PRESSESPIEGEL/Unternehmen
26.05.2026 / 06:25 Uhr
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
GOOGLE - Kurz nach der Umsetzung des Zollabkommens mit den USA riskiert die EU-Kommission eine erneute Belastung des transatlantischen Verhältnisses. Die EU stehe kurz davor, eine Rekordstrafe gegen Google wegen Verstoßes gegen das Digitalgesetz zu verhängen, erfuhr das Handelsblatt aus Kreisen der EU-Kommission. Ein Verfahren gegen den US-Konzern stehe vor dem Abschluss. Konkret wirft Brüssel Google und dessen Mutterkonzern Alphabet vor, die eigenen Dienste in seiner Onlinesuche zu bevorzugen. Die Beamten wollen eine Strafe im hohen dreistelligen Millionenbereich verhängen - das letzte Wort habe aber Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, sagen Insider. Die Entscheidung solle noch vor der Sommerpause offiziell verkündet werden, hieß es. Es werde sich um die höchste Strafe handeln, die die EU bisher bei einem Verstoß gegen das neue Gesetz für digitale Dienste (Digital Markets Act, DMA) verhängt habe. Die EU will mit dem DMA das Kartellrecht verschärfen. Konzerne mit einer marktbeherrschenden Stellung haben unter dem DMA besondere Pflichten, Wettbewerb zuzulassen und kleinere Unternehmen nicht vom Markt auszuschließen. (Handelsblatt)
PORSCHE - Der Sportwagenbauer Porsche steht vor einem tiefgreifenden Umbau seiner Führungs- und Konzernstruktur. Porsche-Chef Michael Leiters prüfe eine Verkleinerung des Vorstands, hieß es in Managementkreisen des Stuttgarter Autobauers. Auch könnten Ressorts zusammengelegt werden. Der Sportwagenbauer leidet unter wegbrechendem Geschäft in China und Amerika, schwachen Verkäufen von Elektroautos und hohen Kosten in seinen Werken. Porsches Gewinnmarge fiel im vergangenen Jahr auf nur noch gut ein Prozent - nach 18 Prozent vor drei Jahren. Im ersten Quartal gingen Umsatz, Absatz und Gewinn weiter deutlich zurück. (Handelsblatt)
DEUTSCHE BAHN - Die Deutsche Bahn will den privaten italienischen Zugbetreiber Italo von deutschen Gleisen fernhalten. Die Infrastruktur-Gesellschaft DB Infrago, die zum Konzern der Deutschen Bahn gehört, hat sich dagegen ausgesprochen, den Antrag des italienischen Unternehmens auf den Markteintritt zu bewilligen. Italo will mehrjährige Garantien für bestimmte Trassen, um Sicherheit für den milliardenschweren Kauf von bis zu 40 Hochgeschwindigkeitszügen von Siemens zu haben. DB Infrago jedoch sieht die italienische Initiative als eine Forderung nach Sonderkonditionen. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
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May 26, 2026 00:24 ET (04:24 GMT)
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