MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Verluste aus - Online-Apotheken sehr fest

03.06.2026 / 13:55 Uhr

DOW JONES--Europas Börsen bauen die Verluste bis Mittwochmittag aus. Die andauernden Scharmützel zwischen dem Iran und den USA belasten die Stimmung. Die USA und der Iran hatten sich am Dienstag gegenseitig angegriffen, nachdem die USA einen leeren Öltanker außer Gefecht gesetzt hatten, der nach ihren Angaben versucht habe, ihre Blockade zu durchbrechen. Die zwischen beiden Ländern vereinbarte Waffenruhe wird damit erneut auf die Probe gestellt. Über den Fortgang der Gespräche über eine Ende der Auseinandersetzungen im Nahen Osten gibt es derweil keine neue Erkenntnisse. Derweil sind die Erzeugerpreise der Industrie in der Eurozone im April spürbar gestiegen. Die Preise auf der Erzeugerstufe kletterten im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Prozent, im Jahresvergleich lagen die Preise um 4,9 Prozent höher. Die Produzentenpreise geben tendenziell die Richtung für die Verbraucherpreise vor: In der Regel reichen die Betriebe höhere oder niedrigere Einkaufskosten an ihre Kunden weiter.

Der DAX verliert 0,8 Prozent auf 24.925 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,5 Prozent nach unten. Der Preis für Brentöl steigt um 2,2 Prozent auf 98,07 Dollar das Fass. An den Anleihemärkten ziehen die Renditen wieder an.

Leicht stützend wirken gute Konjunkturdaten. Die Welle der Revisionen der Einkaufsmanager-Indizes (PMI) rund um den Globus geht weiter, diesmal für den Service-Bereich. Hier ging es in China deutlich stärker nach oben als erwartet. Dies zeigte sich bereits zuvor bei den Industriegewinnen. "Vielleicht haben wir die Konjunkturerholung in China unterschätzt", so ein Händler. Für Europas Exportwerte sei das eine gute Nachricht. Der RatingDog-Einkaufsmanager-Index (PMI) legte im Mai auf 54,4 zu von 52,6 im Vormonat. Damit geht es nun schon drei Monate in Folge nach oben.

In den USA steht am Nachmittag der ISM-Service-Index an, einer der wichtigsten Indikatoren für den US-Markt. Zudem werden der ADP-Arbeitsmarktbericht, die neuen US-Aufträge und das Beige Book der Fed veröffentlicht.

Von Unternehmensseite kamen Zahlen vom spanischen Modekonzern Inditex. Die Bestätigung des Ausblicks dürfte die Sorgen angesichts der wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheit lindern, meinen die Analysten der UBS. Das spanische Modeunternehmen habe mitgeteilt, dass es für das Jahr bis Januar 2027 weiterhin eine stabile Bruttomarge von plus/minus einem halben Prozentpunkt erwarte. Dies dürfte angesichts der Sorgen der Anleger über Fracht- und Rohstoffkosten aufgrund des Krieges im Nahen Osten für Erleichterung sorgen, so die Analysten. Die Aktie steigt um 3,8 Prozent.

Auch die Aktien des österreichischen Stahlkonzerns Voestalpine legen nach Zahlen nach, wenngleich nur um 0,2 Prozent. Vor allem die Gewinnkennziffern konnten hier die Erwartungen übertreffen.

Wie vom Handel erwartet schlagen angesichts der überschaubaren Unternehmensnachrichten die Umstufungen durch Analysten kräftig durch: So fallen Ströer nach einer Abstufung auf "Sell" durch Goldman Sachs um 3,5 Prozent. Bei Douglas geht es umgekehrt um 3,5 Prozent aufwärts, nachdem Berenberg die Beobachtung mit einer Kaufempfehlung aufgenommen hat. Die Aktien von ASML verbessern sich um 0,6 Prozent auf 1.471 Euro , nachdem JP Morgan das Kursziel auf 1.900 Euro erhöht hat.

Gesucht sind die Online-Apotheken am Mittwoch. Für Redcare geht es um 9,2 Prozent nach oben, für DocMorris um 7,7 Prozent. Kurstreiber ist nach Händlerangaben, dass endlich das neue Fixum für verschreibungspflichtige Medikamente (Rx) vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Es soll ab Juli auf 9 Euro und ab Januar auf 9,50 Euro steigen. Hier habe es lange Unsicherheiten gegeben, so ein Händler.

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INDEX                    zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50           6.077,51   -0,5     -30,34        6.107,85        4,9 
Stoxx-50                5.162,53   -0,5     -26,92        5.189,45        5,0 
DAX                    24.924,62   -0,8    -199,55       25.124,17        1,8 
MDAX                   32.850,55   -0,3     -97,25       27.039,42        7,3 
TecDAX                  4.198,19   -0,9     -38,02        3.091,28       15,9 
SDAX                   18.914,13   -0,7    -129,53       13.062,07        k.A. 
FTSE                   10.347,67   -0,3     -25,84       10.373,51        4,2 
CAC                     8.188,36   -0,3     -20,73        8.209,09        0,5 
SMI                    13.189,88   -0,9    -115,84       13.305,72       -0,6 
ATX                     6.113,31   -0,4     -26,69        6.140,00       14,8 
 
DEVISEN                  zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  Di, 21:17 
EUR/USD                   1,1620   -0,1    -0,0011          1,1631     1,1631 
EUR/JPY                   185,71   -0,2    -0,2800          185,99   185,9800 
EUR/CHF                   0,9164   +0,1     0,0008          0,9156     0,9155 
EUR/GBP                   0,8637    0,0     0,0000          0,8637     0,8633 
USD/JPY                   159,81   -0,1    -0,0800          159,89   159,9000 
GBP/USD                   1,3451   -0,1    -0,0014          1,3465     1,3470 
USD/CNY                   6,7692   +0,1     0,0070          6,7622     6,7622 
USD/CNH                   6,7707   +0,1     0,0093          6,7614     6,7627 
AUS/USD                   0,7168   -0,1    -0,0010          0,7178     0,7180 
Bitcoin/USD            67.003,01   -0,7    -489,63       67.492,64  67.131,64 
 
ROHOEL                   zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex                  95,85   +2,2       2,09           93,76 
Brent/ICE                  98,07   +2,2       2,07           96,00 
 
Metalle                  zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold                    4.461,81   -0,5     -22,78        4.484,59 
Silber                     74,51   -0,8      -0,60           75,11 
Platin                  1.927,50   -0,5      -9,25        1.936,75 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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June 03, 2026 07:54 ET (11:54 GMT)

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