MÄRKTE EUROPA/Leichtes Minus - Notenbanken rücken in den Fokus

27.04.2026 / 18:22 Uhr

DOW JONES--Mit leichten Abgaben haben die europäischen Aktienmärkte zu Wochenbeginn den Handel beendet. Positive Vorgaben aus Asien vom Morgen wurden wieder abgegeben, in den Fokus rückten immer mehr die Notenbanken und Quartalszahlen in der verkürzten Handelswoche. Der DAX fiel um 0,1 Prozent auf 24.084 Punkte, der Euro-Stoxx-50 reduzierte sich um 0,4 Prozent auf 5.860 Punkte. Klare Sektortendenzen gab es nicht.

Mit steigender Spannung blickten Marktteilnehmer auf die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag und vor allem ihre Kommentare. Denn europaweit stehen die Zeichen immer mehr auf Stagflation. Und wegen der schwachen Wirtschaft in Deutschland sind Zinserhöhungen kaum möglich. Denn nach dem schwachen Ifo-Index für die Industrie aus der Vorwoche brach auch das deutsche Konsumklima ein.

Laut NIM (früher: GfK) stürzte es um 5,2 Punkte auf -33,3 Punkte ab. Die Konsumenten erwarten weiter steigende Preise, aber fallende Einkommen. Die Kauflaune fiel auf ein Zwei-Jahres-Tief. Neben Investitionen fällt damit auch der Konsum für die Konjunktur aus.

Die Berichtssaison legte zu Wochenbeginn eine Pause ein, in der verkürzten Handelswoche folgen in den kommenden drei Tagen die Unternehmenszahlen dann aber geballt. Dazu kommen noch die Bank of Japan, die US-Notenbank und die Bank of England.

Nordex ragten mit kräftigen Gewinnen von 5,7 Prozent hervor nach überzeugenden Erstquartalszahlen. Der Windanlagen-Hersteller steigerte die Umsätze um 10,6 Prozent, erwartet waren laut MWB nur 9 Prozent. Das EBITDA kletterte auf 130,7 Millionen Euro und damit deutlich stärker als die erwarteten 113 Millionen.

Im DAX ging es nach einem positiven Kommentar durch Bank of America für Commerzbank um 2,4 Prozent nach oben. Deutsche Börse gaben dagegen 0,1 Prozent ab. Hier wird erwartet, dass der Börsenbetreiber am Abend gute Quartalszahlen vorlegt. Auch bei Mercedes-Benz wartet man auf die Zahlen, hier ging es 0,5 Prozent abwärts. Siemens führten dagegen den DAX mit 3,6 Prozent Plus an, nachdem sich Bernstein positiv geäussert hatte. Gut erholt zeigten sich auch die Rüstungswerte, Rheinmetall legten 2 Prozent zu.

Die Aktien von Sportwetten-Anbieter Entain zählten mit 5,4 Prozent Verlust zu den Schlusslichtern in Europa. Nach den Zahlen vergangener Woche sind Investoren weiter verstimmt durch den skeptischen Ausblick des US-Joint-Ventures BetMGM. Dort wurde ein Rückgang beim Umsatz erwartet und beim EBITDA nur das Erreichen der unteren Spanne. Die Analysten von Berenberg sahen allerdings keinen Grund zur Sorge. Deren Geschäft sei in den USA gut etabliert, das Online-Wachstum war ermutigend. Sie bestätigten daher ihre Kaufempfehlung.

Südzucker gaben 0,2 Prozent ab. Zwar hat der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr deutliche Rückgänge bei Umsatz und Gewinn verbucht, ist aber im Rahmen der eigenen Ausblicksspannen geblieben. Die im Februar angekündigte außerordentliche Abschreibung auf das Anlagevermögen betrug 470 Millionen Euro lag nur am unteren Rand der angepeilten Spanne.

Hannover Rück fielen um 2,6 Prozent, sie rüsten sich für ein raueres Geschäftsumfeld: Der weltweit drittgrößte Rückversicherer spürt laut Börsenzeitung einen intensiveren Preiswettbewerb. Das Unternehmen erwäge, 2026 erneut Verluste aus der Veräußerung von Zinstiteln im Kapitalanlagebestand zu realisieren und die Mittel aus den alten Papieren in höher rentierliche Anlagen zu investieren.

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INDEX            zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50   5.860,32   -0,4     -23,16        5.883,48        1,2 
Stoxx-50        5.040,09   -0,3     -16,53        5.056,62        2,5 
DAX            24.083,53   -0,2     -45,45       24.128,98       -1,6 
MDAX           30.362,01   +0,4     112,08       27.039,42       -0,9 
TecDAX          3.651,75   -0,3     -12,55        3.091,28        0,8 
SDAX           17.670,01   -0,3     -57,32       13.062,07        2,8 
CAC             8.141,92   -0,2     -15,90        8.157,82       -0,1 
SMI            13.165,23   -0,0      -4,47       13.169,70       -0,8 
ATX             5.763,77   +0,2       9,94        5.753,83        8,6 
 
DEVISEN          zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  Fr, 18:01 
EUR/USD           1,1733   +0,1     0,0013          1,1720     1,1718 
EUR/JPY           186,91   +0,1     0,1900           186,7   186,7200 
EUR/CHF           0,9203   +0,1     0,0006          0,9195     0,9193 
EUR/GBP           0,8656   -0,0    -0,0002          0,8658     0,8667 
USD/JPY           159,28   -0,1    -0,0900          159,37   159,3200 
GBP/USD           1,3554   +0,2     0,0023          1,3531     1,3513 
USD/CNY           6,8228   -0,2    -0,0131          6,8359     6,8359 
USD/CNH            6,825   -0,1    -0,0079          6,8329     6,8327 
AUS/USD           0,7193   +0,6     0,0045          0,7148     0,7152 
Bitcoin/USD    76.723,87   -1,9  -1.512,98       78.236,85  78.042,78 
 
ROHÖL            zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex          96,12   +1,8       1,72            94,4 
Brent/ICE         108,33   +2,9       3,00          105,33 
 
Metalle          zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold            4.673,14   -0,8     -35,55        4.708,69 
Silber             74,93   -1,0      -0,74           75,67 
Platin          1.986,46   -1,2     -24,65        2.011,11 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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April 27, 2026 12:21 ET (16:21 GMT)

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