MARKT USA/Verhaltener Start in ereignisreiche Woche erwartet
27.04.2026 / 11:47 Uhr
Die US-Börsen dürften wenig verändert in die neue Woche starten. Leicht stützend wirkt die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme der diplomatischen Bemühungen um eine Lösung im Irankrieg. Zwar hat US-Präsident Donald Trump eine Reise der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nach Pakistan zu Gesprächen mit dem Iran abgesagt. Er fügte aber hinzu, dass die Iraner zehn Minuten, nachdem er die Reise abgesagt hatte, ein viel besseres Angebot geschickt hätten. Dieses sehe vor, dass der Iran im Rahmen eines Abkommens keine Atomwaffen besitze. Die Ölpreise steigen nach den geplatzen Verhandlungen derweil weiter. Das Barrel Brentöl kostet mit 108,19 Dollar aktuell 2,7 Prozent mehr als am Freitag.
Am Montag ist es noch recht ruhig, aber die kommenden Tage haben es in sich, denn die Bilanzsaison geht in eine heiße Phase: Fünf der als "Glorreiche Sieben" betitelten US-Technologiekonzerne werden Geschäftszahlen vorlegen. Am Mittwoch nach Börsenschluss werden Meta Platforms, die Google-Mutter Alphabet und Amazon Zahlen zum ersten Quartal veröffentlichen. Microsoft wird über den Verlauf ihres dritten Geschäftsquartals berichten. Am Donnerstag folgt dann nach der Schlussglocke Apple mit den Zahlen ihres zweiten Geschäftsquartals. Daneben werden zahlreiche andere US-Unternehmen ihre Bücher öffnen.
Letzte Fed-Sitzung unter Powell
Ein weiteres Highlight ist der Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch. Es wird voraussichtlich die letzte Zinssitzung unter Fed-Chef Jerome Powell sein, dessen Amtszeit im Mai endet. Nachdem das Justizministerium die Ermittlungen gegen Powell zu dessen Aussage vor dem Kongress bezüglich der Renovierungsarbeiten der Federal Reserve eingestellt hat, scheint der Weg für eine Bestätigung des designierten Nachfolgers Kevin Warsh frei.
Ökonomen und Börsianer gehen davon aus, dass der Offenmarktausschuss (FOMC) der Fed das aktuelle Zinsniveau beibehalten wird. Auf der einen Seite zeigen sich am US-Arbeitsmarkt klare Abkühlungstendenzen und auf der anderen Seite erweist sich die Inflation aber als zu hartnäckig, um der von US-Präsident Donald Trump geforderten Zinssenkung einfach nachzukommen.
Am Montag stehen keine wichtigen Konjunkturdaten auf der Agenda. Unternehmensseitig wird der Telekomkonzern Verizon Geschäftszahlen vorlegen.
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(END) Dow Jones Newswires
April 27, 2026 05:46 ET (09:46 GMT)
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