PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

28.07.2026 / 06:38 Uhr

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

HAUPTVERSAMMLUNGEN - Der Chef der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz kritisiert die Aktionärstreffen 2026 als "zu harmonisch" und glaubt, dass dies nächstes Jahr anders sein wird. Auf die Frage im Handelsblatt-Interview sagte Marc Tüngler: "Mit Sorge. Die Zahlen werden schlechter, die Dividenden werden sinken. Nächstes Jahr wird die Stimmung auf den Hauptversammlungen eine ganz andere sein: mehr Donnergrollen, weniger Harmonie." (Handelsblatt)

IMMOBILIEN - Die Krise der deutschen Autoindustrie hinterlässt zunehmend Spuren auf dem Häusermarkt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Baufinanzierungsvermittlers Interhyp und des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die dem Handelsblatt vorab vorliegt. Der Grund ist jedoch nicht ein sprunghafter Wohlstandsgewinn in den Regionen, sondern eine schwächere wirtschaftliche Perspektive, die die Nachfrage nach Wohneigentum bremsen und den Preisanstieg dämpfen. "Die aktuell schwächeren wirtschaftlichen Perspektiven dürften die Nachfrage und damit auch die Kaufpreisentwicklung gebremst haben", sagt Jörg Utecht, Chef von Interhyp. An wichtigen Automobilstandorten wie Wolfsburg, Ingolstadt, Schweinfurt oder Stuttgart können sich Interessenten Einfamilienhäuser inzwischen wieder leichter leisten. (Handelsblatt)

FÜNF-PROZENT-HÜRDE - Die Fünf-Prozent-Hürde ist nach Auffassung des früheren Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, "nicht mehr zeitgemäß". "Eine Sperrklausel tangiert den Grundsatz der Gleichheit der Wahl. Sie aber ist verfassungsrechtlich grundsätzlich legitimierbar, weil sie die Funktionsfähigkeit des Bundestages schützt. Ich halte die Höhe der Sperrklausel bei Bundestagswahlen von fünf Prozent allerdings für nicht mehr zeitgemäß", sagte Papier dem Tagesspiegel. Bei der Wahl 2025 seien 6,8 Millionen von 49,6 Millionen gültigen Zweitstimmen "unter den Tisch" gefallen, weil sie auf Parteien entfielen, die weniger als fünf Prozent erzielten. (Tagesspiegel)

GEHEIMDIENSTREFORM - Die geplante größte Reform der Geheimdienste seit vielen Jahren stößt auf heftige Kritik. Deutschlands oberste Datenschützerin sieht im Gesetzentwurf der Bundesregierung massive Risiken für Bürgerrechte. Nachrichtendienste sollten "nicht handeln und eingreifen dürfen wie eine Polizei", warnt die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) Louisa Specht-Riemenschneider, im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. "Es spricht viel dafür, dass das Bundesverfassungsgericht feststellen wird: Das geht zu weit. Aus meiner Sicht gibt es inakzeptable Einschränkungen der Grundrechte." (Süddeutsche Zeitung)

SICHERHEITSPAKET - Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat nach dem Anschlag auf einen Christopher Street Day (CSD) ein Drei-Punkte-Sicherheitspaket angekündigt. Im Gespräch mit der Bild-Zeitung forderte der Minister eine Verschärfung des Vorgehens gegen Gefährder. Als ersten Punkt sprach sich Dobrindt für eine Änderung des Jugendstrafrechts aus. "Die Anwendung von Jugendstrafrecht bei erwachsenen Gefährdern ist inakzeptabel", sagte er. Eine entsprechende Reform des Jugendstrafrechts sei daher unumgänglich. Zudem plädierte der CSU-Politiker für einen verstärkten Einsatz elektronischer Fußfesseln. "Bewegungseinschränkung durch die Fußfessel muss zum Standard gegenüber Gefährdern werden", sagte Dobrindt. (Bild)

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July 28, 2026 00:37 ET (04:37 GMT)

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