XETRA-SCHLUSS/Konsolidierung und Zahlenflut - Rüstung fällt
07.05.2026 / 17:58 Uhr
DOW JONES--Leichter hat der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag geschlossen. Nach der Vortagesrally konsolidierten die europäischen Märkte, am Nachmittag kam es dann zu Gewinnmitnahmen. Der DAX gab 1 Prozent ab auf 24.664 Punkte. Anleger setzten aber weiter auf einen Friedensschluss zwischen den USA und dem Iran. Laut Medienberichten standen beide Länder vor der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding zur Beendigung des Kriegs.
Der Brent-Ölpreis als das wichtigste Krisenbarometer in dem Konflikt gab knapp 3 Prozent nach auf etwas über 98 Dollar und stützte die Stimmung. Rüstungsaktien gaben angesichts der Entspannungszeichen kräftig nach. Rheinmetall büßten 6,9 Prozent ein. Daneben galt es erneut eine Flut an Unternehmensnachrichten zu verarbeiten, diesmal mit sehr gemischten Vorzeichen: Henkel (+4,3%) legte nach Einschätzung der RBC solide Erstquartalszahlen vor. Das organische Umsatzwachstum lag mit 1,7 Prozent klar über der Marktprognose. Sowohl Consumer Brands als auch der Bereich Adhesives Technologies entwickelten sich besser als erwartet.
Vonovia verloren 1,4 Prozent, obgleich Berenberg von soliden Geschäftszahlen sprach. Der Spezialchemiekonzern Lanxess (-5,6%) litt auch im ersten Quartal spürbar unter dem schwachen konjunkturellen Umfeld. In den Monaten Januar bis März sackte das EBITDA vor Sondereinflüssen um fast 30 Prozent ab. Siemens Healthineers verloren nach Zahlenausweis und gesenktem Ausblick 4,7 Prozent. Der Umsatz im abgelaufenen Quartal verfehlte die Prognose deutlich, auch die EBIT-Marge lag darunter. Belastend wirkten Umsatzeinbußen in China, Handelszölle sowie negative Wechselkurseffekte.
Bei Jungheinrich ging es 2,8 Prozent höher trotz lediglich endgültiger Erstquartalszahlen. Den Grund sahen Händler in der Erleichterung, dass sie keine weiteren negativen Details enthielten. Der überraschende Abgang der Finanzvorständin am Vortag hatte für Bedenken gesorgt. Trotz etwas besserer Erstquartalszahlen gaben Aumovio um 4,4 Prozent nach. Jefferies wies darauf hin, dass der Bewertungsabschlag gegenüber Wettbewerbern weiter anhalte. Erst eine Margenverbesserung dürfte das ändern.
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May 07, 2026 11:57 ET (15:57 GMT)
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