MARKET TALK/Bernstein: EU könnte Eskalation bei US-Autozöllen entschärfen
04.05.2026 / 11:27 Uhr
Die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Eskalation bei Autozöllen könnte nach Einschätzung von Bernstein durch eine beschleunigte Abschaffung der Zölle auf US-Industriegüter seitens der EU entschärft werden. Sollten die US-Einfuhrzölle auf EU-Fahrzeuge für die restlichen acht Monate des Geschäftsjahres 2026 und für das gesamte Geschäftsjahr 2027 jedoch von aktuell 15 auf 25 Prozent steigen, dürfte das operative Ergebnis der Hersteller größtenteils im zweistelligen Prozentbereich belastet werden.
Für das EBIT im Automobilgeschäft von BMW rechnen die Analysten für 2026 mit einer Belastung von zusätzlichen 12,1 Prozent und für 2027 mit 15 Prozent. Bei Mercedes sehen sie 2026 Belastungen des bereinigten EBIT im Pkw-Geschäft in Höhe von 14 Prozent bzw. 2027 von fast 18 Prozent, beim EBIT des VW-Konzerns erwarten sie 9 Prozent und 11 Prozent und bei Porsche in diesem Jahr 16 Prozent und im nächsten Jahr 21 Prozent. Bei Stellantis rechnen sie mit EBIT-Belastungen von 21 Prozent bzw. 19 Prozent. Sollte sich der höhere Zollsatz jedoch als dauerhafter erweisen, erwarten die Analysten von Bernstein, dass die Automobilhersteller versuchen werden, mindestens die Hälfte der ihnen entstehenden zusätzlichen Belastung wieder hereinzuholen. Dies würde unweigerlich Fragen zur Nachfrageelastizität bei höheren Preisen aufwerfen.
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May 04, 2026 05:26 ET (09:26 GMT)
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