PRESSESPIEGEL/Unternehmen
02.06.2026 / 06:39 Uhr
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
DELIVERY HERO - Uber stößt bei der Übernahme von Delivery Hero offenbar auf Schwierigkeiten. Wie die Financial Times berichtet, hat die Investmentfirma Prosus, die bis vor kurzem noch größter Aktionär des Berliner MDAX-Unternehmens war, mit anderen Aktionären über den Preis gesprochen, zu dem sie ihre Anteile verkaufen würden. Uber hat sich 37 Prozent an Delivery Hero gesichert, bei den jüngsten Zukäufen wurde das Unternehmen mit über 12 Milliarden Euro bewertet. Prosus, das zuvor eine Beteiligung von 27 Prozent gehalten hatte, war gezwungen worden, auf seine Stimmrechte zu verzichten, und hatte zugestimmt, seinen Anteil bis August 2026 auf einen "einstelligen Bereich" zu reduzieren. Am Montag gewährte die Europäische Kommission Prosus jedoch eine Ausnahmegenehmigung, um die Frist zu verlängern. Prosus erwägt nun, dies zu nutzen, um seine Beteiligung vorübergehend aufzustocken, entweder um die Übernahme durch Uber zu vereiteln oder um sich eine stärkere Verhandlungsposition bei einer etwaigen Akquisition zu sichern. (Financial Times)
VONOVIA - Der größte deutsche Immobilienkonzern Vonovia bekommt die ersten Folgen des Iran-Kriegs zu spüren: Am deutlichsten wohl bei den Finanzierungskosten, die gestiegen sind. Dank Puffern sei das aktuelle Zinsniveau aber noch zu verkraften, betont Luka Mucic im Interview. Zum Dienstantritt im Januar hatte der Vonovia-CEO dem Konzern einen konsequenteren Schuldenabbau verordnet, die Planungen aber bestätigt: "Das macht einen großen Unterschied", erklärt Mucic. Jüngst hat Vonovia zwei Anleihen über zusammen knapp 650 Millionen Euro platziert und der CEO ist überzeugt, auch den Rest des 2026 fälligen Refinanzierungsvolumens von insgesamt 1,6 Milliarden Euro "gut hinzubekommen". Zum Schuldenabbau sollen Wohnungen verkauft werden - das Marktumfeld aber ist schwieriger geworden. Auch hier zeigt sich Mucic zuversichtlich: "Wir haben Zeit, wir haben Interessenten und wir kommen voran." Der Transaktionsmarkt sei aktiv, fuße aber eher auf kleineren Volumina. "Wir werden mit Sicherheit nicht diesen einen Big Deal haben, der uns zum Ziel bringt", so Mucic. (Börsen-Zeitung)
TEAMVIEWER - Der Umsatz von Teamviewer schwächelte im vergangenen Jahr durch den Abgang wichtiger Mitarbeiter in Vertrieb und Produktentwicklung. Nun sind einige zurückgekommen, berichtet Finanzvorstand Michael Wilkens im Gespräch mit der Börsen-Zeitung. Auch andere Wachstumshemmnisse sieht er weitgehend als überwunden an. Noch folgen die Investoren seiner Wachstumsstory jedoch nicht, wenngleich der gezielte Einsatz von KI neue Impulse setzen könnte. Der Aktienkurs bleibt weit von früheren Höchstständen entfernt. Der Manager verweist auf den Zukauf von 1E, der Anfang 2025 abgeschlossen wurde. "Die Akquisition war strategisch der absolut richtige Schritt, denn durch die Kombination mit 1E vergrößert sich unser Zielmarkt um ein Vielfaches", sagt Wilkens. Ziel ist ein Wechsel von reaktivem Support zu weitgehend autonomer IT-Steuerung. "Mit der 1E-Technologie können unsere Kunden jetzt Probleme auf irgendeinem Gerät proaktiv erkennen und lösen, bevor sie in Erscheinung treten", erklärt Wilkens. Die KI-gestützte Plattform Teamviewer One soll zum Herzstück der künftigen Wachstumsstrategie werden. (Börsen-Zeitung)
HELSING - Das Münchener Rüstungsunternehmen Helsing arbeitet an einer Robotik-Plattform. "Ziel ist es nicht, einen Roboter zu bauen, sondern unsere autonomen Fähigkeiten weiterzuentwickeln, nicht nur in der Luft, sondern auch auf dem Boden", sagte Chefentwickler Antoine Bordes im Gespräch mit dem Handelsblatt. "Die Arbeit an RX-1 befinde sich noch im Anfangsstadium", erklärte er und fügte an: "Aktuell planen wir nicht, Roboter zu verkaufen." (Handelsblatt)
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