MORNING BRIEFING - USA/Asien
27.07.2026 / 08:04 Uhr
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+++++ TAGESTHEMA +++++
Die USA ziehen in Reaktion auf die Geldstrafen, die die EU gegen US-Technologieunternehmen verhängt hat, die Einführung zusätzlicher Zölle auf Waren aus der Europäischen Union in Erwägung. Die EU hatte vergangene Woche angekündigt, den Google-Mutterkonzern Alphabet mit einer Geldstrafe in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar wegen des Verstoßes gegen digitale Wettbewerbsregeln zu belegen. Die Strafe ist die jüngste in einer ganzen Reihe von Geldbußen für US-Technologieunternehmen in den vergangenen Jahren. Als Reaktion darauf erklärte US-Präsident Donald Trump, er werde seine Regierung anweisen, eine Zolluntersuchung einzuleiten, die zu neuen Abgaben für die EU führen könne.
+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++
Keine wichtigen Termine angekündigt.
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
- US
14:30 Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter Juni
PROGNOSE: +2,1% gg Vm
zuvor: -4,5% gg Vm
+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++
Index zuletzt +/- % E-Mini-Future S&P-500 7.513,00 +0,9 E-Mini-Future Nasdaq-100 28.693,75 +1,5 S&P/ASX 200 (Sydney) 8.885,00 +1,3 Topix-500 (Tokio) 4.062,06 +1,3 Nikkei-225 64.803,88 +0,3 Kospi (Seoul) 6.754,44 +1,0 Shanghai-Composite 3.824,61 +0,3 Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.153,05 +0,8
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
OSTASIEN (VERLAUF)
Deutlich fallende Ölpreise stützen die Aktienbörsen. Im Iran-Krieg scheint eine wackelige Waffenruhe zu halten, sowohl die USA als auch der Iran haben ihre wechselseitigen Angriffe seit dem Wochenende bis auf Weiteres eingestellt. Allerdings herrscht keine Euphorie am Markt: Denn Anleger wappnen sich für die US-Notenbank, die am Mittwoch die Zinsen anheben könnte, nachdem der jüngste Anstieg der Ölpreise Inflationsängste geschürt hat. Investoren warten zudem auf die Quartalszahlen der Technologieriesen, nachdem es zuletzt Kritik an den hohen Ausgaben für künstliche Intelligenz gegeben hatte. Während der Nikkei-225 im Verlauf zwischen Auf- und Abschlägen pendelt, hält sich der breitere Topix klar im Plus. Aktien von Fluggesellschaften und Autoherstellern führen das Tableau an. In China steigen die Indizes leicht. Der Halbleiterriese CXMT hat indes ein Rekord-Börsendebüt in Shanghai gefeiert. Die Aktie steigt bei ihrem Handelsstart um 531 Prozent. Der Kospi verbucht dagegen zunächst Verluste, dreht dann aber ins Plus. Anstehende Quartalszahlen der Halbleiterriesen und schwache US-Vorgaben für den Technologiesektor hatten zunächst belastet. Anleger agieren extrem vorsichtig vor den in dieser Woche anstehenden Quartalsberichten der beiden Schwergewichte SK Hynix und Samsung Electronics. In Australien legen Capricorn Metals um 14 Prozent zu - das Unternehmen will sich auf die Goldförderung konzentrieren.
WALL STREET
INDEX zuletzt +/- %
Dow-Jones 51.947,25 +0,5
S&P-500 7.411,98 +0,1
Nasdaq Composite 24.975,82 -0,6
Umsatzdaten
Freitag Donnerstag
Umsatz NYSE (Aktien) 1,09 Mrd 1,24 Mrd
Gewinner 1.652 775
Verlierer 1.073 2.003
Unverändert 108 56
Uneinheitlich - Nach den herben Vortagesverlusten hat sich die Wall Street etwas erholt, wobei die ausufernden KI-Investitionen Technologiewerte belasteten. Für leichte Entspannung sorgte der wieder klar unter die Marke von 100 Dollar gesunkene Brentölpreis. Händler sprachen trotz der Erholung eher von einer Stabilisierung der US-Börsen auf wackeligen Beinen. Denn Anleger wappnen sich für eine mögliche Eskalation des Iran-Krieges, nachdem US-Präsident Donald Trump Pläne massiver Angriffe bekanntgegeben hat, die "größer als je zuvor" ausfallen könnten. Die Stimmung an der Börse sei besser als die geopolitische Lage, hieß es. Wenig Impulse - gerade im Hinblick auf die Inflationserwartungen des Marktes - lieferten die Einkaufsmanagerindizes Juli. Denn der Index zum Dienstleistungssektor war besser als gedacht ausgefallen, der zum verarbeitenden Gewerbe aber einen Tick schwächer. Nach den Enttäuschungen von Alphabet und Tesla am Vortag setzte Intel ein positives Ausrufezeichen im Technologiesektor. Der Halbleiterkonzern liefert einen ermutigenden Ausblick auf das KI-Geschäft und meldete Geschäftszahlen zum zweiten Quartal weit oberhalb der Markterwartungen. Auch die Erlösprognose auf das laufende Quartal übertraf die Konsensschätzungen. Allerdings rechnet Intel nun auch mit höheren Investitionen für 2026 als bisher veranschlagt. Der Intel-Kurs verlor 7,9 Prozent. American Express fielen um4,3 Prozent, obwohl das Kreditkartenunternehmen im zweiten Quartal mehr verdient hat als erwartet. Allerdings verfehlten die Einnahmen die Markterwartungen. Bei Verizon honorierten Anleger die Entwicklung mit neuen Vertragskunden, die die Erwartungen übertroffen hat. Der Kurs rückte um 5,8Prozent vor.
US-ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 4,33 -0,03 4,37 4,31 5 Jahre 4,41 -0,05 4,47 4,40 10 Jahre 4,68 -0,02 4,71 4,65
Die Renditen sanken nach ihrem jüngsten Höhenflug. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen ermäßigte sich um 2 Ticks auf 4,68 Prozent, nachdem sie am Vortag den höchsten Stand seit 18 Monaten erreicht hatte. Nachgebende Ölpreise milderten Inflations- und damit Zinserhöhungssorgen.
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Fr, 9:25 Uhr % YTD EUR/USD 1,1404 +0,3 1,1367 1,1397 -2,9 EUR/JPY 186,58 +0,2 186,27 186,58 +1,4 EUR/GBP 0,8539 +0,1 0,8531 0,8542 -2,0 USD/JPY 163,59 -0,2 163,84 163,69 +4,4 USD/KRW 1.467,20 +0,6 1.459,23 1.464,60 +1,9 USD/CNY 6,7685 -0,1 6,7719 6,7745 -3,2 USD/CNH 6,7692 -0,0 6,7716 6,7753 -3,0 USD/HKD 7,8419 0,0 7,8417 7,8413 +0,8 AUD/USD 0,7001 +0,3 0,6979 0,6988 +4,9 NZD/USD 0,5800 +0,2 0,5787 0,5788 +0,8 BTC/USD 65.317,20 +1,1 64.613,39 65.633,02 -25,5
Der Dollar-Index verharrt nach seinem jüngsten Zweimonatshoch auf dem erhöhten Niveau.
++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.084,83 +0,8 32,27 4.052,56 Silber 59,21 +1,8 1,05 58,17 Platin 1.617,94 +1,9 29,40 1.588,54 (Angaben ohne Gewähr)
Gold verteuert sich um 0,7 Prozent dank reduzierter Inflationssorgen wegen sinkender Ölpreise.
ÖL
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 84,61 -5,3 -4,70 89,31 Brent/ICE 92,12 -4,8 -4,66 96,78
Nach der jüngsten Ölpreisrally infolge der Eskalation im Iran-Krieg kamen die Preise leicht zurück. Brentöl war mit 96,78 Dollar 3,9 Prozent günstiger zu haben als am Vortag. Trotz neuer Angriffe auf Tanker im Roten Meer und in der Straße von Hormus scheinen die neuerlichen Kämpfe die Bemühungen der Parteien widerzuspiegeln, ihre Verhandlungspositionen vor einer weiteren Verhandlungsrunde zu stärken, wie Analyst Norbert Rücker von Julius Bär erläuterte.
Nachdem US-Präsident Trump am Wochenende eine Feuerpause im Iran-Krieg verkündet hat, kommen die Preise am frühen Montag weiter deutlich zurück.
+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++
INDUSTRIEGEWINNE CHINA
Das Wachstum der chinesischen Industriegewinne hat sich im Juni leicht abgeschwächt, blieb aber im zweistelligen Bereich. Gestützt wurde es von der stark gestiegenen Nachfrage in den mit KI verbundenen Fertigungssektoren. Die Industriegewinne stiegen im Juni um 15,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und verlangsamten sich damit nach einem Anstieg von 21,1 Prozent im Mai, wie das Nationale Statistikamt am Montag mitteilte.
UNITED AIRLINES / DELTA AIR LINES
Auf der Suche nach einem Megadeal ist United Airlines im vergangenen Jahr an Delta Air Lines herangetreten, wie informierte Personen berichten. Eine Fusion hätte die beiden wertvollsten Fluggesellschaften der Welt zusammengeführt. Die Führung von Delta habe den Vorstoß und die Vorteile eines potenziellen Deals im Rahmen einer vorläufigen Due-Diligence-Prüfung erörtert. Die Gespräche seien nicht vorangekommen und beide Unternehmen hätten den Vorschlag später verworfen, so die informierten Personen.
NVIDIA
wird rund 1 Milliarde US-Dollar in das südkoreanische Internetunternehmen Naver investieren, um die Finanzierung eines Rechenzentrums für Künstliche Intelligenz zu unterstützen. Dies vertieft die KI-Partnerschaft der Unternehmen. Die geplante Investition könnte den Weg für einen breiteren milliardenschweren Vorstoß in die KI-Infrastruktur in Südkorea ebnen. Naver und Nvidia teilten mit, sie befänden sich in Gesprächen mit der US-Private-Equity-Firma Brookfield. Dabei gehe es um die Bereitstellung von bis zu 9 Milliarden US-Dollar zur Finanzierung des Projekts.
Nvidia führt derzeit Gespräche mit OpenAI über die Bereitstellung einer Absicherung in Höhe von rund 250 Milliarden US-Dollar für den ChatGPT-Entwickler im Rahmen eines gigantischen Rechenzentrumsprojekts. Diese Finanztransaktion wäre eine der bislang ehrgeizigsten im amerikanischen KI-Boom.
PARAMOUNT
wird die 81 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme von Warner Bros. Discovery zunächst nicht weiter vorantreiben. Das Unternehmen hat den Prozess auf Eis gelegt, bis die rechtlichen Anfechtungen des Deals beigelegt sind oder bis zum 1. Juni 2027, je nachdem, was früher eintritt. Für Paramount könnte dies teuer werden. Die Fusion wird von 12 US-Bundesstaaten und der Autorengewerkschaft Writers Guild of America angefochten. Die Kläger argumentieren, der Deal sei wettbewerbswidrig.
BORING
Das Tunnelbau-Startup von Elon Musk führt Gespräche über eine neue Finanzierungsrunde, die das Unternehmen mit rund 20 Milliarden Dollar bewerten würde. Dies berichten mit den Verhandlungen vertraute Personen. Das Unternehmen verhandle über eine Kapitalaufnahme von rund 4 Milliarden Dollar, sagten einige der Personen. Die Finanzierungsrunde sei noch nicht abgeschlossen, und die Konditionen könnten sich noch ändern.
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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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(END) Dow Jones Newswires
July 27, 2026 02:04 ET (06:04 GMT)
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