MÄRKTE EUROPA/DAX vor US-Daten gut behauptet - Erholung bei Tech-Werten
25.06.2026 / 10:02 Uhr
DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte sind am Donnerstag mit leichten Gewinnen in den Handel gestartet. Nachdem der DAX am Vortag durch die Kursschwäche der Rheinmetall-Aktie belastet wurde, legt der Index um 0,4 Prozent auf 24.832 Punkte zu. Der Euro-Stoxx-50 gewinnt 0,6 Prozent auzf 6.251 Punkte. Besser als der Gesamtmarkt tendieren die Technologie-Werte mit KI-Bezug. Der europäische Branchenindex der Technologiewerte legt um 2,5 Prozent zu. Nach einem mehrtägigen Ausverkauf sorgen nun herausragende Quartalszahlen und der starke Ausblick des Speicherchip-Herstellers Micron Technology vom Vorabend für eine spürbare Erholung im Sektor. Die Micron-Aktie legte nachbörslich um über 16 Prozent zu.
Auffällig ist die jüngste Euro-Schwäche, er handelt bei 1,1354 Dollar. Der Greenback profitiert unter anderem davon, dass Marktteilnehmer mit zumindest einer Zinsanhebung durch die US-Notenbank in diesem Jahr rechnen. Der politische Druck auf die Fed zu Zinssenkungen scheint zudem nachzulassen, was die Stimmung für den Dollar stützt, so die Analysten von DBS. US-Finanzminister Scott Bessent merkte an, dass US-Präsident Donald Trump erklärt habe, der Fed-Vorsitzende Kevin Warsh werde unabhängig agieren. Die Europäische Zentralbank dagegen dürfte die kommenden zwölf Monate die Leitzinsen bestätigen. Bundesanleihen starten stabil in den Tag, die Rendite der Bonds mit einer Laufzeit von 10 Jahren liegt aktuell bei 2,86 Prozent.
Anleger warten auch auf den am Nachmittag anstehenden bevorzugten Indikator für die monatlichen Preissteigerungen der US-Notenbank für Mai. Der PCE-Deflator wird im Monatsvergleich mit plus 0,3 Prozent und im Jahresvergleich mit plus 3,4 Prozent prognostiziert. Am Markt wird spekuliert, dass der neue Fed-Chef Warsh unter Trump unabhängiger agieren könnte; gleichzeitig preist der Markt eine 40-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im nächsten Monat ein, was den Goldpreis belastet.
Die Ölpreise sinken weiter dank Fortschritten bei den Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran sowie einer Normalisierung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus. So notiert Brent nur noch knapp über der Marke von 70 Dollar je Barrel, WTI bereits knapp darunter. Kupfer und Eisenerz verharren aufgrund hoher Lagerbestände und saisonal schwacher Nachfrage in einer engen Handelsspanne.
Volkswagen verkauft Everllence-Mehrheitsanteil an Bain Capital
Größter Gewinner im DAX sind Infineon mit Plus 5,4 Prozent. Aus dem europäischen Technologie-Sektor gewinnen STMicro 4,1 Prozent, ASML 4,6 Prozent und ASMI 5.7 Prozent. Aixtron steigen um 2,9 Prozent und Suss MIcrotec um 6,6 Prozent.
Volkswagen (+1,3%) hat einen Käufer für einen Mehrheitsanteile an dem Schiffs- und Kraftwerksmotorenbauer Everllence gefunden. Wie der DAX-Konzern mitteilte, verkauft er einen Anteil von 51 Prozent an den Finanzinvestor Bain Capital. Der Erlös von 7,4 Milliarden Euro ergebe sich aus dem Verkauf des 51-Prozent-Anteils und der erwarteten Verschuldung nach Abschluss der Leveraged Buy-out Transaktion. Der Buchwert von Everllence SE in der VW-Bilanz lag zum Stichtag 31. Mai bei rund 3,4 Milliarden Euro. Der Deal wurde erwartet und liefert keinen Impuls für die Aktie.
Der Online-Apothekenbetreiber Docmorris (+5,1%) will seine Kosten durch Kürzungen in der Belegschaft und den Einsatz von künstlicher Intelligenz bis Ende 2027 um mindestens 15 Millionen Franken jährlich reduzieren. Konzernweit sollen dazu rund 100 Vollzeitstellen wegfallen, wie das Unternehmen mitteilte.
Heißes Wetter macht zunehmend der Wirtschaft zu schaffen
In Folge der heißen Temeperaturen in Europa fallen die Pegelstände der Flüsse. Der Blick auf den Rhein zeigt, dass die Pegelstände ab Speyer flussabwärts bereits deutlich unter dem Mittel liegen, Tendenz fallend. Dies dürfte die Schifffahrt in den kommenden Tagen zunehmend einschränken. Zudem ist der Pegelstand der Flüsse in Europa wichtig für die Kühlung der Kraftwerke, vor allem in Frankreich. Auch dort steigen die Temperaturen teils über 40 Grad, niedrige Pegelstände und bereits aufgeheiztes Wasser in der Rhone sorgen dafür, dass die dortigen Atomkraftwerke ihre Leistung herunterfahren müssen. Am Strompreis wird die kommenden Tage abzulesen sein, inwieweit der Solarstrom aus Deutschland dies abfedern kann.
=== INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD Euro-Stoxx-50 6.250,97 +0,6 36,27 6.214,70 7,9 Stoxx-50 5.357,95 +0,5 23,82 5.334,13 8,9 DAX 24.832,49 +0,4 92,13 24.740,36 1,4 MDAX 31.947,29 +0,1 28,04 27.039,42 4,3 TecDAX 3.903,14 +0,5 20,12 3.091,28 7,8 SDAX 17.908,97 -0,3 -54,74 13.062,07 4,3 FTSE 10.467,61 +0,1 5,98 10.461,63 5,4 CAC 8.394,63 +0,1 9,14 8.385,49 3,0 SMI 14.116,94 -0,0 -0,81 14.117,75 6,4 ATX 6.471,42 +0,1 9,02 6.462,40 21,5 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 19:00 Uhr EUR/USD 1,1354 -0,0 -0,0003 1,1357 1,1360 EUR/JPY 183,79 +0,0 0,0400 183,75 183,7300 EUR/CHF 0,9216 -0,1 -0,0009 0,9225 0,9220 EUR/GBP 0,8615 -0,1 -0,0009 0,8624 0,8623 USD/JPY 161,85 +0,1 0,0800 161,77 161,7500 GBP/USD 1,3176 +0,1 0,0011 1,3165 1,3170 USD/CNY 6,8028 -0,1 -0,0078 6,8106 6,8106 USD/CNH 6,8061 -0,1 -0,0063 6,8124 6,8138 AUS/USD 0,6893 -0,1 -0,0006 0,6899 0,6900 Bitcoin/USD 61.785,41 +1,5 884,50 60.900,91 59.831,91 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 69,87 -0,7 -0,47 70,34 Brent/ICE 72,82 -1,3 -0,92 73,74 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 3.976,80 -0,6 -23,62 4.000,42 Silber 56,81 -1,1 -0,63 57,44 Platin 1.558,82 -1,2 -19,43 1.578,25 (Angaben ohne Gewähr) ===
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June 25, 2026 04:01 ET (08:01 GMT)
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