MÄRKTE USA/Leichtes Plus - Zurückhaltung vor USA-Iran-Gesprächen
30.06.2026 / 15:50 Uhr
DOW JONES--Moderat aufwärts geht es im frühen Handel am Dienstag an der Wall Street. Der Dow-Jones-Index verbessert sich um 0,2 Prozent auf 52.265 Punkte. Der S&P-500 steigt um 0,1 Prozent. Die technologielastigen Nasdaq-Indizes gewinnen bis zu 0,3 Prozent. Am letzten Handelstag des ersten Halbjahres herrsche Zurückhaltung angesichts der Entwicklungen im Iran-Krieg, heißt es. Nach den zuletzt tagelangen Auseinandersetzungen in der Nähe der Straße von Hormus sind die Augen des Marktes auf ein mögliches Treffen zwischen den USA und dem Iran in Katar gerichtet. Während US-Präsident Donald Trump gesagt hat, die USA und der Iran würden bereits am Dienstag in Doha neue Gespräche führen, hat der stellvertretende iranische Außenminister erklärt, Teheran habe noch nicht über den Zeitpunkt der Gespräche entschieden.
Die Ölpreise legen leicht zu. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent steigt um 0,2 Prozent auf 73,28 Dollar. "Wir glauben, dass der Markt nach unten übertrieben hat", so Warren Patterson von der ING. "Unsere Annahme ist, dass sich die Ölflüsse erst gegen Ende des dritten Quartals dem Vorkriegsniveau annähern werden, während das derzeitige Preisniveau eine Rückkehr zur Normalität bis Ende Juli impliziert."
Für einen Impuls könnten auch die nach der Startglocke anstehenden US-Konjunkturdaten sorgen. So werden der Index Einkaufsmanager Chicago für Juni sowie der Index des Verbrauchervertrauens, ebenfalls für Juni, veröffentlicht. Dazu kommt die Zahl offener Stellen ("Jolts") für Mai. Das Highlight dürfte allerdings der bereits am Donnerstag anstehende US-Arbeitsmarktbericht für Juni sein.
Die Renditen am US-Anleihemarkt zeigen sich etwas fester und holen anfängliche leichte Verluste wieder auf. Diese steigt im Zehnjahresbereich um 2 Basispunkte auf 4,39 Prozent. Der Dollar legt dagegen zu - der Dollar-Index erhöht sich um 0,2 Prozent. "Starke US-Konjunkturdaten und anhaltende Inflationssorgen haben die Erwartungen verstärkt, dass die Federal Reserve die Geldpolitik weiter straffen könnte, was den Dollar unterstützt", so Abdelaziz Albogdady von FXEM. Die Märkte preisen weiterhin eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte bis zum Jahresende ein, was trotz gelegentlicher Rückgänge der Anleiherenditen Unterstützung bietet, so der Stratege.
Der Goldpreis stabilisiert sich nach den Abgaben zu Wochenbeginn. Die Feinunze klettert um 0,2 Prozent auf 4.026 Dollar. Der Goldpreis steuert trotz anhaltender geopolitischer Unsicherheiten auf einen Monatsverlust von rund 12 Prozent zu, da Händler mit Zinserhöhungen der Fed in diesem Jahr rechnen. "Gold dürfte weiterhin kurzfristig unter Druck bleiben, da nachgebende Energiepreise, ein widerstandsfähiger Dollar und die Erwartung längerfristig höherer Zinsen die Nachfrage nach zinslosen sicheren Häfen weiter reduzieren", meinen die Analysten von MUFG.
Bei den Einzelwerten verliert die Nike-Aktie 0,5 Prozent. Der Sportartikel-Hersteller wird nach Handelsende die Zahlen zum vieren Geschäftsquartal veröffentlichen. Der Fokus dürfte dabei auf dem Ausblick liegen, vor allem nachdem das Unternehmen vergangene Woche mit David Denton einen neuen Finanzvorstand ernannt hat. Nike dürfte mit seiner Prognose wahrscheinlich vorsichtig sein, um Denton die Möglichkeit zu geben, am Investorentag langfristige Ziele zu setzen, heißt es von Jefferies.
Die britische Wettbewerbsaufsicht will gegen Einschränkungen durch Apple und Google im Zahlungsverkehr vorgehen. Beide sollen Beschränkungen lockern, die britische App-Entwickler derzeit daran hindern, ihre Nutzer auf alternative Zahlungsplattformen zu lenken. Die Apple-Aktie gewinnt dennoch 0,5 Prozent, die Papiere der Google-Mutter Alphabet fallen dagegen um 0,6 Prozent.
AeroVironment steigen um 18 Prozent. Der Anbieter von Drohnen- und Verteidigungstechnologie meldete unerwartet gute Quartalsergebnisse. Die Aktie von Concentrix stürzt dagegen um 18,4 Prozent ab, nachdem die auf künstlicher Intelligenz basierende Plattform für Kundenerfahrungen die Gewinnerwartungen für das zweite Quartal verfehlt und eine schwache Prognose abgegeben hatte.
=== INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag DJIA 52.265,08 +0,2 +82,34 52.182,74 S&P-500 7.449,74 +0,1 +9,31 7.440,43 NASDAQ Comp 25.858,90 +0,2 +38,75 25.820,14 NASDAQ 100 29.866,23 +0,3 +91,48 29.774,75 US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 4,12 +0,01 4,13 4,10 5 Jahre 4,16 +0,02 4,17 4,13 10 Jahre 4,39 +0,02 4,40 4,36 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:15 EUR/USD 1,1400 -0,2 -0,0020 1,1420 1,1419 EUR/JPY 185,11 +0,1 0,1400 184,97 184,9100 EUR/CHF 0,922 -0,1 -0,0005 0,9225 0,9233 EUR/GBP 0,8617 +0,1 0,0007 0,861 0,8622 USD/JPY 162,34 +0,3 0,4000 161,94 161,9100 GBP/USD 1,3228 -0,2 -0,0028 1,3256 1,3242 USD/CNY 6,7851 -0,1 -0,0085 6,7936 6,7936 USD/CNH 6,7913 -0,1 -0,0091 6,8004 6,8014 AUS/USD 0,6891 +0,1 0,0005 0,6886 0,6880 Bitcoin/USD 58.640,68 -2,6 -1.582,44 60.223,12 59.098,14 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 70,95 +0,3 0,20 70,75 Brent/ICE 73,28 +0,2 0,13 73,15 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.025,90 +0,2 9,88 4.016,02 Silber 59,09 +1,4 0,79 58,30 Platin 1.565,80 -0,6 -8,76 1.574,56 (Angaben ohne Gewähr) ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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June 30, 2026 09:49 ET (13:49 GMT)
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