MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
17.04.2026 / 07:32 Uhr
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+++++ TAGESTHEMA +++++
Der Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern Drägerwerk hat seinen Wachstumskurs im ersten Quartal fortgesetzt. Auf Basis vorläufiger Zahlen stieg der Umsatz im ersten Quartal um 3,5 Prozent auf rund 756 Millionen Euro, wie der im SDAX und TecDAX notierter Konzern mitteilte. Währungsbereinigt beläuft sich der Anstieg auf 6,9 Prozent. Zu dem Wachstum trugen beide Segmente bei. Während die Medizintechnik um 1,1 Prozent auf rund 418 Millionen Euro zulegte, setzte die Sicherheitstechnik mit rund 338 Millionen Euro 6,6 Prozent mehr um. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich deutlich auf rund 18 Millionen Euro, von nur 0,4 Millionen im Vorjahreszeitraum. Die EBIT-Marge stieg von 0,1 Prozent auf rund 2,4 Prozent. Der Konzern hatte im Vorjahr eine tariflich bedingte Einmalzahlung für Beschäftigte in Deutschland geleistet. Zudem verbesserte sich die Bruttomarge. Der Auftragseingang stieg um 0,5 Prozent auf rund 865 Millionen Euro. Währungsbereinigt lag das Wachstum bei 3,4 Prozent, dazu trugen ebenfalls beide Sparten bei. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 kalkuliert das Drägerwerk weiterhin mit einer EBIT-Marge von 5,0 bis 7,5 Prozent, was in der Mitte unter dem zuletzt erreichten Wert läge. Der Umsatz soll "aufgrund des guten Auftragseingangs" um 1,0 bis 5,0 Prozent steigen, währungsbereinigt werden dabei 2,0 bis 6,0 Prozent Wachstum unterstellt. Die vollständigen Ergebnisse für die ersten drei Monate des Geschäftsjahres werden am 30. April veröffentlicht.
+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++
07:00 SE/Ericsson - Telefon AB LM Ericsson, Ergebnis 1Q
DIVIDENDENABSCHLAG
(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)
Mercedes-Benz 3,50 EUR
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
Es stehen keine relevanten Daten zur Veröffentlichung an.
+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++
Aktuell: Index zuletzt +/- % DAX Futures 24.315,00 -0,0 E-Mini-Future S&P-500 7.079,00 +0,0 E-Mini-Future Nasdaq-100 26.455,50 -0,1 Topix (Tokio) 3.780,27 -0,9 Hang-Seng (Hongk.) 26.057,21 -1,3 Shanghai-Comp. 4.042,94 -0,3 Donnerstag: INDEX zuletzt +/- % DAX 24.154,47 +0,4 DAX-Future 24.268,00 +0,0 XDAX 24.101,21 -0,2 MDAX 30.938,35 +0,2 TecDAX 3.653,06 +1,4 SDAX 17.978,27 +0,9 Euro-Stoxx-50 5.933,28 -0,1 Stoxx-50 5.095,81 -0,1 Dow-Jones 48.578,72 +0,2 S&P-500 7.041,09 +0,3 Nasdaq Composite 24.102,70 +0,4
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
EUROPA
Ausblick: Mit einer leicht positiven bis uneinheitlichen Tendenz werden die europäischen Aktienmärkte am Freitag erwartet. Vom DAX wird eine Fortsetzung seiner wenig dynamischen Seitwärtsbewegung erwartet. Im Fokus der Börsen in Europa stehen nun immer stärker die Zahlen der Berichtssaison, allerdings ist gerade hier der Datenkalender am Freitag recht dünn. Bremsspuren kommen von schwachen Zahlen bei Netflix, die nachbörslich 9,3 Prozent einbrachen. Das Potenzial für US-Zinserleichterungen sinkt, nachdem auch Fed-Gouverneur Stephen Miran am Vorabend sagte, dass er seine Prognose für Zinssenkungen in diesem Jahr überdenke und seine Erwartung von vier auf möglicherweise drei Senkungen reduziere. Er räumte ein, dass die Inflationslage bereits vor dem Krieg mit dem Iran komplizierter geworden sei. Stützend dürfte die anhaltende Ruhe in Nahost wirken. Allerdings bleibt die Stimmung fragil, "da ein sofortiges Abkommen unwahrscheinlich ist, da die Länder bei Schlüsselfragen weiterhin weit auseinanderliegen", sagt Skye Masters, Leiterin der Marktanalyse bei der National Australia Bank.
Rückblick: Etwas höhere Gewinne im Verlauf wurden wieder abgegeben. "Die Anleger in Frankfurt mussten heute mit etwas Enttäuschung den neuen Kursrekorden in New York und Tokio hinterherschauen", sagte CMC-Chefstratege Andreas Lipkow. Stützend wirkten die Aussicht auf weitere Friedensgespräche in Nahost, dazu kamen überwiegend gute Nachrichten aus dem Unternehmensbereich quer durch alle Branchen. Auch konjunkturell stützten bessere Daten aus China: Die dortige Wirtschaft hat ihr Wachstum im ersten Quartal diesen Jahres beschleunigt. Bei Easyjet ging es 5 Prozent abwärts. Der Billigflieger rechnet im ersten Halbjahr mit einem rund 40 Prozent höheren Vorsteuerverlust als im Vorjahr. Dazu hat die Deutsche Bank nach den Zahlen ihr "Sell" bestätigt. Tesco standen mit 4,7 Prozent Plus unangefochten an der Spitze der europäischen Einzelhändler. Die Geschäftszahlen der Briten hatten positiv überrascht. Auch der Ausblick kam trotz inflationsbedingt breiter Prognosespanne gut an. Kräftige Kursgewinne gab es bei den Online-Apotheken: So haben Docmorris einen soliden Jahresstart hingelegt, was die Aktien um 10,6 Prozent anschob. Entsprechend ging es beim Konkurrenten Redcare Pharmacy ("Shop Apotheke") um 9,5 Prozent nach oben.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Etwas fester - Airbus hat vor der Veröffentlichung der Ergebnisse für das erste Quartal 2026 zurückhaltende Kommentare zu den Margen und zum freien Cashflow (FCF) abgegeben, meinte RBC. Der Markt hatte jedoch nichts anderes erwartet, die Aktien legten um 0,1 Prozent zu. Bei Lufthansa (-3,4%) nahm der Druck wegen der dauernden Streiks zu. Die Airline will nun sogar ihren Zubringerflieger Cityline einstellen. Händler fürchten dahinter Signale für eine Eskalation. Gerresheimer haussierten um 19,4 Prozent, sie haben sich mit ihren Kreditgebern auf eine Fristverlängerung für die Vorlage des testierten Jahres- und Konzernabschlusses 2025 geeinigt. Zeit ist nun bis zum 30. September. Brenntag sprangen um 4,1 Prozent an, nachdem Goldman Sachs die Kaufempfehlung für die Aktien wiederholt und das Kursziel erhöht hat. CTS Eventim kletterten 3,5 Prozent. Für Rückenwind sorgt das Urteil gegen US-Wettbewerber Live Nation Entertainment. Eine Bundesjury befand, dass Live Nation den Ticketing-Markt für große Konzerte in den USA illegal monopolisiert hat. Heidelberger Druckmaschinen fielen nach vorläufigen Zahlen um 11,2 Prozent. Die bereinigte EBITDA-Marge liegt voraussichtlich bei rund 6,6 Prozent, die Prognose sah gegenüber dem Vorjahreswert aber eine auf 7,1 Prozent verbesserte Marge vor.
XETRA-NACHBÖRSE
Im nachbörslichen Handel stachen die Aktien von Drägerwerk positiv hervor. Der Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern Drägerwerk hat seinen Wachstumskurs im ersten Quartal fortgesetzt und sieht sich Drägerwerk auf gutem Weg zu den Jahreszielen. Die Drägerwerk-Vorzugsaktie legte im nachbörslichen Handel auf Tradegate um 4,2 Prozent im Vergleich zum Xetra-Schluss zu
USA - AKTIEN
ETWAS FESTER - Die Kursrally hat am Donnerstag eine Pause eingelegt. Die Vereinbarung auf eine Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon sorgte bei Anlegern für vorsichtigen Optimismus. Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump haben die beiden Länder einer zehntägigen Waffenruhe zugestimmt. Dies könnte einen Stolperstein für ein Friedensabkommen im Nahen Osten beseitigen. Nachdem der S&P-500-Index und der Nasdaq-Composite am Mittwoch eine rasante Rally mit Rekord-Schlusständen hingelegt hatten, fragten sich die Marktteilnehmer nun, wie es weitergeht. Kleinere tägliche Schwankungen könnten nach Einschätzung von Frank Cappelleri, Gründer des Analyseunternehmens Cappthesis, sogar "gesund" sein. Es komme nun darauf an, wie die nächste Phase der Gewinnmitnahmen ablaufe und im besten Fall finde der Markt auf einem höheren Niveau Boden, so Cappelleri. Das wäre eine Bestätigung für einen intakten Aufwärtstrend, was zeigt, dass der Optimismus so groß ist, dass Investoren nicht mehr warten, bis der Preis ganz unten ist, sondern schon früher zugreifen. Die als "Magnificent Seven" bekannten großen Tech-Aktien notierten größtenteils im Minus, wobei Tesla (-0,8 Prozent) und Apple (-1,1 Prozent) die deutlichsten Verluste verzeichneten. Da diese sieben Firmen einen überproportionalen Einfluss auf den S&P-500 haben, hielten sie den Index in Schach.
USA - ANLEIHEN
Die Renditen am US-Anleihemarkt zogen zum Handesende etwas an und die Zehnjahresrendite kletterte um 4 Basispunkte auf 4,31 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen Papiere dürfte kaum über 4,5 Prozent steigen, meinte Chip Hughey von Truist. Die Renditen sind im vergangenen Monat stark gestiegen, da der Krieg im Iran die Ölpreise in die Höhe getrieben hat. "Die Festschreibung länger laufender festverzinslicher Wertpapiere wurde mit diesem wirklich abrupten Anstieg der Renditen attraktiver", sagte Hughey. Er fügt hinzu, dass die Art von Inflationssorgen, die die Benchmark-Rendite über 4,5 Prozent treiben würden, auch Wachstumssorgen auslösten, die typischerweise den gegenteiligen Effekt hätten. Dieses hohe Niveau könnte Anleger auch dazu veranlassen, Aktien zu verkaufen und Anleihen zu kaufen, was die Renditen ebenfalls begrenzen würde.
+++++ DEVISENMARKT +++++
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 18:40 Uhr EUR/USD 1,1782 +0,0 0,0001 1,1781 1,1775 EUR/JPY 187,92 +0,2 0,4400 187,4800 187,4300 EUR/CHF 0,9227 -0,0 -0,0003 0,9230 0,9228 EUR/GBP 0,8712 +0,1 0,0004 0,8708 0,8702 USD/JPY 159,47 +0,2 0,2900 159,1800 159,1600 GBP/USD 1,352 -0,0 -0,0004 1,3524 1,3526 USD/CNY 6,8246 +0,1 0,0038 6,8208 6,8208 USD/CNH 6,8251 +0,1 0,0041 6,8210 6,8227 AUS/USD 0,7169 +0,1 0,0009 0,7160 0,7161 Bitcoin/USD 74.712,92 -0,7 -523,50 75.236,42 74.423,60
Der Dollar-Index legte um 0,2 Prozent zu. Marktteilnehmer verwiesen darauf, dass noch Unsicherheit herrsche über den Zeitpunkt der erwarteten neuen Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran.
+++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.803,09 +0,3 15,31 4.787,78 Silber 79,09 +0,9 0,69 78,41 Platin 2.087,98 +0,1 2,07 2.085,91
Gold hatte sich im Handelsverlauf zwar von dem Vortagesminus erholt, zeigte sich aber zur Schlussglocke dann unverändert bei 4.790 Dollar je Feinunze. "Die Bewegung bei Gold wurde durch ein Umfeld unterstützt, in dem Anleger ein Gleichgewicht zwischen Risikoanlagen und sicheren Anlageinstrumenten suchen", meinte Antonio Di Giacomo von XS.com. Er fügt hinzu, Gold habe in den letzten Wochen bei höherer Handelsvolatilität Widerstandsfähigkeit gezeigt. Die Haltung gegenüber Edelmetallen sei jedoch nach wie vor eher spekulativ als eine Entscheidung für einen sicheren Hafen.
ÖL
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 93,33 -1,4 -1,36 94,69 Brent/ICE 98,09 -1,3 -1,30 99,39
Die Ölpreise legten wieder deutlicher zu. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg zur Schlussglocke um 3,2 Prozent auf 98,09 US-Dollar. Die USA haben erklärt, dass sie mit dem Iran in Verbindung stehende Schiffe auch außerhalb des Nahen Ostens verfolgen und die Blockade so lange wie nötig fortsetzen werden. "Die USA erhöhen den Druck auf den Iran, indem sie seine Ölexporteinnahmen unterbinden", so die Analysten von DNB. Unterdessen gebe es "immer noch keine Garantie, dass der Waffenstillstand verlängert wird." Im asiatischen Handel kommen die Ölpreise wieder leicht zurück.
+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++
IRAN-KRIEG
Nach Aussage von US-Präsident Trump könnten die USA an diesem Wochenende Gespräche mit dem Iran führen. "Vielleicht am Wochenende", sagte er vor Reportern auf die Frage nach potenziellen Verhandlungen. "Wir sind sehr nah dran, einen Deal zu machen", fügte Trump hinzu. Auf die Frage, ob er plane, den Waffenstillstand mit dem Iran zu verlängern, sagte Trump, er hoffe auf einen baldigen Abschluss. "Wir kommen sehr gut voran, das kann ich Ihnen sagen", sagte er. "Vielleicht wird es schon vorher passieren. Ich bin mir nicht sicher, ob er [der Waffenstillstand] verlängert werden muss."
ISRAEL / LIBANON
Laut US-Präsident Donald Trump haben Israel und der Libanon eine Vereinbarung über einen zehntägigen Waffenstillstand getroffen, der am Donnerstagabend in Kraft treten soll.
GELDPOLITIK USA
Fed-Gouverneur Stephen Miran erklärte auf einem Wirtschaftsforum, er überdenke seine Zinssenkungsprognose für das Jahr. Er reduziere seine Prognose von vier auf möglicherweise drei Senkungen. Zudem räumte er ein, dass die Inflationslage schon vor Beginn des Krieges mit dem Iran komplizierter geworden sei.
ALSTOM
hat in seinen vorläufigen Ergebnissen für das Geschäftsjahr 2026 einen höheren Umsatz ausgewiesen, der auf einen robusten Auftragseingang zurückzuführen ist. Der Umsatz kletterte im per 31. März beendeten Geschäftsjahr auf berichteter Basis um 4 Prozent auf 19,2 Milliarden Euro. Die Auftragseingänge kletterten demnach um 39 Prozent auf 27,6 Milliarden Euro.
STELLANTIS / MICROSOFT
Microsoft und der europäische Automobilhersteller Stellantis wollen bei der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI), Cybersicherheit sowie dem Aufbau von Ingenieurskapazitäten zusammenarbeiten. Im Rahmen der auf fünf Jahre angelegten Partnerschaft wird Stellantis Microsoft Azure zur Modernisierung seiner Infrastruktur nutzen, mit dem Ziel, die Fläche der Rechenzentren bis 2029 um 60 Prozent zu reduzieren.
NETFLIX
Der US-Streamingdienst hat mit seinem Ergebnis und Umsatz für das erste Quartal zwar die Analystenerwartungen übertroffen, mit dem Ausblick für das laufende Zweitquartal allerdings enttäuscht. Zudem wird Mitbegründer und Chairman Reed Hastings zurücktreten, um sich "seiner Philanthropie und anderen Bestrebungen zu widmen".
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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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April 17, 2026 01:31 ET (05:31 GMT)
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