PRESSESPIEGEL/Unternehmen

05.05.2026 / 06:27 Uhr

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

COMMERZBANK/UNICREDIT - Der stellvertretende Commerzbank-Vorstandschef Michael Kotzbauer wehrt sich gegen den Vorwurf fehlender Gesprächsbereitschaft mit Unicredit. "Wir lehnen keine Gespräche mit der Unicredit ab", sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). "Was die Unicredit nach 18 Monaten und zahlreichen Treffen nun auf den Tisch gelegt hat, ist ein Plan, der die Bank, wie sie heute für ihre Kunden funktioniert, zerlegt und unseren Aktionären dafür keine Prämie zahlt." Die Präsentation von Unicredit-CEO Andrea Orcel am 20. April sei "ein feindliches Vorgehen mit irreführenden Darstellungen" gewesen. "Hier wird überhaupt nicht im Interesse unserer Kunden argumentiert, Kunden sind aber Grundlage der Existenz einer Bank." (FAZ)

COMMERZBANK/UNICREDIT - Die Unicredit hat in einem "Informationsdokument" zu ihrer außerordentlichen Hauptversammlung vor zahlreichen Risiken gewarnt, die das Geldhaus bei einer Übernahme der Commerzbank sieht. Dazu zählen der Verlust von wichtigen Kunden und Beschäftigten der Commerzbank genauso wie der Widerstand von Minderheitsaktionären. Das Dokument mit den Warnungen, über die bisher nicht ausführlich berichtet worden ist, hatte Unicredit bereits am Karfreitag auf ihrer Internetseite hochgeladen. Die Bank geht darin unter anderem auf das Risiko ein, "dass die erwarteten strategischen Vorteile, Effizienzgewinne und potenziellen Synergien" bei einer Übernahme der Commerzbank nicht realisiert werden können. Außerdem warnt sie ganz grundsätzlich: "Ein künftiger Integrationsprozess würde sehr viel Zeit und Ressourcen des Managements erfordern und könnte es potenziell davon ablenken, seinen operativen Aufgaben im Tagesgeschäft nachzukommen und andere attraktive Geschäftsmöglichkeiten zu ergreifen." (Handelsblatt)

ELEQTRON - Im Wettbewerb darum, wer es schafft, die Forschung rund um Quantencomputer in kommerzielle Produkte zu übertragen, hat ein Jungunternehmen aus Siegen einen wichtigen Schritt genommen: Eleqtron entwickelt Quantencomputer auf Ionenfallenbasis und bekommt dafür von bestehenden und neuen Investoren 57 Millionen Euro in einer Finanzierungsrunde. Das wird das Unternehmen am Dienstag mitteilen, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) exklusiv erfuhr. Die Summe ist eine der höchsten Investitionen in einen europäischen Hersteller von Quantencomputern. Angeführt wird die Finanzierung von Schwarz Digits, der IT- und Digitalsparte der Schwarz Gruppe, die vor allem für ihre Lebensmittelmärkte von Lidl und Kaufland bekannt ist. "Für uns und unsere Partner steht die digitale Souveränität an oberster Stelle", lässt sich Christian Müller, Ko-Chef von Schwarz Digits, in einer Mitteilung von Eleqtron zitieren. "Wir wollen sicherstellen, dass wir als Wirtschaft bei absoluten Schlüsseltechnologien unabhängig bleiben und zukunftsweisende, sichere IT-Infrastrukturen direkt hier in Deutschland aktiv mitgestalten", sagte Müller. (FAZ)

APPLE/GOOGLE - Google wird zentrale Funktionen von Apples Sprachassistenten Siri auf seinen Servern betreiben. Das sagte Thomas Kurian, Chef von Google Cloud, dem Handelsblatt. "Wir bauen ein Modell für Apple Intelligence, als Ableitung von Gemini", sagte Kurian. Unter dem Namen Gemini veröffentlicht Google bislang seine eigenen Sprachmodelle. Der Suchmaschinenkonzern liefere zudem die Infrastruktur, auf der die Anfragen der iPhone-Nutzer an Siri beantwortet würden. Apple hatte den Wechsel zu Google als Lieferanten für KI-Technologie bislang nur in groben Zügen kommuniziert. Die Einführung der neuen Siri-Version hatte sich um mehr als ein Jahr verzögert und wird derzeit für den Sommer erwartet. (Handelsblatt)

VOLKSWAGEN - Die geplante Integration der sächsischen VW-Werke in die Volkswagen AG verschiebt sich. Darüber soll der Aufsichtsrat der Sachsen-Gesellschaft am Montag beraten haben. Die Sitzung des Gremiums ist geheim. Die Zusammenlegung dürfte damit aber nicht wie vereinbart Anfang 2027 erfolgen. Nach Informationen aus Konzernkreisen könnte sich der Schritt um bis zu zwei Jahre verzögern. Ein Sprecher bestätigte die Verzögerung, nannte aber keinen neuen Zeitplan. Der Konzern betont, man halte an der Integration fest. (Handelsblatt)

FERTIGLOBE - Der Düngemittelhersteller Fertiglobe mit Sitz in Abu Dhabi transportiert seine Ladungen per Lkw aus der Golfregion ab. Die gestiegenen Preise gleichen die hohen Kosten für die Umgehung der Straße von Hormus mehr als aus. Laut CEO Ahmed El-Hoshy betreibt der Konzern seine Werke in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit voller Kapazität und transportiert die Düngemittel auf dem Landweg zu Häfen außerhalb der blockierten Meerenge, wo sie auf Schiffe verladen werden. Diese Lösung sei zwar mit einer "doppelten Umschlagung" der Fracht und höheren Transportkosten verbunden, bleibe aufgrund des rasant steigenden Preises aber wirtschaftlich rentabel. "Solange wir die logistischen Engpässe überwinden können, gleicht der Preis das mehr als aus", sagte El-Hoshy. "Der Markt schreit geradezu nach dem Produkt." (Financial Times)

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May 05, 2026 00:26 ET (04:26 GMT)

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