PRESSESPIEGEL/Unternehmen
03.07.2026 / 06:55 Uhr
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
VOLKSWAGEN - Trotz einer Verschärfung seines Sparkurses plant Europas größter Autokonzern langfristig wieder mit Vertriebszielen von mehr als 10 Millionen Fahrzeugen pro Jahr. Das geht nach Informationen aus Konzernkreisen aus der internen Langfristplanung bei VW hervor. Ein Sprecher wollte die Angaben nicht kommentieren. Volkswagen will seine Produktionskapazitäten von einst 12 auf künftig 9 Millionen Fahrzeuge reduzieren und den Konzern damit krisenfester machen. Die Ambitionen im Vertrieb liegen aber höher. Ziel sei es, die Profitabilität auch bei niedrigeren Stückzahlen zu sichern. Intern werde daher mit verschiedenen Szenarien gerechnet. Das 10-Millionen-Szenario ist das optimistischste. (Handelsblatt)
RENK - Das Rüstungsunternehmen steht kurz vor einer Übernahme des privat gehaltenen Unternehmens David Brown Defence. Renk wolle seine Präsenz im Marinesektor auszubauen, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen Bloomberg sagten. Der Deal, bei dem David Brown Defence nach Angaben eines Insiders mit 200 bis 250 Millionen US-Dollar bewertet werde, könnte bereits am Freitag bekannt geben, wie mehrere Personen sagten. David Brown Defence verfügt über Expertise bei Getrieben für U-Boote und ist Teil der Stellex-Capital-Beteiligung David Brown Santasalo. (Bloomberg)
MERCEDES-BENZ - Der Autohersteller wird die für 2027 geplante kleine G-Klasse im ungarischen Werk Kecskemet produzieren. Der deutsche Standort Rastatt, an dem unter anderem der neue CLA gefertigt wird, erhält den Zuschlag laut Konzernkreisen nicht. Ungarn damit künftig rund 30 Prozent der europäischen Mercedes-Produktion übernehmen - doppelt so viel wie bisher. Wie bekannt soll auch die elektrische C-Klasse künftig in Kecskemet gebaut werden. Nach einer Werkserweiterung für rund eine Milliarde Euro steigen die Kapazitäten dort auf 300.000 bis 400.000 Fahrzeuge pro Jahr. (Automobilwoche)
DEUTSCHE POST - Die Bundesregierung streicht der Post ein umstrittenes Steuerprivileg. Künftig ist der noch immer teilstaatliche Konzern nicht länger von der Mehrwertsteuer befreit, wenn er Geschäftspost einsammelt und verteilt. Die Regelung hatte der Post einen Wettbewerbsvorteil von 19 Prozent gegenüber ihren Konkurrenten beschert. Zwischenzeitlich kamen auch einige private Postunternehmen in den Genuss der Freistellung, was die Lage der übrigen verschärfte. Nun beseitigt Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) den Wettbewerbsvorteil für die Post. Er beziffert die Mehreinnahmen des Bundes auf 115 Millionen Euro. (Spiegel)
BIONTECH - Das Pharmaunternehmen hat nach Informationen des Handelsblatts bereits vertrauliche Gespräche mit Interessenten über den Verkauf der deutschen Standorte geführt, die von den jüngsten Schließungsplänen betroffen sind. Dabei geht es nach Informationen aus Unternehmenskreisen um die Werke in Tübingen, Idar-Oberstein und Marburg sowie um die Tochtergesellschaft JPT Peptide Technologies GmbH. Das in Berlin ansässige Unternehmen, das seit 2009 zum Konzern gehört, ist nach Angaben von Personen, die mit den Entscheidungen vertraut sind, nicht mehr profitabel und soll Ende 2026 schließen. (Handelsblatt)
OPENAI - Das KI-Unternehmen hat nach Insiderangaben eine Staatsbeteiligung erwogen, um politische Hürden zu überwinden. CEO Sam Altman habe der Trump-Administration in ersten Gesprächen eine Beteiligung von 5 Prozent vorgeschlagen, sagten zwei damit vertraute Personen. Altman habe argumentiert, dass eine Beteiligung der Öffentlichkeit am Unternehmen der beste Weg sei, um die Vorteile von KI aufzuzeigen. Der Vorschlag laufe darauf hinaus, dass auch andere US-KI-Unternehmen einen ähnlichen Anteil abgeben müssten. Es sei jedoch unklar, ob die anderen Labore dazu bereit wären. (Financial Times)
QUANTUM SYSTEMS - Der Drohnenhersteller hat einer Finanzierungsrunde über 1,2 Milliarden Dollar abgeschlossen. Damit wird das von dem ehemaligen Bundeswehroffizier Florian Seibel im Jahr 2015 gegründete Unternehmen mit 8 Milliarden Dollar bewertet. Gegenüber der zurückliegenden Finanzierungsrunde hat Quantum seinen Wert mehr als verdoppelt. Es ist die zweitgrößte Finanzierungsrunde eines deutschen Unternehmens überhaupt. (FAZ)
TRADE REPUBLIC - Das Unternehmen führt eine vollständig neue Handelstechnologie ein, mit der Kunden weiterhin zu einer Pauschale von 1 Euro handeln können. Dabei stehen Kunden grundsätzlich zwei Wege für die Orderausführung zur Verfügung: Das ist zum einen der Handel zum Bestpreis, das heißt ein eigens entwickelten Algorithmus wählt automatisch der beste verfügbare Preis über alle relevanten Börsen für jede Ordergröße aus. Die Ausführung kostet 1 Euro. Zum anderen können Kunden über Direktpreis aus einem Dashboard von 30 Börsen wählen, darunter Xetra, Euronext und Nasdaq für Market-, Limit- und Stop-Orders. Dafür wird eine Pauschale von 2 Euro fällig. (Börsen-Zeitung)
LOCKHEED MARTIN - Das Rüstungsunternehmen hat sich als Favorit für den Kauf der von Advent gehaltenen Marine-Technologiegruppe Ultra Maritime für rund 3,5 Milliarden US-Dollar herauskristallisiert. Lockheed habe sich vor konkurrierenden strategischen Bietern aus den USA und Europa positioniert, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Eine Vereinbarung sei aber noch nicht formell abgeschlossen, die Situation könne sich noch ändern, sagten sie jedoch. Ultra ist auf U-Boot-Abwehrtechnologie spezialisiert. (Financial Times)
- Alle Angaben ohne Gewähr.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/sha/rio/thl
(END) Dow Jones Newswires
July 03, 2026 00:54 ET (04:54 GMT)
Bitte beachten Sie das Regelwerk
DAX®, MDAX®, TecDAX® und SDAX® sind eingetragene Markenzeichen der ISS STOXX Index GmbH
EURO STOXX®-Werte bezeichnet Werte der Marke „EURO STOXX“ der STOXX Limited und/oder ihrer Lizenzgeber
TRADEGATE® ist eine eingetragene Marke der Tradegate AG
Kurse in EUR; Fremdwährungsanleihen in der jeweiligen Währung
Zeitangaben in CEST (UTC+2)
Top 5 Umsatz
Letzte Aktualisierung:
03.07.2026 @ 09:12:36


