PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

01.06.2026 / 07:07 Uhr

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

INVESTITIONSZIELE - Die Bundesregierung hat ihre selbst gesteckten Ziele beim 500 Milliarden Euro schweren Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) bislang nicht erreicht. Das geht aus einem 383 Seiten umfassenden Monitoring-Bericht des Finanzministeriums hervor, der dem Handelsblatt vorliegt. Zwar spricht das Ministerium von einem "insgesamt erfolgreichen Start", die Kennzahlen fallen jedoch deutlich verhaltener aus. Demnach waren für das vergangene Jahr Ausgaben in Höhe von 37,2 Milliarden Euro vorgesehen. Tatsächlich wurden lediglich 24 Milliarden Euro ausgezahlt. Zudem haben die Ministerien von 109 Meilensteinen, die für das Jahr 2026 geplant sind, bis Ende Mai erst 26 erreicht. (Handelsblatt)

EMISSIONSHANDEL - Die EU-Kommission will die geplante Abschwächung des Emissionshandels an Bedingungen knüpfen. Ziel ist es, im Gegenzug für Entlastungen Investitionen in die Transformation einzufordern. Entsprechende Pläne bestätigte Klimakommissar Wopke Hoekstra dem Handelsblatt. Der Chemieverband VCI kritisierte, Transformation brauche Innovation, kein Diktat. Mit der Reform des Emissionshandels reagiert Brüssel auf den Druck einiger Mitgliedstaaten. Unternehmen hatten gewarnt, durch den Emissionshandel entstehe eine Milliardenbelastung. (Handelsblatt)

KAPITALMARKTUNION - Die sechs größten EU-Staaten haben sich beim Thema Kapitalmarktunion angenähert. Der deutsche Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) spricht von einem "wichtigen Signal". So hätten sich die beteiligten Länder beim umstrittenen Thema Aufsicht verständigt. Die europäische Wertpapieraufsicht Esma soll nach dem Willen der E6-Gruppe mehr Kompetenzen und eine straffere Führung bekommen. Die seit Jahren umstrittene Vertiefung der EU-Kapitalmarktunion gilt als entscheidend, um mit globalen Mächten wie den USA oder China Schritt zu halten. (Handelsblatt)

DIGITALER EURO - Wenn die Europäische Zentralbank (EZB) im kommenden Jahr in die Pilotphase für den digitalen Euro startet, wollen drei große deutsche Banken trotz zuvor geäußerter Kritik mitziehen. Die Deutsche Bank, die DZ Bank und die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) haben der EZB ihr Interesse signalisiert, wie die drei Institute dem Handelsblatt bestätigten. Die EZB will mit dem digitalen Euro eine digitale Alternative zum Bargeld schaffen. Mit einer möglichen Einführung der Digitalwährung wird ab dem Jahr 2029 gerechnet. Um dafür bereit zu sein, plant die Notenbank ab der zweiten Jahreshälfte 2027 ein zwölfmonatiges Pilotprojekt. Allerdings steht die Zustimmung der EU-Gesetzgeber für den Aufbau des digitalen Euro noch aus. Mehr als 50 Zahlungsdienstleister aus der gesamten Euro-Zone haben sich laut der EZB beworben. (Handelsblatt)

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June 01, 2026 01:06 ET (05:06 GMT)

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