MÄRKTE EUROPA/Uneinheitlich - Einkaufsmanagerindizes setzen keinen Impuls
04.05.2026 / 10:32 Uhr
DOW JONES--Europas Börsen zeigen sich im Frühhandel am Montag uneinheitlich. Der DAX kommt um 0,2 Prozent voran auf 24.341 Punkte, die europäischen Leitindizes geben dagegen etwas nach, der Euro-Stox-50 um 0,3 Prozent. Dass der DAX besser abschneidet als die europäischen Pendants hängt auch an Dividendenausschüttungen, die in den Indexberechnungen unterschiedlich behandelt werden.
Der Tag könnte ruhig werden, da in London feiertagsbedingt nicht gehandelt wird. Stimmungsmäßig könnten die erneut starken Quartalszahlen von Apple vom späten Donnerstag nachwirken, auf die hierzulande erst heute reagiert werden kann. Aktuell liegen die Stoxx-Subindizes Energie und Technologie leicht im Plus, während der Index der Versorgeraktien 1,8 Prozent einbüßt und am Ende rangiert. Hier drückt das Minus von 2,6 Prozent bei Enel nach einer Abstufung.
Tendenziell für etwas Zuversicht sorgen Pläne von US-Präsident Donald Trump, wonach die USA damit beginnen wollen, Handelsschiffe aus der Straße von Hormus zu leiten. Details nannte er allerdings nicht und der Iran warnte umgehen, dass dies ein Verstoß gegen die Waffenstillstandsvereinbarung wäre. Bei den Ölpreisen geht es dessen ungeachtet aber schon wieder nach oben. Brent-Öl verteuert sich um 2,3 Prozent auf über 110 Dollar.
Für Technologieaktien sprechen die jüngsten stark ausgefallenen Quartalszahlen vonm US-Technologieriesen und vor allem auch deren weiter sehr hohen Investitionen. Dazu kommen starke Vorgaben aus Asien. Die technologielastige Börse in Seoul schoss um gut 5 Prozent nach oben auf erneute Rekordhochs.
Das "Alte Europa" habe in der Breite von diesen Vorlagen aber eher weniger, sagt ein Teilnehmer. "Europa ist mit seiner industriellen Zusammensetzung wie Autos klar konjunkturabhängiger als die USA", sagt er. In diesem Zusammenhang machen die revidierten Einkaufsmanagerindizes von S&P Global für Europa zumindest etwas Hoffnung. Die Geschäftsaktivität im verarbeitenden Gewerbe der Eurozone ist im April gestiegen. Der Einkaufsmanagerindex für den Sektor stieg auf 52,2 (Vormonat: 51,6) Punkte. Damit wurde der Wert aus der ersten Lesung bestätigt. Ab 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer Wachstum.
Chris Williamson, Chief Business Economist bei S&P Global Intelligence, sieht in den Ergebnissen dennoch eher einen Grund zur Besorgnis als zum Feiern: "Produktion und Auftragseingänge werden durch den Aufbau von Sicherheitslagern gestützt, was auf weit verbreitete Sorgen über Lieferengpässe und steigende Preise infolge des Krieges im Nahen Osten zurückzuführen ist", sagt er.
Autoaktien stehen leicht unter Druck, nachdem Trump ankündigte, nun 25 statt 15 Prozent auf Importe von Autos aus der EU erheben zu wollen. Er verwies dazu auf ein im vergangenen Jahr unterzeichnetes Handelsabkommen das innerhalb der EU weiter noch nicht gesetzlich verankert ist. Der Stoxx-Subindex büßt 1,4 Prozent ein. VW, Mercedes-Benz und BMW fallen um bis zu 2,2 Prozent.
Wegen des Dividendenabschlags geht es für BASF, Continental und RWE im DAX jeweils etwas deutlicher nach unten. Stützend auf den DAX wirken deutlichere Gewinne bei den Schwergewichten Rheinmetall (+3,0%) und SAP (+1,8%). Bei Rheinmetall treibt eine Hochstufung durch Santander, bei SAP sprechen Marktteilnehmer von einer Bodenbildung.
Thyssenkrupp, die vorbörslich noch schwach tendiert hatten, steigen um 2 Prozent. Der Industriekonzern und Jindal Steel International haben ihre Gespräche über eine Beteiligung des indischen Unternehmens an Thyssenkrupp Steel Europe vorerst auf Eis gelegt und Thyssen will seine Stahlsparte erst einmal behalten. Die ursprünglichen Grundannahmen und Voraussetzungen für eine mögliche Veräußerung der Stahlsparte hätten sich in den vergangenen Monaten deutlich geändert, erklärte Thyssenkrupp. Man sehe "große Fortschritte" bei der Neuausrichtung des Stahlsegments.
Im Fokus steht die Commerzbank-Aktie. Die an einer Übernahme interessierte italienische Unicredit hält am Berichtstag eine außerordentliche Hauptversammlung ab, bei der es um eventuelle Kapitalerhöhung für die Commerzbank-Übernahme gehen soll. Commerzbank geben um 0,9 Prozent nach, Unicredit um 0,6 Prozent.
INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD Euro-Stoxx-50 5.864,93 -0,3 -16,58 5.816,48 1,3 Stoxx-50 5.061,96 -0,2 -9,48 4.992,32 2,9 DAX 24.340,70 +0,2 48,32 23.954,56 -0,6 MDAX 30.811,82 +0,7 221,87 27.039,42 0,6 TecDAX 3.734,99 +1,0 37,83 3.091,28 3,1 SDAX 18.173,51 +1,5 262,45 13.062,07 5,8 FTSE 10.380,04 +1,6 166,93 10.213,11 4,5 CAC 8.089,26 -0,3 -25,58 8.072,13 -0,7 SMI 13.133,62 -0,0 -2,65 13.031,90 -1,0 ATX 5.837,30 +0,7 42,60 5.833,94 9,6 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:29 EUR/USD 1,1713 -0,1 -0,0007 1,1677 1,1691 EUR/JPY 183,81 -0,1 -0,2600 187,21 187,2500 EUR/CHF 0,9169 +0,1 0,0008 0,9240 0,9237 EUR/GBP 0,8634 +0,1 0,0005 0,8665 0,8669 USD/JPY 156,87 -0,1 -0,1600 160,39 160,2200 GBP/USD 1,3561 -0,1 -0,0011 1,3473 1,3485 USD/CNY 6,8302 -0,1 -0,0073 6,8375 6,8380 USD/CNH 6,8248 -0,1 -0,0053 6,8464 6,8424 AUS/USD 0,7188 -0,2 -0,0015 0,7116 0,7130 Bitcoin/USD 79.684,62 +1,0 782,21 75.659,31 76.240,38 ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 103,74 +1,8 1,80 106,88 Brent/ICE 109,4 +1,1 1,23 118,03 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.579,88 -0,7 -33,74 4.541,75 Silber 74,41 -1,3 -0,93 71,48 Platin 1.961,04 -1,5 -27,88 1.879,31
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May 04, 2026 04:31 ET (08:31 GMT)
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