PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
22.05.2026 / 06:49 Uhr
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
HAUSHALTSDEFIZIT - Eine gute Nachricht für Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD): Deutschland muss vorerst kein EU-Defizitverfahren fürchten. Das Haushaltsdefizit steigt zwar nach aktuellen Projektionen in diesem Jahr deutlich über die vorgesehene Grenze von drei Prozent im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung. Aber die EU-Kommission plant derzeit nicht, Deutschland als Defizitsünder einzustufen, wie das Handelsblatt von ranghohen europäischen Beamten erfuhr. (Handelsblatt)
PFLEGEVERSICHERUNG - Die Leistungen in der Pflege sollten nach Ansicht von Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger zukünftig an die Lebenserwartung gekoppelt werden. Die Pflegeversicherung brauche eine strukturelle Neuordnung, sagte Dulger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Dazu gehöre, ?die Leistungen stärker auf diejenigen zu konzentrieren, die besonders lange und intensiv auf Pflege angewiesen" seien. "Zweitens brauchen wir einen verbindlichen Nachhaltigkeitsmechanismus, der die Höhe der Leistungen an die demografische Entwicklung koppelt", fügte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) mit Blick auf die anstehende Pflegereform hinzu. (Redaktionsnetzwerk Deutschland)
IMMOBILIEN - Die Preise für Eigentumswohnungen dürften in weiten Teilen Deutschlands bis 2035 zulegen, obwohl der Immobilienmarkt derzeit schwächelt. Das zeigt der Wohnatlas der Postbank, den das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) jährlich für das Bonner Unternehmen erstellt. Die Kaufpreisprognose für alle 400 deutschen Städte und Kreise zeigt, dass die Experten im Durchschnitt ein inflationsbereinigtes Plus von 0,41 Prozent pro Jahr erwarten. In 13 Bundesländern werden die Preise demnach steigen. (Handelsblatt)
DIENSTWAGEN - Entscheidende Kräfte im Europaparlament wollen steuerlich begünstigte Verbrenner-Dienstwagen faktisch aus dem Markt drängen. Nach einem internen Entwurf, der dem Handelsblatt vorliegt, sollen EU-Staaten ab 2028 praktisch keine steuerlichen oder finanziellen Vorteile mehr für fossil betriebene Firmenwagen gewähren dürfen. Auch sollen die Dienstwagen größtenteils "Made in Europe"-Kriterien erfüllen. Zwar dürfte der Vorschlag in dieser Form kaum eine Mehrheit finden, doch gibt er im EU-Gesetzgebungsverfahren die Linien bei den Verhandlungen im Parlament vor. Auch die Mitgliedsländer beraten zurzeit über den Entwurf. (Handelsblatt)
PRIVATE EQUITY - Ausländische Private-Equity-Firmen ziehen sich nach Jahren milliardenschwerer Investitionen in Chinas Rechenzentrumsbranche zurück, nachdem sie auf den Boom des Cloud-Computings im Land gesetzt hatten. Politische und regulatorische Hürden erschweren es zunehmend, dass sich ausländische Investoren an digitaler Infrastruktur in China beteiligen. Princeton Digital Group, unterstützt von Warburg Pincus, bereitet laut drei mit dem Prozess vertrauten Personen den Verkauf ihrer China-Aktivitäten vor, der bis zu 1 Milliarde US-Dollar einbringen könnte. Damit reiht sich das Unternehmen in eine Serie von Ausstiegen globaler Fonds wie Bain Capital und Carlyle ein. (Financial Times)
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May 22, 2026 00:48 ET (04:48 GMT)
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