PRESSESPIEGEL/Unternehmen
21.04.2026 / 06:36 Uhr
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
TESLA - Ein niederländischer Tesla-Kunde hat eine europaweite Sammelklage gegen den US-Elektroautobauer angestoßen und binnen weniger Tage 3.000 Mitstreiter aus 29 Ländern gefunden. Mischa Sigtermans, Manager einer KI-Firma, wirft Tesla vor, ihm 2019 ein Fahrzeug mit dem Versprechen verkauft zu haben, es werde künftig autonom fahren. Er zahlte damals mehr als 6.000 Euro für das sogenannte FSD-Paket, das später autonomes Fahren per Software-Update erlauben sollte. (Handelsblatt)
RRPS - Der Gesamtbetriebsrat des Motorenherstellers Rolls-Royce Power Systems (RRPS) befürchtet die Verlagerung von rund 2.000 Entwickler-Stellen vom Stammsitz in Friedrichshafen am Bodensee nach Indien. "Wenn wir so weitermachen, stehen wir in fünf Jahren wieder hier und überlegen, wie wir weit mehr Stellen abbauen können", sagte der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats, Thomas Bittelmeyer, bei einer Betriebsversammlung vor der Zentrale. Hintergrund der Warnung ist die Ankündigung der RRPS-Muttergesellschaft, dem englischen Triebwerkshersteller Rolls-Royce, bis 2029 in Indien rund 10.000 Stellen zu schaffen, vor allem in Forschung und Entwicklung sowie Digitalisierung. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
SIEMENS - Der Technologiekonzern Siemens spielt weltweit eine führende Rolle bei der Automatisierung der Industrie. Damit sich das im KI-Zeitalter nicht ändert, arbeitet das DAX-Unternehmen intensiv an KI-Lösungen. Ein Kernprojekt hat Siemens nun am Montag auf der Hannover Messe vorgestellt: einen KI-Agenten für Ingenieure mit dem Namen "Eigen". "Der Agent kann Ingenieurarbeit um bis zu 50 Prozent effizienter machen", sagte Siemens-Vorstand und -Technologiechef Peter Körte dem Handelsblatt. KI-Agenten können anders als herkömmliche Anwendungen wie Chatbots auch handeln und komplexere Aufgaben planen und entscheiden. Sie arbeiten dabei nicht nur auf Zuruf, sondern in iterativen Schleifen: Sie planen Aufgaben, führen sie aus, überprüfen die Ergebnisse und korrigieren sich bei Bedarf selbst. (Handelsblatt)
FRAPORT - Die Eröffnung des Terminal 3 erlaubt es dem Frankfurter Flughafen, Terminal 2 für eine Grundsanierung schließen. Dennoch habe man Platz für 10 Millionen Passagiere mehr als vorher, sagte Stefan Schulte, Chef der Betreibergesellschaft Fraport, der FAZ. "Neue Abläufe sorgen auch für eine Entspannung auf dem Vorfeld. Bislang mussten die Abläufe an Passagierflugzeugen auf der Nordseite des Flughafens konzentriert werden, Terminal 3 steht im Süden. Das entzerrt die hohe Verdichtung und wird zu einer höheren Pünktlichkeit führen", so Schulte weiter. Fraport will 2026 mit 65 bis 66 Millionen Passagieren etwa 95 Prozent des früheren Aufkommens an Passagieren erreichen. "Damit sind wir dichter an Vor-Pandemie-Werten dran als alle anderen großen deutschen Flughäfen." (FAZ)
SEFE - Der ehemalige Gazprom-Ableger Sefe, der früher Gazprom Germania hieß, plant eine Kapitalerhöhung. Das bestätigte eine Sprecherin des Unternehmens dem Handelsblatt. Sefe will so 1,5 bis 2 Milliarden Euro an frischem Kapital einsammeln. Dadurch würden die Anteile des Bundes verwässert, der das Unternehmen seit der Energiekrise, die auf den russischen Angriff auf die Ukraine folgte, vollständig besitzt. Es ist der erste Schritt des Staates, um eine EU-Auflage zu erfüllen: Bis Ende 2028 muss der Bund die Gasversorger Sefe und Uniper zu 75 Prozent reprivatisieren. (Handelsblatt)
REVOLUT - Revolut-Chef Nik Storonsky will die britische Neobank an die Börse bringen - jedoch nicht vor 2028. Ein IPO sei "noch zwei Jahre entfernt". Das sagte Storonsky in einem Videointerview für eine kommende Folge der "David Rubenstein Show", einer Bloomberg-Interviewserie mit hochrangigen Wirtschafts- und Politikvertretern. Der Zeitpunkt hänge von den Marktumständen ab, sagte er. Ein Revolut-Sprecher teilte auf Anfrage zudem mit: "Unser Fokus liegt aktuell nicht auf einem Börsengang, sondern darauf, unser Geschäft weiter auszubauen, neue Produkte zu entwickeln und unseren Nutzern weltweit noch bessere und günstigere Services anzubieten." Langfristig könne ein Börsengang sinnvoll sein. (Handelsblatt)
RIVIAN - Der CEO des E-Auto-Startups Rivian hat nach der Partnerschaft mit Volkswagen seine Bemühungen verstärkt, weitere große Automobilhersteller dazu zu bewegen, seine Technologie zu lizenzieren. Es sei "undenkbar", dass traditionelle Akteure ihren Marktanteil ohne bessere Software halten könnten, sagte RJ Scaringe in einem Interview im Büro des Elektro-Lkw-Herstellers in Palo Alto. "Wenn man kein hohes Maß an Autonomie und ein zunehmend von Software und KI definiertes Fahrzeug hat, verliert man Marktanteile." Rivian hofft, dass mehr traditionelle Autohersteller für ein Paket aus Elektro- und Autonomie-Fahrzeugsoftware bezahlen werden, um nicht Milliarden für interne Tech-Teams auszugeben. (Financial Times)
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