MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

04.06.2026 / 07:36 Uhr

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

FREITAG: In Kopenhagen bleiben die Börsen wegen des Verfassungstags geschlossen.

+++++ TAGESTHEMA +++++

Wie von Indexexperten erwaretet, steigt die Hochtief-Aktie in den DAX auf. Sie ersetzt dort das Papier der Porsche Holding SE. Wie der Indexbetreiber Stoxx am Mittwochabend weiter mitteilte, kommt es ab dem 22. Juni auch zu folgenden Änderungen in den Indizes MDAX, SDAX und TecDAX:

++++++ DAX ++++++ 
- AUFNAHME 
  Hochtief 
- HERAUSNAHME 
  Porsche Automobil Holding SE 
++++++ MDAX ++++++ 
- AUFNAHME 
  Elmos Semiconductor 
  Porsche Automobil Holding SE 
  Siltronic 
  Suss Microtec 
- HERAUSNAHME 
  Hochtief 
  Jungheinrich 
  Redcare Pharmacy 
  Ströer 
  +++++++ SDAX ++++++ 
- AUFNAHME 
  Asta Energy Solution 
  Basler AG 
  Jungheinrich 
  LPKF Laser & Electronics 
  Redcare Pharmacy 
  Ströer 
  Vincorion 
- HERAUSNAHME 
  Adesso 
  Borussia Dortmund 
  Elmos Semiconductor 
  ProSiebenSat.1 Media 
  Siltronic 
  Suss Microtec 
  Verve Group 
++++++++ TecDAX +++++ 
- AUFNAHME 
  PVA TePla 
  Verbio 
- HERAUSNAHME 
  1&1 AG 
  Nagarro SE 
 

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

10:00 DE/Auto1 Group SE, HV

14:15 DE/Commerzbank AG, CEO Orlopp bei Goldman-Sachs-Veranstaltung

DIVIDENDENABSCHLAG

(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)

Unternehmen              Dividende 
Adesso                   0,78 EUR 
Cewe Color               3,00 EUR 
DWS                      3,00 EUR 
Evonik                   1,00 EUR 
Hamborner REIT           0,38 EUR 
Indus                    1,30 EUR 
Instone Real Estate      0,43 EUR 
Leifheit                 0,50 EUR 
MBB Industries           1,21 EUR 
Procredit Holding        0,47 EUR 
Salzgitter               0,20 EUR 
Ströer                   1,85 EUR 
Suss Microtec            0,04 EUR 
 

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- EU 
    11:00 Einzelhandelsumsatz April 
          Eurozone 
          PROGNOSE:  -0,3% gg Vm 
          zuvor:     -0,1% gg Vm 
- US 
    14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) 
          PROGNOSE:  215.000 
          zuvor:     215.000 
 
          Produktivität ex Agrar (2. Veröffentlichung) 1Q 
          annualisiert 
          PROGNOSE:    1. Quartal: +0,5% gg Vq 
          1. Veröff.:  1. Quartal: +0,8% gg Vq 
          zuvor:       4. Quartal: +1,6% gg Vq 
          Lohnstückkosten 
          PROGNOSE:    1. Quartal: +2,4% gg Vq 
          1. Veröff.:  1. Quartal: +2,3% gg Vq 
          zuvor:       4. Quartal: +4,6% gg Vq 
          durchschnittliche Stundenlöhne 
          PROGNOSE:  +0,3% gg Vm/+3,4% gg Vj 
          zuvor:     +0,2% gg Vm/+3,6% gg Vj 
 

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell: 
                            zuletzt  +/- % 
DAX Futures               24.775,00   -0,3 
E-Mini-Future S&P-500      7.542,25   -0,4 
E-Mini-Future Nasdaq-100  30.477,50   -0,5 
Topix (Tokio)              3.955,18   -1,0 
Hang-Seng (Hongk.)        25.281,92   -1,4 
Shanghai-Comp.             4.054,55   -0,7 
 
Mittwoch: 
INDEX               zuletzt  +/- % 
DAX               24.795,94   -1,3 
DAX-Future        24.737,00   -1,7 
XDAX              24.710,19   -0,3 
MDAX              32.736,35   -0,6 
TecDAX             4.185,73   -1,2 
SDAX              18.769,86   -1,4 
Euro-Stoxx-50      6.053,57   -0,9 
Stoxx-50           5.152,04   -0,7 
Dow-Jones         50.687,07   -1,2 
S&P-500            7.553,68   -0,7 
Nasdaq Composite  26.853,98   -0,9 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Mit leichten Kursverlusten werden Europas Börsen am Donnerstag erwartet. Der Feiertag in Deutschland dürfte für einen insgesamt ruhigen Handel sorgen. Angesichts einer dünnen Nachrichtenlage dürften Schlagzeilen vom Persischen Golf die Kursrichtung vorgeben. Hier gibt es weiter kaum Verlässliches zum Stand der US-iranischen Gespräche. Für Gesprächsstoff sorgt das wieder von der US-Regierung aufgemachte Zoll-Thema. Sie warnt vor neuen Zöllen von mindestens 10 Prozent gegen viele Handelspartner, weil diese angeblich das Problem der Zwangsarbeit nicht ausreichend angingen.

Rückblick: Schwächer - Die sich ausweitenden Kampfhandlungen zwischen dem Iran und den USA und neue Zolldrohungen von US-Präsident Trump belasteten die Stimmung. Akzo Nobel brachen um 17,2 Prozent ein, nachdem Sherwin-Williams und Nippon Paint Holdings ihre Bemühungen um eine gemeinsame Übernahme des Lackherstellers aufgegeben hatten. In Zürich sackten Partners Group um 16,3 Prozent auf ein Sechsjahrestief ab, nachdem der Vermögensverwalter Rückzahlungen aus einem seiner Fonds gedeckelt hatte. Wie Bloomberg berichtete, begründete Partners Group das Rücknahmelimit mit einem sprunghaften Anstieg von Investoren, die ihr Geld aus dem Fonds abziehen wollen. Das schürte Sorgen über die Kreditqualität in den Portfolios. Der Ausverkauf weitete sich auch auf andere europäische und US-Investmentgesellschaften aus. EQT verloren 6,9 Prozent. Softwareaktien, die zuletzt ein Lebenszeichen von sich gegeben hatten, wurden wieder verkauft, weil wieder Sorgen vor disruptiven KI-Wirkungen dominierten. SAP verloren 4,3, Nemetschek 5,2 und Atoss Software 4,7 Prozent. In London verloren Sage 2,0 Prozent, in Paris Dassault Systemes 2,1 Prozent.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Schwach - Die zuletzt gemiedenen Versorgeraktien wurden gekauft: RWE stiegen um 3,7 Prozent und Eon um 1,7 Prozent. Der Verkauf des Automotive-Sparte stützte die Rheinmetall-Aktie etwas, sie verteuerte sich um 0,9 Prozent. Über eine Trennung von der Sparte wurde seit langem spekuliert. Rheinmetall wird damit zum reinen Rüstungsplayer. Ströer fielenn nach einer Abstufung auf "Sell" durch Goldman Sachs um 5 Prozent. Bei Douglas ging es um 2,6 Prozent aufwärts, nachdem Berenberg die Beobachtung der Aktie mit einer Kaufempfehlung aufgenommen hatte.

XETRA-NACHBÖRSE

Commerzbank zeigten sich unauffällig nach der Mitteilung, die Angaben der übernahmewilligen Unicredit über angediente Aktien und Finanzinstrumente von der Finanzaufsicht prüfen lassen zu wollen.

USA - AKTIEN

Leichter - Die Rekordserie der Vortage endete. Bremsend wirkte, dass ein Ende des Iran-Kriegs in weitere Ferne gerückt zu sein scheint, nachdem sich erneut die Streitkräfte von USA und Iran Gefechte geliefert hatten. Unter Druck standen Aktien von Fondsbetreibern, nachdem der schweizerische Vermögensverwalter Partners Group Rückzahlungen aus einem seiner Fonds gedeckelt hatte, um den Kapitalabzug zu bremsen. Blackstone verloren 4,0, , KKR 4,1, Ares 4,0 und Blue Owl 3,8 Prozent. Marvell verteuerten sich um weitere 3,7 Prozent, nachdem sie am Vortag einen Sprung von über 30 Prozent gemacht hatten. Die Chipaktie profitierten weiter von Aussagen des Nvidia-Chefs, der Marvell einen Börsenwert von 1 Billion Dollar zutraut. Nach Vorlage überzeugender Geschäftszahlen gewannen Gamestop 6,1 Prozent. Für Palo Alto Networks ging es um 5,6 Prozent abwärts, obwohl das Cyber-Sicherheitsunternehmen überraschend gute Geschäftszahlen vorgelegt hatte. Hier dürften auch Gewinne mitgenommen worden sein, nachdem sich die Aktie seit Mitte April fast verdoppelt hat. Applied Aerospace & Defense absolvierten ihr Börsendebüt, der Kurs fiel um 5 Prozent.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries            Rendite    +/-  Tageshoch       Tagestief 
2 Jahre                     4,08  +0,03       4,10            4,05 
5 Jahre                     4,21  +0,03       4,23            4,18 
10 Jahre                    4,49  +0,03       4,50            4,45 
 

Mit den Ölpreisen stiegen die Inflationssorgen, was am Anleihemarkt die Renditen nach oben trieb. Für den Anstieg sorgten daneben stark ausgefallene Konjunkturdaten.

+++++ DEVISENMARKT +++++

               zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag      Mi, 17:10 
EUR/USD         1,1604   +0,1    0,0009          1,1595         1,1602 
EUR/JPY         185,59   -0,0   -0,0400        185,6300       185,6400 
EUR/CHF         0,9178   -0,1   -0,0008          0,9186         0,9173 
EUR/GBP         0,8645   +0,0    0,0003          0,8642         0,8640 
USD/JPY          159,9   -0,1   -0,1300        160,0300       159,9900 
GBP/USD         1,3419   +0,0    0,0003          1,3416         1,3426 
USD/CNY         6,7765   +0,1    0,0073          6,7692         6,7692 
USD/CNH         6,7777   -0,0   -0,0025          6,7802         6,7765 
AUS/USD         0,7123   -0,1   -0,0005          0,7128         0,7139 
Bitcoin/USD  63.989,73   -1,4   -916,62       64.906,35      66.504,92 
 

Der Dollar zog mit den Marktzinsen etwas an. Der Dollarindex stieg um 0,3 Prozent.

+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

           zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold      4.474,33   +1,0     42,55        4.431,78 
Silber       73,34   +0,9      0,64           72,70 
Platin    1.878,35   +1,0     19,20        1.859,15 
 

Der Goldpreis gab im US-Handel angesichts des festeren Dollar und gestiegener Marktzinsen um 0,9 Prozent nach.

ÖL

             zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex      95,38   -0,7     -0,64           96,02 
Brent/ICE      97,19   -0,6     -0,62           97,81 
 

Mit der Eskalation im Nahen Osten zogen die Ölpreise an. Das Barrel Brentöl verteuerte sich um 2,1 Prozent. Zudem hatten sich die Rohöllagerbestände in den USA auf Wochensicht deutlicher verringert als gedacht.

+++++ MELDUNGEN SEIT MITTWOCH 17.30 UHR +++++

USA - Konjunktur

US-Unternehmen hatten laut dem Konjunkturberticht Beige Book der US-Notenbank auch im dritten Monat des Iran-Konflikts mit energiebedingten Preissteigerungen und wirtschaftlicher Unsicherheit zu kämpfen. Sie seien zu Beginn dieses Jahres zwar stabil, aber vorsichtig gestartet. Die höheren Energiepreise hätten die Inflationserwartung der Verbraucher verschlechtert und die Verbraucherstimmung seit Beginn des Konflikts Ende Februar auf Rekordtiefs gedrückt. Die meisten Distrikte meldeten im Mai eine höhere Inflation als im vorangegangenen Bericht. Während Ökonomen beobachten, ob die Unternehmen ihre Kosten an die Verbraucher weitergeben werden, stiegen die Kosten für Vorleistungen ohne Arbeitskosten schneller als die Verkaufspreise. Dies trug zu größeren Sorgen über eine Margenkompression bei.

COMMERZBANK

will die Angaben der übernahmewilligen Unicredit über angediente Aktien und Finanzinstrumente prüfen lassen und stellt dazu der Finanzaufsicht Bafin die relevanten öffentlich verfügbaren Informationen sowie ihre eigene Analyse und Erkenntnisse zur Verfügung. Die Bank warnt vor möglicherweise irreführenden Unicredit-Angaben und "spricht sich für eine umfassende Prüfung des Sachverhalts aus, um dem Markt ein vollständiges Bild zu geben."

OMV

begibt neue unbefristete, nachrangige Hybridschuldverschreibungen mit einem Volumen von 750 Millionen Euro. Die Papiere haben keinen Endfälligkeitstag und werden bis zum 10. Dezember 2032 mit einem festen Zinssatz von 4,375 Prozent pro Jahr verzinst.

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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June 04, 2026 01:35 ET (05:35 GMT)

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