XETRA-SCHLUSS/DAX setzt Rekordfahrt fort - Versorger vorn
03.07.2026 / 17:52 Uhr
DOW JONES--Der deutsche Aktienmarkt hat die am Vortag begonnene Rekordjagd am Freitag fortgesetzt. Der DAX gewann 0,8 Prozent auf 25.779 Punkte, bei 25.827 Punkten wurde ein neues Allzeithoch markiert. Das Sentiment wurde weiter gestützt durch das am Vortag vorgelegte Reformpaket der Bundesregierung. Mit dem schwächeren US-Arbeitsmarkt am Vortag wurden zudem die Zinserhöhungserwartungen in den USA etwas zurückgeschraubt. In der kommenden Woche startet die Berichtssaison zum zweiten Quartal. "Diese dürfte Erkenntnisse darüber liefern, wie widerstandsfähig die Weltwirtschaft angesichts hoher Zinsen und geopolitischer Unsicherheit tatsächlich ist", hieß es bei CMC.
Zusammen mit Technologieaktien waren Versorgertitel gesucht. Bei letzteren stützend dürfte eine Studie von Morgan Stanley gewirkt haben. Obwohl europäische Versorger seit Jahresbeginn den Markt um 7 Prozent übertroffen haben, bleibe die relative Bewertung moderat, so die Analysten. Ein Blick auf die Positionierungen zeige, dass viele Fonds weiterhin untergewichtet seien. Eon gewannen 4,4 Prozent und RWE 1,7 Prozent.
Technologieaktien erholten sich dagegen von der jüngsten Korrektur. Für Infineon ging es 1,4 Prozent nach oben, Suss Microtec gewannen 5,7 Prozent. SAP blieben mit Verlusten von 1,5 Prozent dagegen weiter außen vor. Wie JP Morgan in einer aktuellen Studie anmerkte, seien signifikante Investitionen nötig, um sicherzustellen, dass der Software-Hersteller auch in Zukunft wettbewerbsfähig sei. SAP dürfte sich durch Übernahmen stärken, was einen geringeren Margenzuwachs zur Folge haben werde.
Die Mitteilung von Rheinmetall (-1,9%) zu den "möglichen Auswirkungen des Baustopps von sechs F126-Fregatten" auf den Umsatz überrasche nicht, hieß es im Handel. Vielmehr hatte die Aktie bereits vor Tagen auf die originäre Meldung stark reagiert. Die Analysten von JP Morgan haben die Gewinnschätzungen für Rheinmetall gesenkt und nennen drei Gründe: Erstens vollzögen sich Veränderungen in der Verteidigungstechnologie weitaus schneller als erwartet. Zweitens lasse sich die Bundesregierung bei der Auftragsvergabe mehr Zeit als gedacht; und drittens nehmen die Analysten eine vorsichtigere Haltung bezüglich der Umsetzungsrisiken und Margen ein. Als Reaktion auf die niedrigeren Gewinnschätzungen haben sie das Kursziel für Dezember 2027 um 10 Prozent auf 1.350 Euro gesenkt.
Continental (+1,6%) hat wohl einen Käufer für die Industriesparte gefunden. Der Finanzinvestor Lonestar will Contitech für eine Bewertung von 4 Milliarden Euro übernehmen. Man befinde sich kurz vor einem Abschluss zur Veräußerung des Unternehmensbereichs, wie der Konzern mitteilte. Ergänzend zum Kaufpreis könnte es noch eine erfolgsabhängige Komponente in Höhe von bis zu 250 Millionen Euro in den Folgejahren für Conti geben. Continental hatte im April vergangenen Jahres die Abspaltung der Kunststoff- und Kautschuksparte Contitech angekündigt. Ein Verkauf wurde damals bereits als wahrscheinlichste Option bezeichnet.
Gea legten nach einer Hochstufung der RBC auf "Outperform" um 2,3 Prozent zu. Die Analysten verwiesen auf die Historie einer Cash-Conversion von nahezu 100 Prozent, einer exzellenten Kapitalallokation und einer treuen Kundenbasis. Gea notiere trotz der starken Kursentwicklung in jüngster Zeit mit einem Abschlag von rund 10 Prozent gegenüber den direkten Wettbewerbern und mit einem Minus von 17 Prozent gegenüber den Werten des europäischen Sektors.
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Index zuletzt* +/- % +/- % YTD
DAX 25.779 +0,8 5,3
DAX-Future 25.949 +0,8 4,1
XDAX 25.804 +1,1 5,0
MDAX 32.994 +1,4 7,8
TecDAX 3.900 +0,3 7,7
SDAX 18.540 +1,7 8,0
zuletzt +/- Ticks
Bund-Future 126,65 -34,0
*gerundet
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July 03, 2026 11:51 ET (15:51 GMT)
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