XETRA-SCHLUSS/DAX fällt unter 25.000 - USA mit neuen Zolldrohungen

03.06.2026 / 17:50 Uhr

DOW JONES--Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch mit Verlusten geschlossen. Der DAX gab 1,3 Prozent auf 24.796 Punkte nach. Die sich ausweitenden Kampfhandlungen zwischen dem Iran und den USA belasteten die Stimmung. Die USA und der Iran hatten sich am Vortag gegenseitig angegriffen, nachdem die USA einen leeren Öltanker außer Gefecht gesetzt hatten, der nach ihren Angaben versucht hatte, ihre Blockade zu durchbrechen. Die zwischen beiden Ländern vereinbarte Waffenruhe wurde damit erneut auf eine harte Probe gestellt. Über den Fortgang der Gespräche über eine Ende der Auseinandersetzungen im Nahen Osten gab es keine neuen Erkenntnisse.

Daneben haben die USA neue Zölle von mindestens 10 Prozent auf Importe aus vielen ihrer Partnerländer angedroht. Grund dafür ist ein angebliches Versäumnis dieser Länder, gegen Zwangsarbeit vorzugehen. Dies ist der jüngste Schritt der Trump-Regierung, um Abgaben zu ersetzen, die Anfang des Jahres vom Obersten Gerichtshof gekippt worden waren. Europäische Erzeugerpreise setzten am Markt keine Akzente, genauso wenig wie besser als erwartet ausgefallene ADP-Arbeitsmarktdaten aus den USA. Auch der Service-ISM-Index für Mai aus den USA fiel über der Prognose aus.

Softwareaktien, die zuletzt ein Lebenszeichen von sich gegeben hatten, wurden verkauft. Die Erholung trägt damit zunehmend die Züge einer Bullenfalle. SAP verloren 4,3 Prozent, Nemetschek 5,2 Prozent und Atoss Software 4,7 Prozent. Die zuletzt gemiedenen Versorgeraktien wurden dagegen wieder gekauft: RWE stiegen um 3,7 Prozent und Eon um 1,7 Prozent.

Der Verkauf des Automotive-Sparte stützte die Rheinmetall-Aktie etwas. Über eine Trennung von der Sparte wurde seit langem spekuliert. Rheinmetall wird damit zum reinen Rüstungsplayer. Die Autosparte geht für 350 Millionen Euro an AEQUITA. Bereits seit der Berichterstattung für das vierte Quartal 2025 ist die Division Power Systems, die 2025 einen Umsatz von rund 2 Milliarden Euro erwirtschaftete, als "nicht fortgeführte Aktivität" des Konzerns klassifiziert. In diesem Zusammenhang ist für den nicht fortgeführten Geschäftsbereich eine weitere nicht zahlungswirksame Wertberichtigung in der Größenordnung von rund 200 Millionen Euro zu erfassen. Rheinmetall gewannen 0,9 Prozent.

Wie vom Handel erwartet schlugen angesichts der überschaubaren Unternehmensnachrichten die Umstufungen durch Analysten kräftig durch: So fielen Ströer nach einer Abstufung auf "Sell" durch Goldman Sachs um 5 Prozent. Bei Douglas ging es umgekehrt um 2,6 Prozent aufwärts, nachdem Berenberg die Beobachtung mit einer Kaufempfehlung aufgenommen hatte.

Index          zuletzt*  +/- %  +/- % YTD 
DAX              24.796   -1,3        1,3 
DAX-Future       24.825   -1,2        1,9 
XDAX             24.798   -1,1        0,9 
MDAX             32.736   -0,6        6,9 
TecDAX            4.186   -1,2       15,6 
SDAX             18.770   -1,4        0,0 
zuletzt       +/- Ticks 
Bund-Future      125,45  -59,0 
*gerundet 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/cln

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June 03, 2026 11:49 ET (15:49 GMT)

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