eingereicht. Das System soll ab 2028 bereitgestellt werden und soll Dienste für Smartphones und andere mobile Geräte in Gebieten außerhalb der Reichweite von Mobilfunkmasten bereitstellen.

APPLIED DIGITAL

hat im vierten Quartal einen höheren Umsatz und einen bereinigten Gewinn erzielt, da neue Kapazitäten für Rechenzentren für KI ans Netz gingen und langfristige Kundenverträge für zusätzliche Einnahmen sorgten. Der Betreiber von KI-Rechenzentren meldete einen Nettoverlust von 111,6 Millionen Dollar oder 39 Cent je Aktie, verglichen mit einem Nettoverlust von 53,1 Millionen Dollar oder 24 Cent je Aktie im Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis lag bei 4 Cent je Aktie. Analysten hatten mit einem Verlust von 14 Cent je Aktie gerechnet. Der Umsatz stieg auf 258,7 Millionen Dollar, nach 51,1 Millionen Dollar im Vorjahr. Analysten hatten mit 237,5 Millionen Dollar gerechnet.

CADENCE

hat ihre Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Das Unternehmen meldete für das zweite Quartal höhere Umsätze, die zum Teil auf die Nachfrage nach den KI-gestützten Lösungen des Unternehmens zurückzuführen waren. Das Unternehmen für Chipdesign-Software erwartet für dieses Jahr nun ein bereinigtes Ergebnis zwischen 8,05 und 8,15 US-Dollar je Aktie. Der Umsatz wird zwischen 6,26 Milliarden und 6,34 Milliarden US-Dollar gesehen. Zuvor hatte das Unternehmen ein bereinigtes Ergebnis zwischen 7,85 und 7,95 Dollar je Aktie bei einem Umsatz zwischen 6,13 Milliarden und 6,23 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Analysten erwarten ein bereinigtes Ergebnis von 7,94 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 6,21 Milliarden Dollar.

F5

hat ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2026 angehoben, nachdem der Umsatz im dritten Quartal, angetrieben durch das Wachstum der Produktumsätze, gestiegen ist. Das auf Multicloud-Software und Cybersicherheit spezialisierte Unternehmen meldete einen Nettogewinn von 208,2 Millionen Dollar oder 3,62 Dollar je Aktie, verglichen mit 189,9 Millionen Dollar oder 3,25 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Gewinn je Aktie belief sich auf 4,73 Dollar. Analysten hatten mit 4 Dollar je Aktie gerechnet.

JOHNSON & JOHNSON

die anhängigen Prozesse um ihr mutmaßlich krebserregendes Talkumpuder mit einem milliardenschweren Vergleich abgeschlossen. Der Pharmakonzern hat sich bereiterklärt, 5,5 Milliarden Dollar zu zahlen. Die Vereinbarung gilt mit Kanzleien, die Kläger in den ausstehenden Talkum-Fällen vertreten. Die Vereinbarung ist an die Bedingung geknüpft, dass 95 Prozent der verbleibenden Kläger teilnehmen, so der Arzneimittelhersteller.

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/cln/flf

(END) Dow Jones Newswires

July 28, 2026 01:52 ET (05:52 GMT)

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