MORNING BRIEFING - USA/Asien
05.05.2026 / 08:07 Uhr
Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:
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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++
DIENSTAG: An den Börsen in Japan und China wird wegen Feiertagen nicht gehandelt. Auch in Südkorea ruht am Dienstag das Geschäft.
MITTWOCH: An den Börsen in Japan ruht das Geschäft wegen der "Goldenen Woche" weiter
+++++ TAGESTHEMA +++++
Die Reserve Bank of Australia (RBA) hat ihre dritte Zinserhöhung in Folge vorgenommen. Sie verwies dabei auf sich verschlechternde Inflationsaussichten. Zudem warnte sie vor "plausiblen" Szenarien, in denen der Preisdruck bei Kraftstoffen stärker als erwartet zunimmt. Die Zentralbank hob ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,35 Prozent an. Damit knüpfte sie an die Erhöhungen im Februar und März an. Sie hat nun alle Zinssenkungen aus dem Jahr 2025 wieder rückgängig gemacht. Die Entscheidung für die Zinserhöhung fiel mit acht zu eins Stimmen. Die Inflationsaussichten blieben weiterhin zutiefst besorgniserregend, teilte die RBA mit. Dies gelte insbesondere, da das Land bereits mit einem unangenehm hohen Preisdruck in den globalen Energieschock eingetreten sei. Einige Ökonomen erwarten, dass die Inflation im zweiten Quartal auf über 5,0 Prozent im Jahresvergleich steigen wird. Der Entscheidung, die Geldpolitik weiter zu straffen, liegen auch Anzeichen zugrunde, dass die Wirtschaft trotz zunehmender Schocks fundamental stark bleibt.
+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++
12:45 US/Pfizer Inc, Ergebnis 1Q
13:15 US/Paypal Holdings Inc, Ergebnis 1Q
22:15 US/Advanced Micro Devices Inc, Ergebnis 1Q
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
- US
14:30 Handelsbilanz März
PROGNOSE: -60,90 Mrd USD
zuvor: -57,35 Mrd USD
15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI Service (2. Veröffentlichung) April
PROGNOSE: 51,3
1. Veröff.: 51,3
zuvor: 49,8
16:00 ISM-Index nicht-verarbeitendes Gewerbe April
PROGNOSE: 54,0 Punkte
zuvor: 54,0 Punkte
16:00 Neubauverkäufe Februar und März
PROGNOSE: + 7,5% gg Vm (Februar)
zuvor: -17,6% gg Vm (Januar)
16:00 Job Openings & Labor Turnover Survey (Jolts) März
+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++
zuletzt +/- % E-Mini-Future S&P-500 7.241,75 +0,2 E-Mini-Future Nasdaq-100 27.846,50 +0,3 S&P/ASX 200 (Sydney) 8.676,30 -0,2 Topix-500 (Tokio) Feiertag Kospi (Seoul) Feiertag Shanghai-Composite Feiertag Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.785,13 -1,2
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
OSTASIEN (VERLAUF)
Leichter - Angesichts der wieder zunehmenden Feindseligkeiten im Nahostkonflikt mit gegenseitigen Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus, trennen sich die Akteure eher von Aktien. Dazu kommt eine leichtere Vorgabe der Wall Street. Die Anleger verarbeiten zudem den Preissprung beim Öl vom Vortag und die damit einhergehenden Inflationssorgen und verkomplizierten Zinserwartungen, auch wenn sich aktuelle die Ölpreise zumindest leicht rückläufig zeigen. Brent-Öl kostet 113,16 Dollar. Zur gleichen Vortageszeit waren es rund 107 Dollar. In Sydney bremst, dass die Notenbank des Landes wegen der beharrlich hohen Inflation erneut die Leitzinsen erhöhte, bereits das dritte Mal in Folge. Unter den Einzelwerten geht es in Hongkong für HSBC um 1,4 Prozent südwärts. Die britisch-asiatische Großbank hat für das erste Quartal einen 1-prozentigen Gewinnrückgang gemeldet auf vor Steuern 9,4 Milliarden Dollar. Die Einnahmen legten zugleich um 6 Prozent zu. In Sydney geben Westpac um 1,9 Prozent nach. Nach der National Australia Bank öffnete nun Westpac ihre Bücher für das erste Halbjahr. Die Bank wies einen weitgehend unveränderten Nettogewinn aus und verfehlte damit die Markterwartung.
WALL STREET
INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
DJIA 48.941,90 -1,1 -557,37 49.499,27
S&P-500 7.200,75 -0,4 -29,37 7.230,12
NASDAQ Comp 25.067,80 -0,2 -46,64 25.114,44
NASDAQ 100 27.651,82 -0,2 -58,54 27.710,36
Montag Freitag
Umsatz NYSE (Aktien) 1,19 Mrd 1,10 Mrd
Gewinner 785 1.335
Verlierer 1-976 1.381
Unverändert 80 114
Schwächer - Die undurchsichtige Nachrichtenlage rund um den Nahost-Konflikt mit offenbar wieder offenen Kampfhandlungen sorgte für Verunsicherung. Dazu bremste, dass US-Präsident Trump angekündigt hatte, die Zölle auf Auto-Importe aus der EU zu erhöhen mit der Begründung, dass die Gegenseite eine Vereinbarung zum zollfreien Import von US-Industriegütern immer noch nicht ratifiziert habe. Unternehmensseitig sorgte Gamestop für das Thema des Tages. Der Videospielehändler hat ein 56-Milliarden-Dollar-Angebot für Ebay angekündigt nach dem Motto, David kauft Goliath. Für die Ebay-Aktie ging es um 5,1 Prozent nach oben auf 109,33 Dollar. Gamestop knickten um 10,2 Prozent ein. Amazon gewannen 1,4 Prozent. Der Online-Riese will sein Logistiknetzwerk für mehr Geschäftskunden öffnen. In der Folge standen die Aktien von UPS und Fedex mit Abgaben von 10,5 bzw. 9,1 Prozent stark unter Druck.
US-ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 3,95 +0,07 3,99 3,91 5 Jahre 4,09 +0,07 4,12 4,04 10 Jahre 4,44 +0,06 4,46 4,39
Die Renditen zogen kräftig an, im 30-jährigen Bereich wurde die Marke von 5 Prozent geknackt. Händler sprachen von Sorgen über die Verschuldung der USA, verschärft durch die Befürchtung, dass der Krieg im Iran die Ausgaben erheblich steigern wird. Dazu könnten mögliuche Rückforderungen von Importzöllen den Finanzbedarf deutlich erhöhen. Hintergrund ist die vierteljährliche Finanzbedarfsschätzung des US-Finanzministeriums im späteren Wochenverlauf. Die Rendite zehnjähriger Papiere kletterte um 6 Basispunkte auf 4,44 Prozent.
DEVISEN
zuletzt +/- % 00:00 Mo, 09:24 % YTD
EUR/USD 1,1684 -0,1 1,1690 1,1711 -0,5
EUR/JPY 183,74 -0,0 183,81 184,91 -0,1
EUR/GBP 0,8639 NULL 0,8639 0,8664 -0,9
USD/JPY 157,25 +0,0 157,22 157,98 +0,4
USD/KRW 1.475,57 0,0 1.475,52 1.472,70 +2,4
USD/CNY 6,8300 +0,0 6,8300 6,8260 -2,3
USD/CNH 6,8336 +0,1 6,8304 6,8287 -2,0
USD/HKD 7,8356 +0,0 7,8324 7,8337 +0,7
AUD/USD 0,7142 -0,4 0,7167 0,7156 +7,0
NZD/USD 0,5868 -0,1 0,5872 0,5862 +1,9
BTC/USD 80.974,94 +1,3 79.931,20 76.046,02 -7,7
Der Dollar legte leicht zu mit den anziehenden US-Marktzinsen. Für den Dollarindex ging es um 0,2 Prozent aufwärts. Daneben dürfte er von seinem Ruf als sicherer Hafen profitiert haben angesichts der wieder zugenommenen Spannungen im Nahost-Konflikt.
Derweil haben die Akteure am Devisenmarkt den Yen im Blick. Nachdem dieser am vergangenen Donnerstag einen kräftigen Satz nach oben gemacht hatte, der alle Zeichen einer Intervention trug, kam es an den Tagen danach immer wieder zu kleineren auffallenden steilen Aufwärtsbewegungen, die Schwächetendenzen des Yen im Keim erstickten. Schon in der Vorwoche hatte es aus dem Handel geheißen, dass man sich während der Feiertage der sogenannten Golden Week in Japan auf eine Intervention der japanischen Regierung gefasst machen sollte. Hintergrund waren entsprechende Andeutungen von Japans oberstem Währungsdiplomat. Geringe Handelsvolumen während geschlossener Märkte machen Bemühungen, eine Währung in die gewünschte Richtung zu bewegen, effektiver.
++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.546,27 +0,6 25,87 4.520,40
Silber 73,15 +0,6 0,44 72,72
Platin 1.977,85 +1,7 32,93 1.944,92
Der Goldpreis fiel deutlicher, belastet von höheren Renditen bei den Anleihen, wodurch diese relativ an Attraktivität gegenüber dem Gold gewinnen, und dem etwas festeren Dollar. Für die Feinunze ging es 2,1 Prozent auf 4.517 Dollar nach unten.
ÖL
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 104,50 -1,8 -1,92 106,42
Brent/ICE 113,43 -0,9 -1,01 114,44
Die Ölpreise stiegen mit den wieder erhöhten Spannungen und Scharmützeln in der Straße von Hormus kräftig. Das Barrel der Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich im US-Handel um 5,4 Prozent auf 114,01 Dollar.
+++++ MELDUNGEN SEIT MONTAG 20.00 UHR +++++
IRAN-KRIEG
Ein Containershiff des dänischen Reedereikonzerns A.P. Moller-Maersk hat die Straße von Hormus passiert - mit Hilfe des US-Militärs. Der Konzern sei vom US-Militär kontaktiert worden und habe das Angebot erhalten, das unter US-Flagge fahrende Schiff unter dem Schutz des US-Militärs aus dem Persischen Golf auslaufen zu lassen.
PHILIPPINEN
Die Verbraucherpreise stiegen im April in der Kernrate um 3,9 Prozent.
CK HUTCHISON
Die Vodafone Group wird die alleinige Kontrolle über ihr bisheriges Joint Venture mit CK Hutchison übernehmen. Der Hongkonger Mischkonzern hat sich bereit erklärt, seine Beteiligung von 49 Prozent für 4,30 Milliarden Pfund in Form einer Aktieneinziehung zu übertragen. CK Hutchison rechnet mit einem Nettogewinn von rund 4,7 Milliarden Hongkong-Dollar (ca. 510 Millionen Euro).
GRAB
Der südostasiatische Fahrdienst- und Lieferspezialist hat für das erste Quartal einen Nettogewinn von 120 (Vorjahr: 10) Millionen Dollar berichtet. Der Umsatz stieg um 24 Prozent auf 955 Millionen Dollar, während sich das bereinigte EBITDA um 46 Prozent auf 154 Millionen Dollar erhöhte. Grab hielt an seiner Jahresprognose für das bereinigte EBITDA für 2026 von 700 bis 720 Millionen Dollar fest.
HSBC
Der Nettogewinn stieg in den drei Monaten bis Ende März um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 6,94 Milliarden Dollar. Damit wurde die Schätzung von 7,02 Milliarden Dollar aus einer Analystenumfrage verfehlt. Der Vorsteuergewinn sank um 1,1 Prozent auf 9,38 Milliarden Dollar.
PALANTIR TECHNOLOGIES
hat Rekordwerte bei Quartalsumsatz und -gewinn erzielt. Angetrieben wurde dies durch eine starke Nachfrage des US-Militärs und ein schnell wachsendes Geschäft mit dem Verkauf von Datenanalyse-Software. Das Unternehmen erzielte einen Umsatz von 1,63 Milliarden Dollar, entsprechend einem Anstieg von 85 Prozent. Dies liegt über der Erwartung der Analysten. Der Nettogewinn belief sich auf 876 Millionen Dollar, vervierfachte sich damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum und übertraf die Erwartungen ebenfalls. Palantir hob zudem die Umsatzprognose für das Jahr auf 7,65 bis 7,66 Milliarden Dollar an, von zuvor 7,18 bis 7,2 Milliarden Dollar.
PARAMOUNT
hat im abgelaufenen Quartal den Umsatz um 2 Prozent auf 7,35 Milliarden Dollar gesteigert und die Analystenschätzung von 7,28 Milliarden übertroffen. Der Gewinn belief sich auf 168 (Vorjahr: 152) Millionen, bereinigt und je Aktie waren es 23 Cent. Die Konsensschätzung lautete auf 15 Cent. Das Unternehmen bekräftigte seine Prognose für das Gesamtjahr.
WESTPAC
hat im ersten Halbjahr einen Nettogewinn von 3,41 (Vorjahr: 3,32) Milliarden australischen Dollar gemeldet, was etwa 2,44 Milliarden US-Dollar entspricht. Dies steht eine durchschnittliche Analystenprognose von 3,45 Milliarden Austral-Dollar gegenüber. Das Kreditinstitut verzeichnete eine Wertberichtigung auf Kredite in Höhe von 443 Millionen Austral-Dollar, was einem Anstieg von 77 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Einnahmen stiegen um 4,6 Prozent auf 11,29 Milliarden Austral-Dollar.
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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/ros/gos
(END) Dow Jones Newswires
May 05, 2026 02:07 ET (06:07 GMT)
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