MÄRKTE USA/Friedensabkommen in Nahost stützt Wall Street

18.06.2026 / 16:22 Uhr

DOW JONES--Die US-Börsen überwinden am Donnerstag den Schrecken wegen überraschend falkenhafter Ausführungen des neuen US-Notenbankgouverneurs Kevin Warsh vom Vorabend. Gestützt wird die Wall Street durch die Absichtserklärung zur Beendigung des Iran-Kriegs. Denn der Iran und die USA unterzeichneten - zwei Tage früher als geplant - die Grundsatzvereinbarung. Die Details der Vereinbarung zeigen allerdings, dass einige der früheren roten Linien der Regierung von US-Präsident Donald Trump ignoriert wurden, wie die Analysten von Jefferies anmerken. Das lasse Zweifel an der Lebensdauer der Vereinbarung aufkommen. Doch sehen Händler in der Bereitschaft zu Kompromissen auch eine Chance auf eine dauerhafte Einigung, denn die eigentlichen Verhandlungen beginnen nun erst.

Im frühen Geschäft steigt der Dow-Jones-Index um 0,5 Prozent auf 51.725 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite ziehen um je 0,7 Prozent an. Etwas Volatilität könnte der Große Verfall in den Markt bringen, der wegen des Feiertags Juneteenth am Freitag vorgezogen wird. Etwas gestützt wird die Stimmung auch von positiven Daten: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in der vergangenen Woche gesunken - in etwa im prognostizierten Rahmen. Darüber hinaus hat sich die Industrieaktivität in der von der Philadelphia Fed abgedeckten Region im Juni ausgeweitet. Der "Philly-Fed-Index" stieg deutlich und dazu auch stärker als gedacht.

Anleger hoffen, dass der 14-Punktepan zur zügigen Wiedereröffnung der Straße von Hormus führen wird. Daher geben die Ölpreise nach. Das Barrel Brent verbilligt sich um 3 Prozent. Drei unter saudischer Flagge fahrende Öltanker haben derweil die Straße von Hormus durchquert. Gedrückt werden die Ölpreise auch von der Annahme, dass sich die iranische Ölförderung schneller erholen dürfte als die der benachbarten Golfstaaten, wie Kepler-Analyst Homayoun Falakshahi anmerkt.

Am Anleihemarkt sinkt die Zehnjahresrendite um 3 Basispunkte auf 4,43 Prozent. Fallende Ölpreise dämpfen die Inflationssorgen und damit auch den Zinserhöhungsdruck der Fed. Zinserhöhungen durch die US-Notenbank sind nach der ersten Sitzung unter Leitung von Fed-Chairman Kevin Warsh aus Sicht von Goldman-Sachs-Volkswirt David Mericle zwar wahrscheinlicher geworden, sind aber noch nicht das Basisszenario von Goldman. Am Devisenmarkt hallen die falkenhaften Worte von Warsh noch nach, der Dollarindex steigt um 0,5 Prozent auf ein 11-Wochenhoch. Der Goldpreis bewegt sich kaum.

Am Aktienmarkt springen Intel um 8,1 Prozent nach oben. US-Präsident Trump sagte, dass der Chiphersteller einen Deal mit Apple gewonnen habe. Apple steigen um 1,1 Prozent, der scheidende CEO Tim Cook erklärte, der iPhone-Hersteller müsse die Preise erhöhen, um die steigenden Kosten für Speicherchips auszugleichen. Micron Technology steigen 6,1 Prozent und steuern auf Rekordhoch zu.

Accenture stürzen um 15,1 Prozent ab, nachdem der Beratungskonzern durchwachsene Dittquartalszahlen vorgelegt hat. Die Wachstumserwartungen für das Geschäftsjahr wurden gesenkt. Das Unternehmen kündigte außerdem drei Übernahmen an. Rumble ziehen um 3,9 Prozent an, die Video-Plattform ändert ihren Namen und passt ihre Unternehmensstruktur im Zuge einer KI-Neuausrichtung an. Kroger verlieren 7,2 Prozent, die Supermarktkette verdiente weniger als erwartet. Smith & Wesson Brands schnellen um 19,6 Prozent nach oben. Das Unternehmen hat dank neuer Produkte den Umsatz im vierten Geschäftsquartal um 27 Prozent gesteigert und auch einen höheren Gewinn verzeichnet.

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INDEX                    zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
DJIA                   51.724,60   +0,5    +232,05       51.492,55 
S&P-500                 7.469,84   +0,7     +49,74        7.420,10 
NASDAQ Comp            26.204,28   +0,7    +182,62       26.021,66 
NASDAQ 100             30.107,52   +1,5    +436,57       29.670,95 
 
US-Treasuries            Rendite    +/-  Tageshoch       Tagestief 
2 Jahre                     4,16  -0,01       4,22            4,15 
5 Jahre                     4,21  -0,02       4,27            4,21 
10 Jahre                    4,43  -0,03       4,48            4,43 
 
DEVISEN                  zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  Mi, 18:24 
EUR/USD                   1,1471   -0,2    -0,0028          1,1499     1,1590 
EUR/JPY                   184,56   -0,1    -0,1900          184,75   185,7100 
EUR/CHF                   0,9214   +0,2     0,0017          0,9197     0,9192 
EUR/GBP                   0,8665   +0,2     0,0014          0,8651     0,8653 
USD/JPY                   160,87   +0,2     0,2400          160,63   160,2200 
GBP/USD                   1,3235   -0,4    -0,0056          1,3291     1,3391 
USD/CNY                    6,771   +0,2     0,0133          6,7577     6,7577 
USD/CNH                   6,7728   -0,1    -0,0032          6,7760     6,7594 
AUS/USD                   0,7023   +0,1     0,0009          0,7014     0,7069 
Bitcoin/USD            63.825,35   -0,8    -536,77       64.362,12  65.847,36 
 
ROHÖL                    zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex                  73,85   -3,8      -2,94           76,79 
Brent/ICE                  77,16   -3,0      -2,39           79,55 
 
Metalle                  zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold                    4.252,09   -0,1      -5,59        4.257,68 
Silber                     66,75   -1,8      -1,24           67,99 
Platin                  1.717,62   -1,1     -19,19        1.736,81 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/mpt

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June 18, 2026 10:21 ET (14:21 GMT)

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