MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
28.05.2026 / 07:31 Uhr
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+++++ TAGESTHEMA I +++++
US-Streitkräfte haben neue Militärschläge gegen den Iran durchgeführt, nachdem Teheran nach Angaben von US-Beamten Drohnen auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus abgefeuert hatte - und das, obwohl Washington und Teheran weiterhin versuchen, eine diplomatische Lösung des Konflikts zu finden und den brüchigen Waffenstillstand aufrechtzuerhalten. US-Streitkräfte schossen iranische Drohnen ab und griffen eine Drohnen-Kontrollstation in der Nähe von Bandar Abbas an, einer wichtigen Hafenstadt im Süden des Iran an der Straße von Hormus, wie zwei der Beamten sagten. Der Standort stelle eine Bedrohung für die US-Streitkräfte und den Handelsverkehr in der Meerenge dar, sagten die Beamten. Wie bereits bei den US-Angriffen zu Beginn der Woche bezeichneten Regierungsbeamte die Angriffe als begrenzt und defensiver Natur, nicht als Eskalation, die den brüchigen Waffenstillstand zum Einsturz bringen würde, den beide Seiten größtenteils eingehalten haben. Laut zwei der Beamten gab es bei dem Vorfall keine Opfer. Kuwait wurde nach den US-Luftangriffen angegriffen, wodurch eine lange Phase der Ruhe im Rahmen des Waffenstillstands unterbrochen wurde. Das kuwaitische Militär teilte mit, es wehre feindliche Raketen- und Drohnenangriffe ab, und forderte die Bevölkerung auf, Schutz zu suchen.
+++++ TAGESTHEMA II +++++
Nachdem Akzonobel ein Übernahmeangebot seiner Branchenkonkurrenten Nippon Paint Holdings und Sherwin-Williams im Wert von 12,5 Milliarden Euro abgelehnt hat, prüfen die beiden Unternehmen ihre nächsten Schritte. Im Rahmen der Offerte würde die japanische Nippon Paint ein reines Barangebot für Akzonobel zu 73 Euro pro Aktie abgeben und die Vermögenswerte des niederländischen Lackherstellers nach Abschluss der Übernahme mit dem US-Rivalen Sherwin-Williams aufteilen, wie Akzonobel am Mittwoch dargelegt hatte. Nippon Paint würde die Bereiche Dekorativfarben und Industrielacke von Akzonobel behalten, während Sherwin-Williams separat die Aktivitäten in den Segmenten Automobil- und Speziallacke, Schiffs- und Korrosionsschutzlacke sowie Pulverlacke erwerben würde. Nippon Paint und Sherwin-Williams teilten später am Mittwoch mit, mögliche nächste Schritte zu prüfen. Die beiden Unternehmen erklärten, sie seien weiterhin der Ansicht, dass ihr Vorschlag den Geschäftsbereichen von Akzonobel strategische Vorteile bieten würde. Sie wiesen darauf hin, dass sowohl das Geschäft mit Dekorationsfarben und Industrielacken als auch die Bereiche Schiffs- und Schutzlacke, Automobil- und Speziallacke sowie Pulverlacke Teil breiterer globaler Plattformen werden würden. Diese böten einen besseren Zugang zu Ressourcen.
+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++
CTS EVENTIM
Nachfolgend die Konsensschätzungen für das erste Quartal (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent, Bilanzierung nach IFRS):
. PROG PROG PROG 1. QUARTAL 1Q26 ggVj Zahl 1Q25 Umsatz 575 +15% 3 499 EBITDA bereinigt 117 +16% 3 100 EBITDA-Marge bereinigt 20,3 -- -- 20,1 Ergebnis nach Steuern/Dritten 54 +18% 3 46 Ergebnis je Aktie verwässert 0,52 +8% 2 0,48
Weitere Termine:
10:00 DE/Deutsche Bank AG, HV
10:00 DE/Kion Group AG, HV
10:00 DE/Springer Nature AG & Co KGaA, HV
Außerdem im Tagesverlauf:
- DE/CTS Eventim AG & Co KGaA, Ergebnis 1Q
DIVIDENDENABSCHLAG
(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)
Unternehmen Dividende CTS Eventim 1,44 EUR Elmos Semiconductor 1,50 EUR Energiekontor 1,00 EUR LEG Immobilien 2,92 EUR Rhön-Klinikum 0,20 EUR Scherzer 0,05 EUR
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
-EU
11:00 Index Wirtschaftsstimmung Mai
Wirtschaftsstimmung Eurozone
PROGNOSE: 92,0
zuvor: 93,0
Industrievertrauen Eurozone
PROGNOSE: -8,1
zuvor: -7,7
Verbrauchervertrauen Eurozone
PROGNOSE: -19,0
Vorabschätzung: -19,0
zuvor: -20,6
11:00 Geschäftsklimaindex Eurozone Mai
zuvor: -0,28
-US
14:30 Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter April
PROGNOSE: +3,5% gg Vm
zuvor: +0,8% gg Vm
14:30 BIP (2. Veröffentlichung) 1Q
annualisiert
PROGNOSE: +2,0% gg Vq
1. Veröff.: +2,0% gg Vq
4. Quartal: +0,5% gg Vq
BIP-Deflator
PROGNOSE: +3,6% gg Vq
1. Veröff.: +3,6% gg Vq
4. Quartal: +3,7% gg Vq
14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
PROGNOSE: 213.000
zuvor: 209.000
14:30 Persönliche Ausgaben und Einkommen April
Ausgaben / Einkommen
PROGNOSE: +0,5% gg Vm/+0,4% gg Vm
zuvor: +0,9% gg Vm/+0,6% gg Vm
PCE-Preisindex / Gesamtrate
PROGNOSE: +0,5% gg Vm/+3,8% gg Vj
zuvor: +0,7% gg Vm/+3,5% gg Vj
PCE-Preisindex / Kernrate
PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+3,3% gg Vj
zuvor: +0,3% gg Vm/+3,2% gg Vj
16:00 Neubauverkaufe April
PROGNOSE: -2,8% gg Vm
zuvir: +7,4% gg Vm
18:00 Rohöllagerbestandsdaten (Woche) der staatlichen Energy Information
Administration (EIA) Vorwoche
+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++
Aktuell: Index zuletzt +/- % DAX Futures 25.010,00 -1,0 E-Mini-Future S&P-500 7.514,75 -0,3 E-Mini-Future Nasdaq-100 29.820,75 -0,8 Topix (Tokio) 3.884,45 -0,9 Hang-Seng (Hongk.) 24.734,75 -2,3 Shanghai-Comp. 4.067,91 -0,6 Mittwoch: INDEX zuletzt +/- % DAX 25.177,80 -0,0 DAX-Future 25.244,00 -0,0 XDAX 25.199,37 +0,1 MDAX 33.009,45 +1,0 TecDAX 4.067,61 +0,1 SDAX 18.929,43 +0,5 Euro-Stoxx-50 6.070,54 +0,1 Stoxx-50 5.217,70 +0,0 Dow-Jones 50.644,28 +0,4 S&P-500 7.520,36 +0,0 Nasdaq Composite 26.674,74 +0,1
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
EUROPA
Ausblick: Leichter dürften am Donnerstag die Börsen in Europa eröffnen. Nach neuerlichen Angriffen der USA auf den Iran rutschen die Märkte in Asien wieder ab. Auch die DAX-Terminkontrakte fallen über 200 Punkte, zeigen allerdings mit geringen Umsätzen, dass keine Panik dahinter steht. Der Brent-Ölpreis zieht wieder an. Dazu stehen Inflations- und Zinssorgen im Blick: In Korea wurde die Wachstumsprognose des Landes drastisch erhöht, die Zinsen aber noch unverändert gelassen. Marktteilnehmer rechnen daher spätestens im Juli mit einer Zinserhöhung der Bank of Korea, was auch Technologiewerte belastet. Überdies haben mehrere Vertreter der US-Notenbank eine Neigung zu Zinserhöhungen erkennen lassen. Besonders im Marktfokus steht daher der PCE-Preis-Index, der am Nachmittag im Rahmen der Daten zu den persönlichen Ausgaben- und Einnahmen in den USA veröffentlicht wird. In Europa stehen nur wenige Daten an, so das Geschäftsklima in der Eurozone. Dazu legt die EZB ihr Protokoll von der jüngsten Ratssitzung vom 29./30. April vor. Marktteilnehmer dürften es wieder auf Hinweise auf die künftige Zinspolitik durchforsten.
Rückblick: Knapp behauptet - Leicht stützend waren weiter fallende Ölpreise, zugleich tendierten die Anleger zu Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Kursrally. Dazu gab es gute Nachrichten aus China. Dort haben die Industriegewinne im April einen rund dreijährigen Abwärtstrend beendet. Gesucht waren mit den China-Daten die Luxusgüteraktien. Die betreffenden Unternehmen gelten als stark abhängig von der Nachfrage chinesischer Käufer. LVMH kletterten um 3,1 Prozent, Kering um 4,4 Prozent oder Richemont um 5,1 Prozent. Auch Aktien von Lifestyle-Ausstattern waren gesucht. Für Adidas ging es 5,4 Prozent nach oben, für Puma um 6,2 Prozent. Für Öl- und Gaswerte ging es 3,1 Prozent abwärts. Auch Aktien aus dem Bereich Erneuerbare Energien gaben nach. Die Schließung der Straße von Hormus und die daraus resultierende Unterversorgung mit Öl und Gas hatten die Notwendigkeit einer verstärkten Diversifizierung von Energiequellen deutlich gemacht. Die aktuelle Ölpreis-Korrektur in Erwartung eines baldigen Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran setzte dem Sektor nun zu. Für Vestas ging es um 7,4 Prozent nach unten, Nordex verloren 3,0 Prozent. Mit einem Kurssprung von 19,5 Prozent auf 62,78 Euro zeigten sich AkzoNobel. Wie das Chemieunternehmen mitteilte, hat es ein Übernahmeangebot von Nippon Paint und einem Finanzinvestor abgelehnt. Dieses habe indikativ bei 73 Euro je Aktie gelegen. "Die Übernahmefantasie - egal durch wen - dürfte jetzt eine ganze Weile den Aktienkurs hoch halten", sagte ein Händler.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Wenig verändert - Autowerte stiegen nach gut ausgefallenen Absatzzahlen für Europa. Mercedes-Benz verteuerten sich um 3,1 Prozent, VW um 2,5 und BMW um 2,3 Prozent. Continental gewannen 4 Prozent. Nach dem Kurseinbruch vom Vortag konnten sich Ferrari (-0,1%) nicht erholen. Die Vorstellung des ersten vollelektrischen Boliden Luce kam bei den Anlegern nicht an. Sie befürchten eine Schädigung der Marke. Die Ankündigung, in das Raumfahrtgeschäft einzusteigen, trieb die Schaeffler-Aktie um 10 Prozent nach oben. Siltronic verloren 4 Prozent. Hintergrund war eine Aktienplatzierung durch den Hauptaktionär Wacker Chemie. Händler sprachen angesichts der Technologierally von einem idealen Zeitpunkt. Wacker Chemie gaben um 2,1 Prozent nach. Technologieaktien und Titel aus dem KI-Umfeld wurden am Berichtstag gemieden; Infineon verloren 1,1 Prozent oder Siemens Energy 3,8 Prozent. Verbio gaben um 1,8 Prozent nach, und das trotz einer neuerlichen Anhebung der Ziele für das laufende Geschäftsjahr. Das Verbio-Papier lag vor der Nachricht allerdings deutlich niedriger. Es litt wie andere Aktien aus dem Erneuerbare-Energien-Universum unter einem weiter fallenden Ölpreis.
XETRA-NACHBÖRSE
Erneut in recht ruhigen Bahnen verlief der nachbörsliche Handel zur Wochenmitte, so ein Händler von Lang & Schwarz. Im Fokus stand die Aktie von Delivery Hero. Uber Technologies hat seine Beteiligung weiter ausgebaut. Die Papiere von Delivery Hero wurden 1,5 Prozent höher getaxt.
USA - AKTIEN
Gut behauptet - Die Rekordjagd setzte sich fort, alle drei Indizes schlossen auf Rekordhochs. Die Lage im Nahost-Konflikt stand zwar im Fokus, war aber dazu angetan, zurückhaltend zu agieren. Auch die jüngste KI-Euphorie nahm eine Auszeit. Hier hatten zuletzt die Aktien aus dem Sektor mit Verweis auf in der Berichtssaison überwiegend stark und ermutigend ausgefallene Unternehmenszahlen deutlich zugelegt. Nun kam es vereinzelt zu Gewinnmitnahmen. Für die Aktien von KI-Flaggschiff Nvidia ging es um 1,1 Prozent nach unten. Daneben waren die Blicke bereits auf Donnerstag gerichtet, wenn mit dem Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE-Deflator) das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank auf der Agenda steht. Es könnte Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh liefern. Weiter im Fokus standen Micron. Die Aktie des Speicherchipherstellers hatte am Vortag mit dem KI-Hype einen Satz um 19 Prozent gemacht, womit die Unternehmensbewertung die Schallmauer von 1 Billion Dollar durchbrach. Nun ging es um weitere 3,6 Prozent nach oben. Boeing (+2,5%) ist bereit, die Produktion der 737-MAX-Modelle auf 47 Jets pro Monat zu erhöhen. CEO Kelly Ortberg sagte, Boeing habe eine "abschließende Überprüfung" seiner MAX-Produktion bestanden.
USA - ANLEIHEN
Für etwas Entspannung hinsichtlich der Inflationsbefürchtungen sorgten die fallenden Ölpreise. Die Zehnjahresrendite sank um 1 Basispunkt auf 4,48 Prozent und liegt rund 20 Basispunkte unter dem jüngsten Mehrjahreshoch.
+++++ DEVISENMARKT +++++
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:01 EUR/USD 1,1591 -0,3 -0,0033 1,1624 1,1626 EUR/JPY 184,98 -0,2 -0,4400 185,4200 185,4600 EUR/CHF 0,9149 -0,0 -0,0001 0,9150 0,9144 EUR/GBP 0,8663 +0,1 0,0007 0,8656 0,8663 USD/JPY 159,54 +0,0 0,0300 159,5100 159,5000 GBP/USD 1,3379 -0,4 -0,0048 1,3427 1,3417 USD/CNY 6,785 +0,1 0,0062 6,7788 6,7782 USD/CNH 6,7854 +0,1 0,0070 6,7784 6,7777 AUS/USD 0,7108 -0,4 -0,0029 0,7137 0,7128 Bitcoin/USD 72.882,45 -3,0 -2.283,89 75.166,34 74.926,32
Der Dollar zeigte sich nach den jüngsten Abgaben leicht erholt. Der Dollar-Index legte um 0,1 Prozent zu. Die Anleger blieben angesichts eines möglichen Friedensabkommens im Nahen Osten und der baldigen Wiedereröffnung der Straße von Hormus vorsichtig optimistisch, hieß es. Zudem dürften die Inflationsdaten am Donnerstag einen Impuls liefern.
+++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.374,38 -1,9 -82,65 4.457,03 Silber 71,94 -3,6 -2,67 74,61 Platin 1.878,30 -2,1 -39,95 1.918,25
Der Goldpreis gab den dritten Handelstag in Folge nach. Für die Feinunze ging es um 1,2 Prozent auf 4.451 Dollar nach unten. Vor allem die Erwartung steigender Zinsen bereitete Sorgen. Höhere Zinsen belasten in der Regel den Goldpreis. Händler warten nun auf die Daten zum Index der persönlichen Konsumausgaben für April, um weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Fed zu erhalten.
ÖL
ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 92,03 +3,8 3,35 88,68 Brent/ICE 97,67 +3,6 3,38 94,29
Trotz des noch fragil wirkenden Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran nach den jüngsten US-Luftangriffen in der Nähe der Straße von Hormus fielen die Ölpreise deutlich und griffen die Abwärtsbewegung vom Montag wieder auf. Brent-Öl verbilligte sich um 4,5 Prozent. Mit 95,06 Dollar scheint sich der Preis allmählich weiter von der 100-Dollar-Marke nach unten abzusetzen. US-Außenminister Marco Rubio sagte, die Regierung bevorzuge eine diplomatische Lösung mit dem Iran.
+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++
IRAN-KRIEG
Nach den Worten von US-Präsident Donald Trump hat sich der Iran verkalkuliert, wenn das Land glaube, er werde seine Position aufweichen, um eine längere Auseinandersetzung mit Teheran zu vermeiden. "Sie dachten, sie könnten mich aussitzen", sagte Trump zu Beginn einer Kabinettssitzung. "Er hat die Zwischenwahlen [dachten sie]. Die Zwischenwahlen sind mir egal. Schauen Sie, was letzte Nacht passiert ist." Trump bezog sich dabei auf den Sieg von Ken Paxton bei der Stichwahl der Republikaner in Texas. Trump signalisierte, dass er zu weiteren Verhandlungen bereit sei, schloss jedoch weitere militärische Maßnahmen nicht aus.
LNG / DEUTSCHLAND / KANADA
Kanada hat ein Abkommen zum Verkauf von Flüssigerdgas (LNG) an Deutschland vorgestellt. Laut dem kanadischen Energieminister Tim Hodgson wird das deutsche staatliche Energieunternehmen Sefe bis zu 20 Jahre lang jährlich eine Million Tonnen LNG abnehmen. Die Lieferungen sollen Anfang der 2030er Jahre beginnen und von einem geplanten schwimmenden LNG-Exportterminal stammen. Dieses soll vor der Nordküste von British Columbia gebaut und von einem Konsortium unter der Führung von Western LNG betrieben werden.
GELDPOLITIK USA
Fed-Gouverneurin Lisa Cook, sagte, sie sei bereit, die Zinsen zu erhöhen, falls die Disinflation nicht rechtzeitig einsetzt. Vorerst sei es richtig, die Zinsen stabil zu halten, aber die Risiken tendierten nach wie vor zu einer höheren Inflation, sagte Cook am Mittwoch an der Stanford University. In Bezug auf den Arbeitsmarkt sagte Cook, sie erwarte, dass die Lage stabil bleibe, ohne dass die Zinssätze gesenkt werden müssten, wäre allerdings bereit, ihren geldpolitischen Kurs nach unten zu korrigieren, sollte sich der Arbeitsmarkt verschlechtern.
- Der Gouverneur der US-Notenbank, Philip Jefferson, sagte, die Zentralbank sei mit ihrer aktuellen geldpolitischen Ausrichtung gut positioniert, um auf die Risikobilanz für ihr duales Mandat zu reagieren. Auf einer Konferenz des Institute for Monetary and Economic Studies der Bank of Japan am Donnerstagmorgen in Tokio sagte Jefferson, der Anstieg der Rohölpreise berge Abwärtsrisiken für das Wachstum und Aufwärtsrisiken für die Inflation. Gleichzeitig, so Jefferson weiter, bleibe der Arbeitsmarkt weitgehend stabil. Sowohl die Zahl der Neueinstellungen als auch die der Entlassungen bewege sich auf einem relativ niedrigen Niveau.
BANK OF KOREA
Südkoreas Zentralbank hat auf ihrer ersten Sitzung unter dem neuen Gouverneur Shin Hyun-song die Zinsen stabil gehalten. Sie ließ aber die Tür für eine Straffung der Geldpolitik offen, da sie ein höheres Wachstum und eine höhere Inflation prognostizierte. Die Bank of Korea beließ ihren Leitzins, den siebentägigen Reposatz, am Donnerstag unverändert bei 2,50 Prozent. Dies war die achte Sitzung in Folge ohne eine Zinsänderung.
AUTOPRODUKTION / GROSSBRITANNIEN
Die Autoproduktion in Großbritannien ist im April gefallen. Insgesamt rollten 58.513 Fahrzeuge von den Bändern, 1,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie der Verband Society of Motor Manufacturers and Traders mitteilte. Die Pkw-Produktion sank um 0,7 Prozent auf 56.135 Autos. Der Verband verwies auf Modellerneuerungen und die schwierige Situation auf einigen Absatzmärkten.
DEUTZ
kauft den brasilianischen Generatoren-Hersteller Maxi Trust Power Ltda. Durch die Transaktion, die im zweiten Quartal 2026 für einen Kaufpreis im mittleren zweistelligen Millionenbereich abgeschlossen werden soll, erwartet Deutz nach eigenen Angaben einen zusätzlichen profitablen Umsatz von rund 40 Millionen Euro.
UBER / DELIVERY HERO
Uber Technologies hat seine Beteiligung an Delivery Hero weiter ausgebaut. Wie aus einer Pflichtmitteilung hervorgeht, kam der US-Konzern am Pfingstmontag auf 24,99 Prozent der Stimmrechte. Zudem sicherte er sich über Optionen Zugriff auf weitere 11,84 Prozent, so dass Uber 36,83 Prozent der Stimmrechte zuzurechnen sind. Am selben Tag verringerte der Hongkonger Großaktionär Aspex Management seine direkte Beteiligung an Delivery Hero auf 7,56 von zuvor 14,55 Prozent, wie aus einer weiteren Pflichtmitteilung hervorgeht.
AMAZON WEB SERVICE (AWS)
hat einen weiteren Kunden für seine Graviton-Chips gewonnen. Das Cloudspeicher-Unternehmen Snowflake will in den nächsten fünf Jahren 6 Milliarden US-Dollar für den Zugang zu Amazons Graviton-Chips in AWS-Rechenzentren zahlen. Mit dem am Mittwoch angekündigten Deal wird Snowflake einer der größten Kunden von AWS für CPU-basiertes Computing. Die Snowflake-Aktie stieg nachbörslich um 35 Prozent.
HP
verzeichnete im zweiten Geschäftsquartal einen Anstieg bei Gewinn und Umsatz. Das Unternehmen teilte jedoch mit, dass es für dieses Jahr eine geringere Profitabilität erwarte als zuvor prognostiziert. Im zweiten Quartal betrug der Gewinn 450 Millionen Dollar oder 49 Cent je Aktie. Im Vorjahr hatte dieser bei 406 Millionen Dollar oder 42 Cent je Aktie gelegen. Bereinigt um bestimmte einmalige Posten verzeichnete HP einen bereinigten Gewinn von 86 Cent je Aktie. Von Factset befragte Analysten hatten mit 71 Cent je Aktie gerechnet. Der Umsatz stieg von 13,22 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 14,41 Milliarden Dollar. Damit übertraf er laut Factset die Analystenerwartungen von 13,99 Milliarden Dollar.
SALESFORCE
meldete für das am 30. April beendete erste Quartal einen Gewinn von 2,11 Milliarden US-Dollar oder 2,42 Dollar je Aktie, verglichen mit 1,54 Milliarden Dollar oder 1,59 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um bestimmte Sondereffekte lag der Gewinn je Aktie bei 3,88 Dollar. Analysten hatten laut Factset mit 3,13 Dollar gerechnet. Der Umsatz stieg um 13 Prozent auf 11,13 Milliarden Dollar. Analysten, die von Factset befragt wurden, hatten einen Umsatz von 11,05 Milliarden Dollar prognostiziert. Der Umsatz enthielt einen Beitrag von 444 Millionen Dollar von Informatica, das Salesforce im November 2025 übernommen hat.
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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/ros/cln
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May 28, 2026 01:30 ET (05:30 GMT)
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