XETRA-SCHLUSS/Knapp behauptet - Deutsche Telekom sehr schwach

29.06.2026 / 17:55 Uhr

DOW JONES--Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag mit leichten Verlusten geschlossen. Der DAX gab um 0,2 Prozent auf 24.627 Punkte nach. Das Umfeld wurde aber insgesamt als konstruktiv beschrieben. Der Ölpreis, auch wenn er zu Wochenbeginn etwas anzog, bewegt sich in der Zwischenzeit wieder auf Niveaus wie zum Zeitpunkt des Beginns des Iran-Kriegs. Die USA und der Iran haben sich darauf geeinigt, die jüngsten tagelangen gegenseitigen Kämpfe um die Straße von Hormus zu beenden und die Friedensgespräche wieder aufzunehmen. Ein US-Beamter sagte, Schiffe würden sich nun wieder durch die Meerenge bewegen. Dem DAX fehle es momentan aber anscheinend an Kurssteigerungsfantasie, so die DZ Bank.

Nicht hilfreich für den DAX war der Einbruch des Schwergewichts Deutsche Telekom. Hintergrund dürfte nach Einschätzung aus dem Handel die geplante Aufspaltung von Comcast sein. Das Mediengeschäft soll abgestoßen werden, übrig bliebe ein reiner Telekom- und Breitbandanbieter. Damit entstünde neue Konkurrenz für die etablierten Platzhirsche in den USA, was auf die Preise drücken dürfte. Deutsche Telekom, die über die Tochter T-Mobile in den USA stark präsent sind, verloren 5,5 Prozent.

Für Heidelberg Materials ging es mit Abschlägen von 9,4 Prozent noch stärker nach unten. RBC Capital hat die Prognosen für das zweite Quartal kräftig gesenkt. Die Analysten erwarten nun nur noch ein organisches Wachstum von 1,3 Prozent, was deutlich unter der Marktschätzung von 3,4 Prozent liegen würde. Auch bei den Umsätzen von 5,68 Milliarden Euro liegt RBC klar unter dem Konsens von 5,88 Milliarden. Die Analysten rechnen zudem mit zunehmendem Margendruck.

Die Aktie von Nagarro haussierte dagegen mit Aufschlägen von 87,7 Prozent auf 75,90 Euro. Den Grund lieferte ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot von 81 Euro pro Aktie von Persistent Systems. Vorstand und Aufsichtsrat von Nagarro unterstützten die Transaktion und empfehlen die Annahme.

VW blieben unter Druck und gaben um 2,7 Prozent nach. VW bleibe eine Baustelle und sei mehr denn je von Europa abhängig, während der Konzern eine weitere Restrukturierungsrunde einleite, so Jefferies, die indes die Kaufempfehlung für das Papier bestätigten, wenngleich bei einem reduzierten Kursziel. Derweil berichtete die "Bild"-Zeitung, dass die Wolfsburger das Projekt des mit Bosch geplanten Autopiloten beende. Der "Rausschmiss von Bosch" ist Teil des aktuellen Rettungsplans, der das Überleben von Volkswagen sichern soll.

Rheinmetall setzten zu einer Erholung an und gewannen 2,6 Prozent. Für Hensoldt ging es 4,1 Prozent nach oben, während Renk 1,3 Prozent gewannen. TKMS legten 3,5 Prozent zu.

Gerresheimer hat zwar nun einen testierten Jahresabschluss 2025 mit "uneingeschränktem Bestätigungsvermerk" erhalten und unter dem Strich einen Verlust verbucht. Der Ausblick für das laufende Jahr wurde im Zuge der Veröffentlichung aber gesenkt. Als Gründe nennt der Verpackungshersteller "kundenseitige Projektverschiebungen", "operative Herausforderungen" unter anderem im Zusammenhang mit Produktionsanläufen sowie das herausfordernde wirtschaftliche Umfeld. Für die Gerresheimer-Aktie ging es dennoch um 5,9 Prozent nach oben.

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Index          zuletzt*  +/- %  +/- % YTD 
DAX              24.627   -0,2        0,6 
DAX-Future       24.785   -0,2        0,6 
XDAX             24.626   -0,2        0,2 
MDAX             31.484   -0,3        2,8 
TecDAX            3.849   -0,3        6,3 
SDAX             17.927   +0,9        4,4 
                zuletzt  +/- Ticks 
Bund-Future      127,37  -10,0 
*gerundet 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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June 29, 2026 11:54 ET (15:54 GMT)

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