MÄRKTE EUROPA/Verluste in London - AstraZeneca belasten
01.05.2026 / 12:21 Uhr
DOW JONES--Der Aktienhandel in Europa beschränkt sich 1. Mai auf den Handelsplatz London, wo der der werktätigen Bevölkerung gewidmete Feiertag immer auf den ersten Monat nach dem 1. Mai fällt. Die britischen Aktien notierten am Freitag in einem dünnen Handel schwächer, der FTSE-100 verliert gegen 12.00 Uhr 0,6 Prozent auf 10.318 Punkte, nachdem er am Vortag um 1,6 Prozent angezogen hatte. Laut Jefferies war die Geopolitik dabei ausnahmsweise nicht der Haupttreiber. Der Fokus lag vielmehr auf Unternehmensgewinnen und den Entscheidungen von Bank of England und Europäischer Zentralbank, die sich im Hinblick auf Zinserhöhungen vorsichtiger als erwartet zeigten.
Die Ölpreise blieben auf hohem Niveau, da die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran feststecken. Der Iran warnte die USA vor militärischen Aktionen, nachdem Berichte über mögliche neue US-Angriffe aufgetaucht waren. Für US-Präsident Donald Trump läuft am Freitag die Frist ab, bis zu der er den Krieg entweder beenden oder den Kongress um eine Verlängerung bitten müsste. Analysten zufolge setzt die US-Seeblockade der iranischen Strategie, den Handel über die Straße von Hormus zu stören, massiv zu. Die USA versuchen nun, eine internationale Koalition ("Maritime Freedom Construct") zu bilden, um den Schiffsverkehr wieder in Gang zu bringen.
belastet wird der FTSE von Indexschwergewicht AstraZeneca. Die Aktie verliert 2,4 Prozent, nachdem ein wichtiger Ausschuss der US-Arzneimittelbehörde FDA einem Brustkrebs-Medikamentenkandidaten die Unterstützung versagt hatte. Die FDA ist zwar nicht an die Empfehlungen des Ausschusses gebunden, zieht dessen Rat jedoch bei ihrer Entscheidung in Betracht. NatWest sinken um 3,6 Prozent, belastet von einem vorsichtigen Ausblick, der offenbar schwerer wiegt als ein unerwartet hoher Gewinn im ersten Quartal.
Pearson ziehen dagegen um 2,6 Prozent an. Das Unternehmen hält an seiner Jahresprognose fest, nachdem der bereinigte Umsatz im ersten Quartal um 4 Prozent gestiegen ist. Diageo (plus 0,9 Prozent) profitieren von der Nachricht, dass die Trump-Administration Zölle auf Scotch Whisky aufheben wird. Trump gab an, King Charles III. habe ihn in einem persönlichen Gespräch dazu bewegt.
Der Dollar legte aufgrund der hohen Ölpreise und der Nachfrage nach "sicheren Häfen" zu. Der Yen festigte sich jedoch gegenüber dem Dollar auf ein Zwei-Monats-Hoch, was auf wahrscheinliche Interventionen japanischer Behörden hindeutet. Das Pfund gab gegenüber dem Euro nach.
Kontakt: hans.bentzien@dowjones.com
DJG/hab
(END) Dow Jones Newswires
May 01, 2026 06:20 ET (10:20 GMT)
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