PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
23.06.2026 / 06:50 Uhr
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
DFB - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird sich auf Verbandsebene nicht für externe Investoren öffnen. "Externe Investoren wird es bei der DFB GmbH & Co. KG selbst nicht geben", sagte Holger Blask, Generalsekretär des DFB und Vorsitzender der Geschäftsführung, dem Handelsblatt. Auf Ebene einzelner Tochtergesellschaften, etwa bei Digitalisierungsthemen, könne eine Zusammenarbeit mit Dritten "in bestimmten Fällen denkbar sein", sofern sie "einen klaren strategischen Mehrwert" bringe. (Handelsblatt)
BUNDESBANK - Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz fordert breite europäische Antwort auf US-Stablecoins. Stablecoins, die fast ausschließlich auf dem US-Dollar basieren, gewinnen derzeit rasant an Bedeutung und Balz sieht Europa deshalb unter Zugzwang. "Mit Blick darauf sollte Europa eigene, private und öffentliche Lösungen ermöglichen und stärken", sagte er im Interview mit dem Platow Brief. (Platow Brief)
BUNDESBANK - In den Vorstand der Bundesbank wird erstmals ein Parteimitglied der Grünen einziehen. Philipp Nimmermann, unter Robert Habeck Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, wird Nachfolger von Burkhard Balz (CDU). Das erfuhr das Handelsblatt aus Regierungskreisen in Baden-Württemberg. Balz ist seit September 2018 bei der Bundesbank. Seine achtjährige Amtszeit endet im August. Der frühere Europapolitiker verantwortet die Themen Bargeld, digitaler Euro und Zahlungsverkehr. (Handelsblatt)
KLEINBANKENREGIME - Bankenaufsicht und Prüfer sollten schon vor möglichen regulatorischen Änderungen für mehr Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Banken sorgen. Davon zeigt sich Thomas A. Lange im Interview mit der Börsen-Zeitung überzeugt. Es geht ihm um die Haltung von Aufsicht und Prüfern, im bestehenden System Verhältnismäßigkeit zu leben. Sie dürften sich nicht auf Vorgaben und Standards zurückziehen. "Insofern bedarf es einer Proportionalitätskultur", sagte der Vorstandsvorsitzende der NationalBank in Essen und Vorsitzende der Arbeitgebervereinigung AGV Banken. "Daran fehlt es viel zu häufig". (Börsen-Zeitung)
MINIJOBS - Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm begrüßt die Pläne der Rentenkommission, Minijobs weitgehend abzuschaffen. "Die Rentenkommission greift viele Vorschläge auf, die die Tragfähigkeit der Rentenversicherung tatsächlich steigern würden: die Kopplung des Renteneintrittsalters an die längere Lebenserwartung, die Abschaffung der Rente ab 63. Richtig wäre auch eine Abschaffung der Minijobs für alle Gruppen bis auf die Studierenden, da dies vor allem die Arbeitsanreize für Geringverdiener massiv erhöhen würde", sagte Grimm der Rheinischen Post. (Rheinische Post)
FOSSILE BRENNSTOFFE - Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Mauderer sieht angesichts des durch den Irankrieg ausgelösten Energiepreisschocks die dringende Notwendigkeit, Europas Abhängigkeit von fossilen Importen durch eine beschleunigte Energiewende und den zügigen Ausbau der Netzinfrastruktur zu reduzieren. So soll die Wettbewerbsfähigkeit zukunftsweisender, energieintensiver Branchen wie der Künstlichen Intelligenz gesichert werden. "Es braucht deutlich mehr Tempo bei der Energiewende in Europa", sagte sie im Interview mit dem Handelsblatt. (Handelsblatt)
LEONARDO - Der neue CEO des italienischen Rüstungskonzerns Leonardo ist offen dafür, dass Deutschland sich einem Programm zur Entwicklung eines Kampfflugzeugs der nächsten Generation gemeinsam mit Italien, Großbritannien und Japan anschließt. Berlin hat sich vor Kurzem aus einem konkurrierenden Projekt mit Frankreich und Spanien zurückgezogen. Eine deutsche Beteiligung am "Global Combat Air Programme" würde das Projekt zwar verzögern, aber langfristig Vorteile bringen, sagte Lorenzo Mariani der Financial Times. "Ich würde mich freuen, wenn sich Teile der deutschen Industrie unseren Aktivitäten anschließen würden", sagte er. Diese Programme sind investitionsmäßig immer sehr anspruchsvoll. Normalerweise verbrauchen sie mehr Mittel, als man zu Beginn einkalkuliert hat. Daher wäre es gut, einen weiteren Partner zu haben, der sowohl über finanzielle Mittel als auch über industrielle Kompetenz verfügt." (Financial Times)
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