PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
30.06.2026 / 06:19 Uhr
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
KRYPTO-BÖRSEN - Im europäischen Krypto-Geschäft zeigen sich deutlich die vom Ende der Übergangsfrist für die europäischen Krypto-Regeln (Micar) ausgelösten Folgen, nachdem Anbieter wie Binance in Europa kein reguliertes Geschäft mehr anbieten können. OKX, Bitpanda, Coinbase und Bitvavo berichten von spürbaren Zuflüssen je näher die Deadline 1. Juli rückt. Denn wer weiter aktiv handeln will, muss seine Assets zu lizensierten Anbietern übertragen. Die haben Kampagnen aufgesetzt und locken Neukunden zur Migration von Assets mit attraktiven kurzfristigen Konditionen. (Börsen-Zeitung)
ZUCKERSTEUER - Statt einer Sonderabgabe auf Zucker will die schwarz-rote Bundesregierung jetzt doch eine Zuckersteuer erheben. Nach Informationen der Zeitung Welt wird der entsprechende Gesetzentwurf federführend im Finanzministerium von Lars Klingbeil (SPD) ausgearbeitet, nicht mehr im Gesundheitsministerium von Nina Warken (CDU). Der Entwurf soll bereits Anfang kommender Woche vom Kabinett verabschiedet werden. Der Grund für den Schwenk seien verfassungsrechtliche Bedenken, heißt es in Regierungskreisen. Die beiden Ministerien wollten sich auf Anfrage nicht äußern. Da Steuereinnahmen nicht für einen bestimmten Zweck reserviert werden können, sondern in den großen Haushaltstopf fließen, verfolgte die Regierung zwischenzeitlich das Ziel, statt einer Steuer eine Sonderabgabe einzuführen. Dadurch wollte sie sicherstellen, dass die erwarteten Einnahmen in Höhe von 450 Millionen Euro im Jahr tatsächlich zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen und zur Gesundheitsprävention verwendet werden können. (Welt)
PASSIVE AKTIONÄRE - Der Anteil der passiven Anlagestrategien an den Investments im DAX ist 2025 deutlich gestiegen und erreicht inzwischen 27,5 Prozent. Dies ist der einmal pro Jahr vorgelegten Studie "Who owns the DAX" zu entnehmen, die von S&P Global Market Intelligence und dem Deutschen Investor Relations Verband (DIRK) erstellt wird. Damit seien die Kapitalzuflüsse in den DAX erstmals vor allem von ETFs und Indexfonds getragen worden, während im Vorjahr noch aktive Fonds die wichtigste Käufergruppe gewesen seien. Der Zuwachs von 2,5 Prozentpunkten sei zudem größer ausgefallen als der 2024 zu beobachtende Anstieg des Anteils passiver Investoren von 1 Prozentpunkt. Getragen wird dieser Vormarsch passiver Anlagen im DAX aus Nordamerika heraus. Amerikanische ETFs erhöhten ihren Anteil an den DAX-Investments um immerhin 1,6 Prozent. Wie schon in den Vorjahren gehören die Unternehmen im DAX vor allem ausländischen Investoren. (Börsen-Zeitung)
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June 30, 2026 00:18 ET (04:18 GMT)
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