Hugo Boss bestätigt Ziele 2026 nach schwachem 1Q

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05.05.2026 / 07:50 Uhr

Von Ulrike Dauer

DOW JONES--Hugo Boss hat ein schwaches Auftaktquartal geliefert, in dem der Modehersteller die Gewinne und Margen deutlich reduziert und Umsätze eingebüßt hat. Die Ergebnisse waren aber durchweg etwas besser als die Markterwartungen. Den Unternehmensausblick für das Gesamtjahr bestätigte der MDAX-Konzern. Demzufolge will Hugo Boss weiterhin im Gesamtjahr einen operativen Gewinn EBIT zwischen 300 und 350 Millionen Euro erreichen und sieht einen währungsbereinigten Umsatzrückgang im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich.

Im Zeitraum Januar bis März sank der währungsbereinigte Umsatz um 6 Prozent auf 905 Millionen Euro von 999 Millionen im Vorjahr. Die Konsenserwartungen lagen bei 887 Millionen Euro. Das EBIT gab nach auf 35 Millionen Euro von 61 Millionen, erwartet worden waren 30 Millionen. Die EBIT-Marge verschlechterte sich auf 3,9 Prozent von 6,1 Prozent, war aber besser als die erwarteten 3,4 Prozent. Nach Steuern und Dritten halbierte sich der Gewinn auf 17 Millionen Euro von 35 Millionen; je Aktie betrug er 0,24 Euro nach 0,51.

Hugo Boss hatte unter CEO Daniel Grieder im Dezember das Jahr 2026 als ein "Jahr der Anpassung" angekündigt; erst 2027 werde eine Rückkehr zu Wachstum erwartet, das sich 2028 beschleunigen soll. Im Jahr 2026 werde ein Umsatz- und Gewinnrückgang in Kauf genommen, um sich neu auszurichten und mittelfristig wieder an frühere Profitabilitätsniveaus anzuknüpfen.

Grieder zufolge sei das "Marktumfeld im Laufe des ersten Quartals infolge der jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten herausfordernder geworden". Vor diesem Hintergrund habe der Konzern sich auf das konzentriert, was er beeinflussen kann. "Wir haben spürbare Fortschritte bei der gezielten Refokussierung unserer Marken und Vertriebskanäle erzielt, einschließlich der Straffung unserer Produktsortimente und der weiteren Schärfung unserer globalen Vertriebspräsenz", sagte Grieder. Diese ersten Schritte, um das Geschäftsmodell strukturell zu schärfen und die langfristige Ertragsqualität zu stärken, schlügen sich bereits in der Umsatzentwicklung nieder.

Kontakt zur Autorin: ulrike.dauer@wsj.com

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May 05, 2026 01:50 ET (05:50 GMT)

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