18 TERMINE, die in der Woche wichtig werden -2- (Donnerstag/Freitag)
24.07.2026 / 15:59 Uhr
Unsere Auswahl an Ereignissen aus der Finanz- und Wirtschaftswelt, die in der Woche im Fokus stehen werden (Angaben in Ortszeit Deutschland):
7. Nach dem Adidas-WM-Finale ist vor den 2Q-Ergebnissen
Nachdem Adidas das Fußball-WM-Finale 2026 komplett bestritten hat - beide Mannschaften spielten in Adidas, auch Spielball und Schiedsrichter trugen das Adidas-Logo - richtet sich die Aufmerksamkeit der Investoren auf die Ergebnisse des Sportartikelherstellers für das zweite Quartal. Es endete am 30.6., beinhaltet also immerhin 20 WM-Spieltage und 79 Begegnungen, von denen die 14 Teams, die Adidas ausgerüstet hat, einige bestritten. Adidas spielt traditionell die Bedeutung von Sport-Großereignissen für seine Geschäfte herunter, hat aber einen mit der WM verbundenen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro inklusive von Fußball inspiriertem Streetwear in Aussicht gestellt. Die Aussage ist vom 24. Juni, könnte also noch adjustiert werden. Insgesamt rechnet der Markt mit zweistelligen Umsatz- und Gewinnzuwächsen und sieht Adidas im Gesamtjahr über dem operativen Gewinnziel von 2,3 Milliarden Euro.
>>> Donnerstag, 30. Juli 2026; 07:30
8. MTU-Investoren schauen auf Geschäftsaussichten und neue Projekte
Der Triebwerkshersteller MTU Aero Engines dürfte im zweiten Quartal bei höheren Einnahmen ein stabiles operatives Ergebnis erzielt haben. Zwar dürfte der Münchener DAX-Konzern unter dem Strich weniger verdient haben, der freie Cashflow jedoch - ein Maßstab dafür, wie effektiv Gewinne in liquide Mittel umwandelt werden - sollte kräftig gestiegen sein. Bei der Zahlenvorlage am Mittwoch stehen eine geplanten Alternative für den FCAS-Kampfjet und einem Joint Venture mit Airbus zur Entwicklung und Vermarktung eines Wasserstoff-Brennstoffzellen-Triebwerks im Fokus, sowie die Geschäftsentwicklung im zuletzt stark gewachsenen Militärgeschäft. Analysten sehen Rückenwind durch den Rückgang des Kerosinpreises und die Aufwertung des US-Dollars.
>>> Donnerstag, 30. Juli 2026; 08:00
9. Deutsche Wirtschaft wächst im 2. Quartal leicht
Die deutsche Wirtschaft dürfte im zweiten Quartal leicht gewachsen sein. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte erwarten, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 0,1 Prozent gestiegen ist, nachdem es im ersten Jahresviertel um 0,3 Prozent zugelegt hatte. Angesichts hoher Energiepreise dürften zwischen April und Juni kaum Impulse vom privaten Konsum gekommen sein und auch vom Außenhandel ist nach den bisher vorliegenden Daten kein Wachstumsbeitrag zu erwarten. Gestützt wurde das Wachstum vermutlich vom Bau.
>>> Donnerstag, 30. Juli 2026; 10:00
10. Euroraum-BIP steigt im 2. Quartal um 0,2 Prozent
Die Wirtschaft des Euroraums dürfte im zweiten Quartal leicht gewachsen sein. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte erwarten, dass das Bruttoinlandsprodukt (BPI) gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent gestiegen ist, nachdem Eurostat Anfang Juni für das erste Quartal in dritter Veröffentlichung etwas überraschend einen BIP-Rückgang von 0,2 Prozent gemeldet hatte, diesen inzwischen aber wieder auf plus 0,0 Prozent revidiert hat. Bis dahin hatte für den Jahresanfang ein Zuwachs von 0,1 Prozent zu Buche gestanden, und auch in den Quartalen davor war die Wirtschaft des Euroraums nicht geschrumpft.
>>> Donnerstag, 30. Juli 2026; 11:00
11. Bank of England lässt Leitzins unverändert
Die britische Zentralbank steht wie viele andere vor dem Dilemma, die Inflation unter Kontrolle zu halten und dabei der von hohen Energiepreisen und Risiken geschwächten Wirtschaft möglichst wenig Schaden zuzufügen. Die zuletzt veröffentlichten Daten sprechen zwar nicht für einen robusten Arbeitsmarkt, aber für einen der sich zumindest nicht weiter abschwächt. Die Inflationsrate sank im Juli auf 2,6 (Juni: 2,8) Prozent. Der neue britische Premierminister Andy Burnham hat den als relativ "marktfreundlich" eingeschätzten John Healey zum Schatzkanzler ernannt. Berichten zufolge will Burnham die Mehrwertsteuer auf Energierechnungen senken, was die Inflation für ein Jahr um etwa 0,1 Prozentpunkte senken dürfte.
>>> Donnerstag, 30. Juli 2026; 13:00
12. Deutsche HVPI-Teuerung steigt im Juli wieder
Der Inflationsdruck in Deutschland dürfte im Juli zugenommen haben. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte rechnen damit, dass der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent gestiegen ist und um 2,8 (Juni: 2,4) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats lag. Der deutsche HVPI ist die wichtigste einzelne Input-Größe für die Euroraum-Verbraucherpreise. Für den nationalen Verbraucherpreisindex werden Raten von 0,7 und 2,7 (2,3) Prozent prognostiziert. Um 10.00 Uhr kommen Preisdaten aus sechs Bundesländern.
>>> Donnerstag, 30. Juli 2026; 14:00
13. US-Wirtschaft wächst im 2. Quartal um 2,3 Prozent
Das Wirtschaftswachstum in den USA dürfte sich im zweiten Quartal leicht verstärkt haben. Analysten rechnen laut Factset-Konsens damit, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal aufs Jahr hochgerechnet um 2,3 (erstes Quartal: 2,1) Prozent gestiegen ist, wobei für den BIP-Deflator 3,8 (3,6) Prozent erwartet werden.
>>> Donnerstag, 30. Juli 2026; 14:30
14. US-PCE-Teuerung lässt im Juni leicht nach
Der Inflationsdruck in den USA dürfte im Juni etwas nachgelassen haben. Analysten rechnen laut Factset-Konsens damit, dass der Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE-Deflator) auf dem Niveau des Vormonats stagniert hat und um 3,8 (Mai: 4,1) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats lag. Für den Kern-PCE-Deflator, die - zumindest bisher - von der Notenbank präferierte Inflationsmessgröße, werden Raten von 0,2 und 3,4 (3,4) Prozent prognostiziert.
>>> Donnerstag, 30. Juli 2026; 14:30
15. Bei Amazon AWS-Wachstum und Investitionen im Blick
Wenn Amazon seinen Zweitquartalsbericht vorlegt, werden einmal mehr der Bereich Amazon Web Services (AWS) und die Investitionen im Fokus stehen. Das Umsatzwachstum bei AWS ist einer der Haupttreiber für die Profitabilität. Im Auftaktquartal kletterten die AWS-Erlöse um 28 Prozent auf 37,6 Milliarden US-Dollar bei einem Gesamtumsatz von 181,5 Milliarden. Für das zweite Quartal hatte Amazon Konzernumsätze von 194 bis 199 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Interessant werden dürfte auch die Investitionsplanung. Allein im ersten Quartal hatte Amazon 43,2 Milliarden Dollar für Investitionen ausgegeben und für das Gesamtjahr Investitionen von rund 200 Milliarden angekündigt - 60 Prozent mehr als 2025.
>>> Donnerstag, 30. Juli 2026; 22:05
16. Bei Apple iPhone-Umsatz und Chip-Thematik im Fokus
Wenn Apple die Zahlen zum dritten Geschäftsquartal vorlegt, werden Anleger neben den iPhone-Verkäufen auf Aussagen zu Speicherpreisen und Lieferengpässen bei Chips achten. Im vergangenen Quartal hatte der Umsatz mit iPhones dank einer starken Nachfrage nach der 17-Reihe um 21,7 Prozent auf fast 57 Milliarden US-Dollar zugelegt. Der gesamte Quartalsumsatz summierte sich auf 111,2 Milliarden. Die Ergebnisse hätten noch besser ausfallen können, wenn es nicht Lieferengpässe bei hochentwickelten Chips gegeben hätte, hieß es damals. Ende Juni hatte Apple die Preise für seine Macs und iPads erhöht, da die Nachfrage nach Speicherchips deren Kosten in die Höhe getrieben hat.
>>> Donnerstag, 30. Juli 2026; 22:30
17. Bank of Japan hält Zinsniveau stabil
Die Bank of Japan (BoJ) wird bei ihrer anstehenden Sitzung den Leitzins voraussichtlich unverändert bei 1,00 Prozent belassen. Die nächste Anhebung um 25 Basispunkte wird für Dezember erwartet, wobei der anhaltende Inflationsdruck und der schwache Yen auch einen früheren Schritt im Oktober auslösen könnten. Da die Zinspause am Markt weitgehend eingepreist ist, richten sich die Blicke vor allem auf den neuen Quartalsbericht sowie auf die Pressekonferenz von BoJ-Gouverneur Kazuo Ueda. Marktbeobachter achten dabei besonders auf Revisionen zum Wachstum und zur Inflation im Kontext von Stagflationsrisiken. Obwohl Ueda eine Bereitschaft zu weiteren Zinsanhebungen signalisieren dürfte, erwarten Analysten kaum eine nachhaltige Erholung des Yen, da der Markt dieses Erhöhungstempo bereits eingepreist hat.
Freitag, 31. Juli 2026
18. Euroraum-Inflation stagniert im Juli - Kerninflation auch
Die Inflationsentwicklung im Euroraum dürfte im Juli stagniert haben. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten erwarten eine unveränderte Gesamtinflationsrate auf 2,8 Prozent und eine ebenfalls konstante Kerninflationsrate von 2,4 Prozent. Eine solche Entwicklung würde sicher die Erwartung stützen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) im September ihren Leitzins anhebt.
>>> Freitag, 31. Juli 2026; 11:00
Mitarbeit: Hans Bentzien, Britta Becks, Stefanie Haxel, Andreas Plecko, Ulrike Dauer, Matthias Goldschmidt
Kontakt zum Autorenteam: topnews.de@dowjones.com
DJG/kla
(END) Dow Jones Newswires
July 24, 2026 09:58 ET (13:58 GMT)
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24.07.2026 @ 18:24:09


