EZB/Lane sieht "machbare" Vorschläge für Safe Asset

22.04.2026 / 09:40 Uhr

Von Hans Bentzien

DOW JONES--Das Angebot an sicheren, in Euro denominierten Vermögenswerten (Safe Asset) lässt sich nach Aussage von Philip Lane, Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), bei aktueller Rechtslage auf verschiedenen Wegen erhöhen. Bei einer Konferenz zu diesem Thema verwies Lane auf eine denkbare gemeinsamen Schuldenaufnahme für europäische Zwecke wie etwa Verteidigung sowie die von Philipp Hildebrand, Helene Rey, Moritz Schularick und von Olivier Blanchard und Angel Ubide (Blue/Red Bonds) gemachten Vorschläge für ein Safe Asset. Als weitere Möglichkeit nannte er die Verbriefung von Staatsanleihen (Sovereign bond-backed securities - SBBS).

Lane zufolge haben alle diese Modelle ihre Grenzen, sind aber "prinzipiell machbar" und könnten einander ergänzen. "Weitere Fortschritte bei der Ausweitung des Bestands an gemeinsamen Schulden in Europa hängen letztlich von ausreichendem politischem Willen und gegenseitigem Vertrauen ab", sagte Lane weiter. Dies schließe die volle und gemeinsame Anerkennung ein, dass die Sicherheit gemeinsamer Schulden auf der robusten und nachweisbaren Verpflichtung aller Mitgliedstaaten beruhe, nachhaltige nationale Schuldenpfade beizubehalten. Eine Ausweitung gemeinsamer Schulden erhöhe die Bedeutung der Haushaltsdisziplin auf nationaler Ebene.

Kontakt: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/apo

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April 22, 2026 03:40 ET (07:40 GMT)

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