MÄRKTE USA/Uneinheitlich - Micron-Zahlen und Inflationsdaten lindern Nervosität

25.06.2026 / 16:03 Uhr

DOW JONES--Zu Beginn des Donnerstagshandels lässt sich an den US-Börsen keine einheitliche Tendenz ausmachen. Etwas Rückenwind kommt von Micron Technology und beruhigenden Inflationsdaten. Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,5 Prozent auf 52.089 Punkte. Der S&P-500 sinkt jedoch um 0,2 Prozent. Der Nasdaq-Composite gibt um 0,8 Prozent nach. Für den Nasdaq-100 geht es dagegen um 0,1 Prozent aufwärts.

Der Speicherchiphersteller Micron Technology haucht der KI-getriebenen Rally am Aktienmarkt neues Leben ein. Das Unternehmen hat die Markterwartungen bei praktisch allen wichtigen Finanzkennziffern klar übertroffen und den Ausblick mit einer beeindruckenden Prognose angehoben - die Aktien haussieren um rund 15 Prozent.

Marktakteure werten den Zahlenausweis als Vertrauensbeweis für das Geschäft mit Künstlicher Intelligenz. Die Geschäftszahlen "haben die Hoffnungen auf KI-getriebenes Wachstum neu entfacht und dazu beigetragen, die Angst vor einer möglichen Blase zu zerstreuen", urteilt Marktstratege Henry Allen von der Deutschen Bank. Im Schlepptau von Micron klettern im Sektor Sandisk um 15,4 Prozent, Western Digital um 5,8 Prozent und Qualcomm um 4,6 Prozent.

Ein weiterer den Markt stützender Faktor kommt vom Ölpreis. Denn die Erdölpreise fallen mit Fortschritten bei den Friedensverhandlungen und der offenbar sicheren Passage von Tankern durch die Straße von Hormus. Die Preise bewegen sich wieder auf dem Niveau, auf dem sie vor Ausbruch des Iran-Krieges gelegen hatten. US-Leichtöl der Sorte WTI sinkt unter die Marke von 70 US-Dollar je Fass.

Mit Erleichterung dürften auch Inflationsdaten aufgenommen werden. Der im Zusammenhang mit den Daten zu den Persönlichen Einkommen und Ausgaben veröffentlichte PCE-Index deckte sich im Mai im Großen und Ganzen mit der Konsensschätzung von Volkswirten. Der Index ist das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank. Daneben ist die Beschäftigungslage in den USA noch immer gut: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sank in der vergangenen Woche von einem ohnehin recht niedrigen Niveau noch etwas stärker als angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt der USA wuchs in dritter Lesung im ersten Quartal stärker als erwartet und als zunächst gemeldet. Dagegen fiel der Auftragseingang bei langlebigen Gütern im Mai etwas deutlicher als erwartet, und der Chicago Fed National Activity Index rutschte im Mai geringfügig in negatives Terrain.

Die Inflationsdaten lindern Zinserhöhungsängste, was am Anleihemarkt die Renditen leicht nachgeben lässt. Die Zehnjahresrendite sinkt um 2 Basispunkte auf 4,38 Prozent. Der Dollar gibt anfängliche Gewinne ab und tendiert kaum verändert. Davon profitiert das Gold: Der Preis für die Feinunze steigt um 0,3 Prozent auf 4.013 Dollar. Das Edelmetall, das keine Zinsen abwirft, wird bei fallenden Zinsen für Anleger interessanter.

Am Aktienmarkt schnellen Bio-Techne Corporation um 19 Prozent in die Höhe. Das Life-Science-Unternehmen wird von der deutschen Merck KGaA geschluckt. ARS Pharmaceuticals teilte mit, dass keine privaten Krankenversicherer das Neffy-Nasenspray im aktuellen Versicherungszyklus in ihre Pläne aufgenommen hätten. Die Aktien stürzen um 28 Prozent ab.

MillerKnoll verbuchten im vergangenen Quartal zwar höhere Umsätze, der designierte Interims-CEO Jeff Stutz sagte jedoch, das Unternehmen sei mit den Ergebnissen nicht zufrieden. Anleger sind offenbar anderer Meinung - der Kurs steigt um 17 Prozent. Passage Bio sacken um 21 Prozent ab, das Pharma-Unternehmen fusioniert mit Remix Therapeutics per Aktientausch.

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INDEX                    zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
DJIA                   52.084,67   +0,5    +235,77       51.848,90 
S&P-500                 7.345,24   -0,2     -12,98        7.358,22 
NASDAQ Comp            25.264,74   -0,8    -211,90       25.476,64 
NASDAQ 100             29.243,76   +0,1     +23,71       29.220,06 
 
US-Treasuries            Rendite    +/-  Tageshoch       Tagestief 
2 Jahre                     4,10  -0,04       4,16            4,10 
5 Jahre                     4,14  -0,04       4,20            4,14 
10 Jahre                    4,37  -0,03       4,42            4,36 
 
DEVISEN                  zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  Mi, 19:00 Uhr 
EUR/USD                   1,1364   +0,1     0,0007          1,1357         1,1360 
EUR/JPY                   183,84   +0,1     0,0900          183,75       183,7300 
EUR/CHF                   0,9211   -0,2    -0,0014          0,9225         0,9220 
EUR/GBP                   0,8614   -0,1    -0,0010          0,8624         0,8623 
USD/JPY                   161,76   -0,0    -0,0100          161,77       161,7500 
GBP/USD                   1,3191   +0,2     0,0026          1,3165         1,3170 
USD/CNY                   6,7976   -0,2    -0,0130          6,8106         6,8106 
USD/CNH                   6,8001   -0,2    -0,0123          6,8124         6,8138 
AUS/USD                   0,6896   -0,0    -0,0003          0,6899         0,6900 
Bitcoin/USD            59.427,85   -2,4  -1.473,06       60.900,91      59.831,91 
 
ROHOEL                   zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex                  70,04   -0,4      -0,30           70,34 
Brent/ICE                  73,35   -0,5      -0,39           73,74 
 
Metalle                  zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold                    4.013,06   +0,3      12,64        4.000,42 
Silber                     57,47   +0,1       0,04           57,44 
Platin                  1.585,72   +0,5       7,47        1.578,25 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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