MÄRKTE ASIEN/Stabilisierung nach Technologieausverkauf - Tokio hängt zurück

24.06.2026 / 10:01 Uhr

DOW JONES--Die asiatischen Aktienmärkte haben sich am Mittwoch nach dem Ausverkauf vor allem bei Technologiewerten am Vortag leicht erholt. Während der besonders heftig unter die Räder geratene Kospi in Südkorea wieder 3,3 Prozent aufholte, ging es in Tokio aber weiter abwärts. Laut Marktbeobachtern hatte ein Bericht in Südkorea die Verluste am Vortag im Technologiesektor verstärkt, in dem die Expansion der KI-Speicherproduktion heimischer Hersteller in Frage gestellt wurde. Daneben wurde auf Sorgen über die Bewertungen von KI-Aktien als Belastungsfaktor genannt.

In Tokio verlor der Topix 0,7 Prozent. Hier könnte das Protokoll der jüngsten Notenbanksitzung gebremst haben. Demnach wurde dabei die Notwendigkeit betont, die Zinssätze in einem stetigen Tempo anzuheben. Dem Yen halfen die falkenhaften Aussagen nicht.

Japanische Aktien könnten bis zum Jahresende stärker steigen als bisher angenommen, so die Strategen der Bank of America: "Die Haupttreiber sind eine stärker als erwartet gestiegene Expansion der KI-Nachfrage und eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass die Straße von Hormus offen bleibt".

In Hongkong lag der HSI im späten Geschäft 0,4 Prozent höher, der Shanghai-Composite gewann 0,1 Prozent. Die Zentralbank hatte zum dritten Mal in Folge einen schwächeren Renminbi-Mittelwert gegenüber dem US-Dollar festgestellt - trotz ausländischer Kritik an einer möglichen Unterbewertung des Renminbi.

Der australische S&P/ASX-200 stieg um 0,2 Prozent. Der Leitindex hatte zuletzt aufgrund schwacher Rohstoffaktien nachgegeben. Leicht stützend wirkte, dass sich der Anstieg der australischen Verbraucherpreise im Mai abgeschwächt hat, während die Kerninflation jedoch weiter anzog.

in AktienrückkaufprograMit Taiwan Semiconductor Manufacturing verlor ein Technologie-Branchenriese in Taiwan 4 Prozent. Die Aktie hatte sich allerdings am Vortag dem Ausverkauf weitgehend entzogen. In Seoul erholten sich Samsung Electronics um 9,8 Prozent - gestützt durch einen Bericht, wonach das Unternehmen möglicherweise ein Aktienrückkaufprogramm ankündigen könnte. Im Chipsektor erholten sich darüber hinaus SK Hynix, aber nur um knapp 1 Prozent. Zwischenzeitlich hatte der Wert erneut deutlich nachgegeben.

Angesichts der Volatiliät von KI-Aktien und der immer wieder belastenden Zweifel an der Nachhaltigkeit der KI-Rally dürften die Geschäftszahlen des Speicherchipherstellers Micron Technology nach Börsenschluss in den USA am Mittwoch besondere Aufmerksamkeit finden. Die Marktteilnehmer suchen Antworten auf die Frage, ob es eine KI-Blase gibt oder die Bewertungen gerechtfertigt sind.

Das Börsenbarometer in Indonesien sackte um 2,8 Prozent ab. Zwar behält Indonesien seinen Status als Schwellenland und ist einer Abstufung durch den Indexanbieter MSCI entgangen, der Indexanbieter hat seine Entscheidung aber nur verschoben.. Zunächst dürfte damit aber ein Kapitalabfluss aus Indonesien abgewendet werden, vor dem Analysten gewarnt hatten. Ohne eine drastische Wende in der Politik hin zu einem anlegerfreundlicheren Kurs bezweifeln Analysten jedoch, dass die größte Volkswirtschaft Südostasiens ihren Status in den Augen ausländischer Marktteilnehmer wiedererlangen könne.

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INDEX                       zuletzt  +/- %      % YTD  Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)       8.808,40   +0,2       +1,1           08:00 
Nikkei-225                69.174,97   -0,9        -             08:00 
Topix 500 (Tokio)          3.101,75   -0,7      +16,6           08:00 
Kospi (Seoul)              8.471,02   +3,3     +101,0           08:30 
Hang-Seng (Hongkong)      23.431,58   +0,4       -8,6           10:00 
Shanghai-Composite         4.110,81   +0,1       +3,6           09:00 
Straits-Times (Singapur)   5.214,23   +0,2      +12,2           11:00 
IDX Comp. (Indonesien)     5.928,11   -2,8      -31,4           10:00 
KLCI (Malaysia)            1.686,81   +0,4       +0,4           10:00 
 
DEVISEN                     zuletzt  +/- %      00:00        Di, 9:40  % YTD 
EUR/USD                      1,1356   -0,2     1,1381          1,1416   -3,3 
EUR/JPY                      183,62   -0,1     183,85          184,41   -0,2 
EUR/GBP                      0,8608   -0,1     0,8619          0,8627   -1,2 
USD/JPY                      161,67   +0,1     161,57          161,52   +3,2 
USD/KRW                    1.544,32   +0,8   1.532,51        1.538,10   +7,2 
USD/CNY                      6,8035   +0,2     6,7900          6,7844   -2,7 
USD/CNH                      6,8081   +0,2     6,7946          6,7872   -2,4 
USD/HKD                      7,8402    0,0     7,8405          7,8400   +0,8 
AUD/USD                      0,6904   -0,1     0,6914          0,6950   +3,5 
NZD/USD                      0,5651   -0,3     0,5667          0,5686   -1,8 
BTC/USD                   62.629,97   +0,4  62.389,05       62.876,85  -28,6 
 
ROHÖL                       zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex                     72,24   -1,3      -0,97           73,21 
Brent/ICE                     76,19   -1,2      -0,89           77,08 
 
Metalle                     zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold                       4.082,74   -0,6     -25,61        4.108,35 
Silber                        61,75   -0,5      -0,28           62,03 
Platin                     1.643,44   -0,5      -8,36        1.651,80 
(Angaben ohne Gewähr) 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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