PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
05.05.2026 / 06:26 Uhr
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
DIGITALER EURO - Martina Weimert, Chefin der European Payments Initiative (EPI), die hinter der Bezahllösung Wero steht, kritisiert die Pläne für den digitalen Euro scharf. Sie habe zwar nichts gegen den digitalen Euro an sich, sagt Weimert der Süddeutschen Zeitung. "Aber die Idee, jetzt noch europäische Standards zu wählen, kommt einfach fünf Jahre zu spät." Wero, der Bezahldienst hinter dem rund 50 europäische Banken stehen, musste genau diese Standards festlegen. "Der digitale Euro schafft eine zweite Infrastruktur, die weitgehend noch einmal das Gleiche machen wird und die je nach finalem Design nur teuer für Händler und Banken wird", sagt Weimert. Sie plädiert für eine Rollenteilung: Der digitale Euro solle als Zahlungsmittel kommen, sich aber an bestehenden Lösungen wie Wero orientieren oder mit diesen kooperieren. (Süddeutsche Zeitung)
DIGITALSTEUER - Kulturstaatsminister Wolfram Weimer will zur Stärkung des klassischen Journalismus noch vor der Sommerpause die Pläne für eine Digitalabgabe für Internetkonzerne auf den Weg bringen. "Der Bundesrat hat mit einer Zweidrittelmehrheit beschlossen, dass diese Abgabe kommen soll, um gezielt guten Journalismus zu unterstützten", sagte Weimer der Augsburger Allgemeinen. "In den nächsten Wochen werden wir deshalb die Digitalabgabe in der Koalition diskutieren", kündigte er an. "Wir haben im Bundestag eine deutliche Mehrheit zusammen - und zwar von den Grünen bis zur CDU", zeigte sich Weimer zuversichtlich ein entsprechendes Gesetz zu beschließen. (Augsburger Allgemeine)
MISP - Die Bundesbank steht den Grundgedanken des EU-Gesetzespakets über Marktintegration und -aufsicht (Market Integration and Supervision Package, MISP) aufgeschlossen gegenüber, das gerade intensiv unter Europas Gesetzgebern verhandelt wird. "Die Bundesbank unterstützt das Ziel, sicherzustellen, dass Europas Wertpapiermärkte nach einheitlichen Regeln beaufsichtigt werden - insbesondere, um die Fragmentierung der Kapitalmärkte in Europa zu verringern", erklärt das für die Bankenaufsicht zuständige Vorstandsmitglied Michael Theurer im Gespräch mit der Börsen-Zeitung. Allerdings sei es sinnvoll, nationale Erfahrungen in eine europäische Lösung zu integrieren - so wie das beispielsweise in der EU-Bankenaufsicht geschehe, betont Theurer. "Denn: Nationale Aufsichtsexpertise ist hilfreich." (Börsen-Zeitung)
FUSIONS-LEITLINIEN - Der Vorsitzende der Monopolkommission, Tomaso Duso, hat die gelockerten Leitlinien für Fusionen der EU-Kommission scharf kritisiert, die mehr europäische Champions hervorbringen sollen. "Das Argument, Europa brauche Fusionen zu Megakonzernen, um global konkurrenzfähig zu sein, klingt auf den ersten Blick überzeugend, ist aber empirisch nicht belegt", sagte Duso dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Die Konzentration auf wenige Großkonzerne schwächt hingegen langfristig die Innovationsdynamik und schafft neue wirtschaftliche Abhängigkeiten", so der Ökonom. (RND)
- Alle Angaben ohne Gewähr.
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
DJG/mgo/sha
(END) Dow Jones Newswires
May 05, 2026 00:25 ET (04:25 GMT)
Bitte beachten Sie das Regelwerk
DAX®, MDAX®, TecDAX® und SDAX® sind eingetragene Markenzeichen der ISS STOXX Index GmbH
EURO STOXX®-Werte bezeichnet Werte der Marke „EURO STOXX“ der STOXX Limited und/oder ihrer Lizenzgeber
TRADEGATE® ist eine eingetragene Marke der Tradegate AG
Kurse in EUR; Fremdwährungsanleihen in der jeweiligen Währung
Zeitangaben in CEST (UTC+2)
Top 5 Umsatz
Letzte Aktualisierung:
05.05.2026 @ 07:35:06


