KORREKTUR: XETRA-SCHLUSS/Warten auf Zahlen - Deutscher Konsum bricht ein
27.04.2026 / 18:08 Uhr
(In dem um 18:01 Uhr MESZ gesendeten Bericht ist der DAX-Schlussstand im letzten Satz des ersten Absatzes nicht korrekt. Der Satz muss wie folgt richtig lauten: Der DAX fiel schließlich um 0,1 Prozent auf 24.084 (NICHT: 24.094) Punkte. Es folgt eine berichtigte Fassung):
XETRA-SCHLUSS/Warten auf Zahlen - Deutscher Konsum bricht ein
DOW JONES--Knapp behauptet hat sich der deutsche Aktienmarkt am Montag aus dem Handel verabschiedet. Die positiven Vorgaben aus Asien vom Morgen wurden nicht aufgenommen. Wie bereits in der Vorwoche handelte der DAX orientierungslos. Aufgelaufene Gewinne wurden am Nachmittag wieder aufgegeben. Der DAX fiel schließlich um 0,1 Prozent auf 24.094 Punkte.
Immer stärkere Sorgen machen sich Marktteilnehmer vor der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Denn hier stehen die Zeichen immer mehr auf Stagflation. Nach dem schwachen Ifo-Index für die Industrie aus der Vorwoche gehen nun auch die Verbraucher in Deckung:
Wie die aktuellen Daten von NIM (früher: GfK) zeigten, ist das "Konsumklima im Sinkflug". Die Verbraucherstimmung brach um 5,2 Punkte ein auf -33,3 Punkte. Die Konsumenten erwarten weiter steigende Preise, die Einkommenserwartungen fielen auf den niedrigsten Wert seit Februar 2023. Die Kauflaune rutschte auf ein Zwei-Jahres-Tief, so das NIM-Institut. Neben Investitionen fällt damit auch der Konsum für die Konjunktur aus.
Die Berichtssaison legte zu Wochenbeginn eine Pause ein, in der verkürzten Handelswoche folgen in den kommenden drei Tagen die Unternehmenszahlen dann aber geballt. Dazu kommen noch die Bank of Japan, die US-Notenbank und die Bank of England.
Nordex ragten mit kräftigen Gewinnen von 5,7 Prozent hervor nach überzeugenden Erstquartalszahlen. Der Windanlagen-Hersteller steigerte die Umsätze um 10,6 Prozent, erwartet waren laut MWB nur 9 Prozent. Das EBITDA kletterte auf 130,7 Millionen Euro und damit deutlich stärker als die erwarteten 113 Millionen.
Im DAX ging es nach einem positiven Kommentar durch Bank of America für Commerzbank um 2,4 Prozent nach oben. Deutsche Börse gaben dagegen 0,1 Prozent ab. Hier wird erwartet, dass der Börsenbetreiber am Abend gute Quartalszahlen vorlegt. Auch bei Mercedes-Benz wartet man auf die Zahlen, hier ging es 0,5 Prozent abwärts. Siemens führten dagegen den DAX mit 3,6 Prozent Plus an, nachdem sich Bernstein positiv geäussert hatte. Gut erholt zeigten sich auch die Rüstungswerte, Rheinmetall legten 2 Prozent zu.
Südzucker gaben 0,2 Prozent ab. Zwar hat der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr deutliche Rückgänge bei Umsatz und Gewinn verbucht, ist aber im Rahmen der eigenen Ausblicksspannen geblieben. Die im Februar angekündigte außerordentliche Abschreibung auf das Anlagevermögen betrug 470 Millionen Euro lag nur am unteren Rand der angepeilten Spanne.
Hannover Rück fielen indes um 2,6 Prozent, sie rüsten sich für ein raueres Geschäftsumfeld: Der Rückversicherer spürt laut Börsenzeitung einen intensiveren Preiswettbewerb. Das Unternehmen erwäge, 2026 erneut Verluste aus der Veräußerung von Zinstiteln im Kapitalanlagebestand zu realisieren und die Mittel aus den alten Papieren in höher rentierliche Anlagen zu investieren.
Die an dieser Stelle üblicherweise folgende Tabelle muss aus technischen Gründen leider entfallen.
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