MÄRKTE USA/Schwächer - Sorge um OpenAI-Börsengang belastet Techsektor

26.06.2026 / 15:56 Uhr

DOW JONES--An der Wall Street geht es mit den Kursen zum Start in den Freitagshandel nach unten. Vor allem der Technologiesektor neigt zur Schwäche. Hier belastet ein Bericht, wonach das KI-Startup OpenAI seinen geplanten Börsengang in das kommende Jahr hinein verschieben könnte. Überdies geht die Sorge um, ob sich die hohen KI-Investitionen wirklich rechnen. Genährt wurden diese Zweifel schon am Donnerstag von Apple. Der Konzern erhöht aufgrund der stark gestiegenen Speicherchip-Kosten die Verkaufspreise für seine Macs und iPads.

Der Dow-Jones-Index fällt um 0,6 Prozent auf 51.623 Punkte. Der S&P-500 verliert 0,7 Prozent und der Nasdaq-Composite 1,1 Prozent. Mit dem Nasdaq-100 geht es um 1,6 Prozent abwärts.

"Wenn einer der Hyperscaler beginnt, seine Ausgaben zurückzufahren und wenn dessen Aktie dafür belohnt wird - was wahrscheinlich ist -, wird das einen neuen Trend auslösen, KI-Ausgaben zu kürzen. Wir sind noch nicht an diesem Punkt, aber wir nähern uns. Wir würden derzeit keine Big-Tech- oder KI-Aktien kaufen, da ihre Dominanz zu bröckeln beginnt", warnt Marktstratege Richard Reyle von Questar Capital Partners vor einem Ende des KI-Halbleiterbooms an der Börse.

Nachdem Apple am Vortag mit den Preiserhöhungen um gut 6 Prozent abgestürzt sind, erholt sich der Kurs zum Wochenschluss nun um 0,6 Prozent. Die Kurse von Speichertiteln wie Micron Technology und Sandisk geben um 6,3 bzw. 8,7 Prozent nach, Seagate Technology büßen 6 Prozent ein. Hier dürften auch Gewinnmitnahmen im Spiel sein, nachdem Micron am Vortag mit überraschend guten Zahlen und einem starken Ausblick diesem Marktsegment Auftrieb gegeben hatte. Händler sprechen von Sorgen, KI-Hyperscaler könnten ihre Ausgaben aufgrund der hohen Kosten für Speichermedien zurückschrauben. Ebenfalls im Technologiesegment brechen ON Semiconductor um 19 Prozent ein. Der Halbleiterkonzern übernimmt Synaptics (+0,8%) für rund 7 Milliarden Dollar in einer rein auf Aktien fußenden Transaktion.

Die Ölpreise geben deutlicher nach, als sie am Vortag mit den Schlagzeilen über einen iranischen Angriff auf ein unter der Flagge Singapurs fahrendes Frachtschiff in der Wasserstraße von Hormus geklettert waren. "Der jüngste Angriff auf ein Schiff wird den Verkehr wahrscheinlich verlangsamen. Da sich der breitere Markt jedoch auf eine Erholung der Ölflüsse aus der Region konzentriert, scheint die Preisdynamik weiterhin abwärts gerichtet zu sein", befinden die ING-Analysten. Erdöl der Sorte Brent verbilligt sich um 3,6 Prozent je Fass. Die Rohölpreise bewegen sich praktisch auf dem Niveau, auf dem sie vor Beginn des Iran-Kriegs notierten.

Am Anleihemarkt fallen die Renditen überwiegend, die zehnjähriger US-Staatsanleihen zeigt sich kaum verändert bei 4,39 Prozent - begünstigt durch niedrige Ölpreise. Mit den niedrigeren Marktzinsen neigt der Dollar zur Schwäche, der Dollar-Index gibt 0,3 Prozent ab. Die Märkte schraubten ihre Erwartungen einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank zurück, heißt es mit Blick auf die jüngsten PCE-Inflationsdaten. Dies erkläre sinkende Renditen und die Dollar-Schwäche. Der Präsident der New Yorker Fed, John Williams, hält den derzeitigen geldpolitischen Kurs für angemessen, um die Inflation wieder auf das 2-Prozentziel der US-Notenbank zu bringen. Er dämpft damit Zinserhöhungsspekulationen. Fallende Marktzinsen und die Dollar-Schwäche machen Gold attraktiver, die Feinunze verteuert sich um 0,8 Prozent.

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INDEX                    zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
DJIA                   51.622,62   -0,6    -298,00       51.920,62 
S&P-500                 7.307,96   -0,7     -49,53        7.357,49 
NASDAQ Comp            25.085,35   -1,1    -273,26       25.358,60 
NASDAQ 100             28.969,20   -1,6    -471,12       29.440,32 
 
US-Treasuries            Rendite    +/-  Tageshoch       Tagestief 
2 Jahre                     4,09  -0,03       4,13            4,08 
5 Jahre                     4,14  -0,02       4,17            4,13 
10 Jahre                    4,39  +0,00       4,41            4,37 
 
DEVISEN                  zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  Do, 17:30 Uhr 
EUR/USD                   1,1418   +0,4     0,0049          1,1369         1,1386 
EUR/JPY                   184,58   +0,4     0,6400          183,94       184,0600 
EUR/CHF                   0,9219   +0,1     0,0008          0,9211         0,9215 
EUR/GBP                    0,864   +0,3     0,0024          0,8616         0,8615 
USD/JPY                   161,63   -0,1    -0,1500          161,78       161,6300 
GBP/USD                   1,3214   +0,2     0,0023          1,3191         1,3212 
USD/CNY                    6,798   +0,0     0,0004          6,7976         6,7976 
USD/CNH                   6,8052   +0,1     0,0046          6,8006         6,7994 
AUS/USD                   0,6904   -0,1    -0,0004          0,6908         0,6918 
Bitcoin/USD            59.330,96   -0,1     -35,24       59.366,20      59.203,17 
 
ROHOEL                   zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex                  69,75   -3,0      -2,17           71,92 
Brent/ICE                  72,59   -3,6      -2,67           75,26 
 
Metalle                  zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold                    4.059,32   +0,8      33,32        4.026,00 
Silber                     58,41   +0,9       0,54           57,87 
Platin                  1.609,30   +0,5       8,26        1.601,04 
(Angaben ohne Gewähr) 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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June 26, 2026 09:55 ET (13:55 GMT)

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