MORNING BRIEFING - USA/Asien

30.06.2026 / 07:41 Uhr

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MITTWOCH: In Hongkong bleiben die Börsen wegen des Feiertages "Tag der Errichtung der Sonderverwaltungszone" geschlossen.

+++++ TAGESTHEMA +++++

Chinas verarbeitendes Gewerbe ist im Juni expandiert, nachdem es im Vormonat stagnierte. Dies ist zum Teil auf robuste Exporte angesichts der starken weltweiten Nachfrage nach Produkten für künstliche Intelligenz und grünen Technologien zurückzuführen.

Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe stieg in diesem Monat leicht auf 50,3 von 50,0 im Mai, wie aus den am Dienstag vom Nationalen Statistikamt veröffentlichten Daten hervorgeht. Der Wert für Juni übertraf die Prognose von 50,1 aus einer Umfrage des Wall Street Journal unter Ökonomen. Die 50-Punkte-Marke trennt Expansion von Kontraktion.

Chinas offizieller PMI für den Nicht-Industriesektor, der sowohl Dienstleistungen als auch die Bautätigkeit abdeckt, stieg im Juni auf 50,2 von 50,1 im Vormonat. Der Subindex für die Dienstleistungstätigkeit kletterte auf 50,4 von 50,3 im Mai, während der Subindex für das Baugewerbe bei 49,0 lag, verglichen mit 48,8 im Vormonat, da die jahrelange Immobilienflaute das Wachstum weiterhin belastete.

Die Juni-Werte deuten darauf hin, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt weiterhin von einer starken Auslandsnachfrage nach chinesischen Waren bei gleichzeitig schwacher Inlandsnachfrage gestützt wird. Chinas Konsumausgaben sanken im vergangenen Monat zum ersten Mal seit mehr als drei Jahren, während die Investitionen weiter schrumpften, was eine zunehmend unausgewogene Wirtschaft verdeutlicht.

"Die besten offiziellen PMI-Werte seit zehn Monaten deuten darauf hin, dass Chinas Wirtschaft wieder etwas an Dynamik gewonnen hat", sagte Julian Evans-Pritchard, Leiter des Bereichs China Economics bei Capital Economics. Er warnte jedoch, dass diese Erholung stark von Exporten und KI-bezogener Technologie abhänge. Darüber hinaus scheine der verarbeitende Sektor trotz des allgemeinen Anstiegs der Aktivität wieder in die Deflation abzurutschen, fügte er hinzu.

Der Subindex für neue Exportaufträge stieg auf 50,1 und kehrte damit im Juni in den Expansionsbereich zurück, während der Indikator für die High-End-Fertigung von 52,9 im Mai auf 53,5 kletterte.

Angesichts der stotternden inländischen Wachstumsdynamik könnte Peking nach Ansicht von Ökonomen in den kommenden Wochen einige gezielte Lockerungen vornehmen, eine politische Kehrtwende sei jedoch unwahrscheinlich.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

22:15 US/Nike Inc, Ergebnis 4Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US 
    15:45 Index Einkaufsmanager Chicago Juni 
          PROGNOSE: 55,0 
          zuvor:    62,7 
 
    16:00 Index des Verbrauchervertrauens Juni 
          PROGNOSE: 94,6 
          zuvor:    93,1 
 
    16:00 Job Openings & Labor Turnover Survey (Jolts) Mai 
 

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

Index                         zuletzt  +/- % 
E-Mini-Future S&P-500        7.504,50   +0,1 
E-Mini-Future Nasdaq-100    30.122,50   +0,2 
S&P/ASX 200 (Sydney)         8.791,40   -0,4 
Topix-500 (Tokio)            4.008,18   +0,7 
Kospi (Seoul)                8.543,38   +1,8 
Shanghai-Composite           4.075,64   +0,0 
Hang-Seng-Index (Hongkong)  22.721,03   -1,3 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Am Dienstag setzt sich an den Börsen in Ostasien und Australien zunächst keine einheitliche Tendenz durch. Stützend wirken die starken US-Vorgaben und ein etwas besser als erwartet ausgefallener chinesischer Industrie-Einkaufsmanagerindex. Allerdings halten sich Anleger in Erwartung des US-Arbeitsmarktberichts für Juni zurück, wie Händler sagen. Die Daten werden am Donnerstag veröffentlicht. Auch die Verhandlungen zur Beendigung des Iran-Kriegs, die im Laufe des Dienstags in Doha wieder aufgenommen werden sollen, ließen die Investoren vorsichtig agieren. Daten zur heimischen Industrieproduktion haben derweil keinen Einfluss auf den japanischen Aktienmarkt. Der die Börse in Sydney tendiert knapp behauptet. Im Protokoll der jüngsten Sitzung der australischen Notenbank warnten die Währungshüter, dass die Inflation noch immer klar über ihrem Ziel liege und der Preisauftrieb im zweiten Quartal noch stärker geworden sein könnte. Das Protokoll impliziere, dass die Reserve Bank of Australia den Zinserhöhungszyklus auch nach drei Zinserhöhungen in diesem Jahr noch nicht für abgeschlossen halte, heißt es.

WALL STREET

INDEX             zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
DJIA            52.182,74   +0,6    +306,63       51.876,11 
S&P-500          7.440,43   +1,2     +86,41        7.354,02 
NASDAQ Comp     25.820,14   +2,1    +522,53       25.297,62 
NASDAQ 100      29.774,75   +2,3    +656,51       29.118,24 
 
                     Montag     Freitag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1.47 Mrd   4,16 Mrd 
Gewinner             1.540      1.797 
Verlierer            1.249        988 
Unverändert             72         74 
 

Fest - Stützend wirkte die Deeskalation im Nahen Osten. Die USA und der Iran hatten eine Einstellung wieder aufgeflammter Gefechte um die Straße von Hormus vereinbart. Die Stimmung im Technologiebereich wurde aufgehellt durch die beiden südkoreanischen Chiphersteller Samsung Electronics und SK Hynix, die umfangreiche neue Investitionen in den Bau von Chip-Produktionsanlagen angekündigt hatten. Applied Materials und Lam Research legten um 10,8 bzw. um 8,4 Prozent zu. Der Kurs des Börsenneulings SpaceX stieg um über 7 Prozent. Die Aktie wird auf Basis eines neu eingeführten Schnellverfahrens nun auch in den Nasdaq-100 aufgenommen. Die am Berichtstag erstmals als Mitglied im Dow-Jones-Index gehandelte Alphabet-Aktie machte einen Satz um 4,8 Prozent nach oben. Den Platz räumen mussten dafür Verizon, für die es um 5,2 Prozent abwärts ging. Dafür dürfte aber mit verantwortlich gewesen sein, dass die britische BT ein Gemeinschaftsunternehmen mit Verizon gründet und Verizon daraus im zweiten Quartal einen Verlust von bis zu 800 Millionen Dollar erwartet. Comcast legten um 4,4 Prozent zu. Der Kabelkonzern plant, seine Sparten NBCUniversal und Sky abzuspalten, um sich auf Telekommunikation zu konzentrieren. Dies führte zur Spekulation, dass Comcast Charter Communications übernehmen könnte. Während Charter um 9,4 Prozent zulegten, gaben Telekomaktien wie AT&T oder T-Mobile US um je gut 4 Prozent nach.

US-ANLEIHEN

            Rendite    +/-  Tageshoch       Tagestief 
2 Jahre        4,10  +0,01       4,12            4,09 
5 Jahre        4,14  +0,01       4,16            4,13 
10 Jahre       4,37  +0,00       4,39            4,36 
 

Die Renditen der US-Staatsanleihen zeigten sich wenig verändert.

DEVISEN

 
DEVISEN                  zuletzt  +/- %      00:00    Mo, 9:10 Uhr  % YTD 
EUR/USD                   1,1391   -0,3     1,1420          1,1405   -3,0 
EUR/JPY                   184,77   -0,1     184,97          184,55   +0,4 
EUR/GBP                   0,8608   -0,0     0,8610          0,8626   -1,2 
USD/JPY                   162,20   +0,2     161,94          161,79   +3,5 
USD/KRW                 1.548,30   +0,5   1.540,79        1.542,40   +7,5 
USD/CNY                   6,7921   -0,0     6,7936          6,7933   -2,9 
USD/CNH                   6,7967   -0,1     6,8004          6,7966   -2,6 
USD/HKD                   7,8424   +0,0     7,8405          7,8429   +0,8 
AUD/USD                   0,6871   -0,2     0,6886          0,6900   +3,0 
NZD/USD                   0,5645   -0,1     0,5649          0,5653   -1,9 
BTC/USD                59.299,17   -1,5  60.223,12       59.957,28  -32,4 
 

Der US-Dollar gab am Montag leicht nach, der Euro kostete zuletzt 1,1425 Dollar. Am frühen Dienstag wertet die japanische Währung derweil zum Dollar auf den tiefsten Stand seit rund 40 Jahren ab. Für einen Dollar werden über 162 Yen gezahlt, was die japanische Finanzministerin veranlasste, ihr Versprechen zu erneuern, übermäßige Schwankungen der japanischen Währung zu stoppen. "Wir werden jederzeit bei Bedarf angemessene Maßnahmen in Bezug auf die Währungen ergreifen", sagte Satsuki Katayama am Dienstag auf einer Pressekonferenz.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle                  zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold                    3.979,04   -0,9     -36,98        4.016,02 
Silber                     57,45   -1,5      -0,85           58,30 
Platin                  1.564,02   -0,7     -10,54        1.574,56 
 

Der Goldpreis fiel stark um 73 Dollar auf 4.015 je Feinunze. Der Markt spiele nachlassende Inflationserwartungen, hieß es mit Blick auf die Beruhigung bei den Ölpreisen. Gold dürfte unter Druck bleiben, weil die geopolitischen Risikoprämien weiter abnähmen und die Erwartungen auf eine geringere energiebedingte Inflation stiegen, so eine Analystin.

ÖL

ROHOEL                   zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex                  70,26   -0,7      -0,49           70,75 
Brent/ICE                  72,26   -1,2      -0,89           73,15 
 

Die Ölpreise stiegen zwar angesichts erneuter Scharmützel um die Straße von Hormus etwas, sie lagen aber weiter nahe an ihrem Niveau von vor Beginn des Iran-Krieges. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent zog um 1,2 Prozent auf knapp 73 Dollar an.

+++++ MELDUNGEN SEIT MONTAG, 20.00 UHR +++++

KONJUNKTUR JAPAN

Die Industrieproduktion ist im Mai gestiegen, wenn auch langsamer als erwartet. Grund dafür sind der andauernde Nahostkonflikt und Sorgen um die Energieversorgung. Die Industrieproduktion stieg um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte damit das gleiche Tempo wie im April. Ökonomen hatten einen Anstieg von 1,1 Prozent prognostiziert.

- Arbeitslosenquote Mai 2,5% (PROG: 2,5%)

EU / CHINA

Die EU und China werden ein System zur Überwachung von Handelsströmen einrichten und streben weitere Gespräche in diesem Herbst an. Das sagte EU-Handelskommissar Maros Sefcovic nach einem Treffen mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao. Die EU will die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Regionen verbessern.

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/gos/flf/cln

(END) Dow Jones Newswires

June 30, 2026 01:41 ET (05:41 GMT)

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