PRESSESPIEGEL/Unternehmen
15.04.2026 / 06:29 Uhr
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
HECKLER & KOCH - Deutschlands größter Hersteller von Handfeuerwaffen streckt die Fühler nach Rumänien und Südkorea aus, um bei erwarteten Ausschreibungen für ein neues Sturmgewehr der Streitkräfte der beiden Länder mitmischen zu können. In Südkorea unterzeichnete Heckler & Koch kürzlich mit dem dortigen Handwaffenhersteller SNT Motiv eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit. Vorstandschef Jens Bodo Koch sagte nun bei einer Videokonferenz anlässlich der Bilanzvorlage, man hoffe, das beste Angebot machen zu können, um den Auftrag zu gewinnen. In Rumänien gründete das deutsche Unternehmen schon vor längerer Zeit eine Tochtergesellschaft. "Hier geht es dann um lokale Produktion, wenn die Ausschreibung kommt", so Koch. (FAZ)
OPENAI - Der US-Konzern Open AI hat sein Rechenzentrumsprojekt Stargate UK für Künstliche Intelligenz (KI) in Großbritannien vorerst gestoppt. Als Gründe dafür nannte der ChatGPT-Entwickler die hohen Strompreise und die Regulierung. Das britische Stargate-Projekt sollte Teil der globalen Aufbaustrategie für etwa eine halbe Milliarde Dollar sein. In den Rechenzentren werden die KI-Modelle von Open AI trainiert und gehostet. Schwesterprojekte existieren bereits in den USA, Norwegen und in den Emiraten. Für Großbritannien ist die Absage ein Rückschlag, der die Debatte über die hohen Strompreise abermals verschärft. Die Pläne sahen vor, schon in diesem Frühjahr bis zu 8.000 Nvidia-Chips in Zusammenarbeit mit dem Rechenzentrenbetreiber Nscale an Standorten vor allem in Nordengland anzumieten. Längerfristig sollten bis zu 31.000 Chips, sogenannte "Graphics Processing Units", für die KI-Strategie in Großbritannien eingesetzt werden. All das legt Open AI nun auf Eis. (FAZ)
ANTHROPIC - Das neue KI-Modell "Claude Mythos" sorgt in Deutschland weiter für Kontroversen. Das Modell hat laut dem US-Entwickler Anthropic bereits "Tausende kritische Sicherheitslücken" entdeckt, einige davon in weitverbreiteten Betriebssystemen und Browsern. Die Finanzaufsicht Bafin warnt jetzt vor Risiken für Banken. Auch der Telekom-Sicherheitschef Thomas Tschersich warnt vor der Entwicklung. "Das ist wirklich die nächste Stufe der Effizienz." Viele Kunden hätten sich aus Sorge vor Mythos gemeldet. Tschersich sieht darin aber auch einen möglichen "Hype". (Handelsblatt)
BP - Die neue BP-Chefin Meg O'Neill will die Struktur des Konzerns in zwei Hauptgeschäftsbereiche zu vereinfachen. Dies ist eine Rückkehr zur Struktur des britischen Ölkonzerns vor seinen Bemühungen im Jahr 2020, sich in ein Unternehmen für grüne Energie zu verwandeln. O'Neill teilte der Belegschaft am Dienstag mit, dass BP in einen Geschäftsbereich umstrukturiert werde, der sich auf die Öl- und Gasförderung konzentriert, und in einen weiteren, der Raffinerie, Vertrieb und Einzelhandel abdeckt, ohne dabei einen Zeitplan für die Änderungen festzulegen oder neue Führungskräfte anzukündigen. (Financial Times)
OPENAI/ANTHROPIC - Die Auseinandersetzung zwischen OpenAI und Anthropic um die KI-Vorherrschaft spitzt sich zu. Denise Dresser, die neue Chief Revenue Officer (CRO) von OpenAI, hat sich in einem internen Memo dahingehend geäußert, dass Anthropic Brutto-Umsatzzahlen präsentiere. Damit werde der von einem Monat auf 1 Jahr hochgerechnete Umsatzausweis (ARR, Annual Revenue Run Rate) um rund 8 Milliarden Dollar zu hoch ausgewiesen. Die Kennziffer ARR hatte bei Anthropic Ende 2025 bei 9 Milliarden Dollar gelegen und sich bis Ende März auf 30 Milliarden Dollar vervielfacht. OpenAI hatte per Ende Februar einen ARR von 25 Milliarden Dollar berichtet. In dem Streit geht es um die Pole Position im KI-Markt und zu welchen Bedingungen sich Finanzierungen durchziehen lassen. (Börsen-Zeitung)
LUFTHANSA - Ein Großaktionär der Lufthansa Group beklagt einen Missbrauch des Streikrechts bei dem Airline-Konzern. Karl Gernandt, der Präsident des Verwaltungsrats der Kühne Holding, äußert sich nur selten zu Vorgängen bei den Beteiligungen des Logistikmilliardärs Klaus-Michael Kühne. Doch angesichts der aktuellen Streiks bei Lufthansa sah sich der Manager offensichtlich dazu gezwungen. "Es ist aus unserer Sicht unverantwortlich, das Streikrecht in unverhältnismäßiger Art zu missbrauchen und persönlichen Egoismus weit über das Interesse der Gesamtheit zu stellen", heißt es in einem offenen Brief an die beiden Spartengewerkschaften Unabhängige Flugbegleiter Organisation (Ufo) und Vereinigung Cockpit (VC). Das Schreiben wurde an mehrere Medien verschickt, auch an das Handelsblatt. (Handelsblatt)
QUANTUM/DESTINUS - Die Drohnen-Startups Destinus aus Amsterdam und Quantum Systems aus München haben eine strategische Partnerschaft geschlossen. Die Rüstungsunternehmen, die beide an die Börse streben, wollen "Aufklärung, Einsatzkoordination und Wirksysteme in einem gemeinsamen operativen Rahmen integrieren". Ziel der Zusammenarbeit sei es, die Softwareplattform Mosaic UXS als DrohnenOperationssystem und die Aufklärungssysteme von Quantum Systems mit den skalierbaren Wirksystemen von Destinus zu verbinden, teilten die Firmen am Dienstag mit. Die Software zielt darauf ab, die Gefechtslage für die Anwender einfacher erfassbar darzustellen und die taktische Überlegenheit durch schnellere Entscheidungen zu erhöhen. (Börsen-Zeitung)
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April 15, 2026 00:28 ET (04:28 GMT)
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