MÄRKTE EUROPA/Anleger vor Ablauf von US-Ultimatum vorsichtiger

07.04.2026 / 10:03 Uhr

DOW JONES--Nach dem langen Osterwochenende sind die europäischen Aktienmärkte am Dienstag mit kleinen Abgaben gestartet. Der DAX notiert 9 Punkte tiefer bei 23.159 Punkten, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,1 Prozent auf 5.687 Punkte nach unten. Am Morgen wurde zunächst der US-Arbeitsmarktbericht vom letzten Freitag eingepreist, der besser als erwartet ausgefallen war. Dies bedeutet auf der einen Seite, dass die US-Wirtschaft auch im März gut lief. Mit Blick auf die US-Notenbank ist es andererseits dagegen wahrscheinlicher, dass sie eine restriktive Zinspolitik verfolgt.

Für die kommenden Tage entscheidend wird, wie sich der Nahost-Konflikt entwickelt. Die Märkte bewegen sich angesichts des neuen Ultimatums zwischen Eskalationsängsten und Waffenstillstandshoffnungen auf einem schmalen Grat, heißt es am Morgen. Hier steht das Ultimatum von US-Präsident Donald Trump im Raum, das er dem Iran gesetzt hat, um die Straße von Hormus für die Schifffahrt wieder passierbar zu machen. Die Frist dafür läuft in der Nacht zu Mittwoch aus, ansonsten drohte der US-Präsident mit schweren Angriffen auf Energieanlagen, der Iran werde "in die Steinzeit zurückgebombt". Zugleich soll Teheran ein Angebot für einen befristeten Waffenstillstand, das Pakistan als Vermittler unterbreitete, abgelehnt haben.

Während der Preis für Brent auf die Nachrichten vom Wochenende mit einem moderaten Anstieg um 1,7 Prozent auf 111,46 Dollar je Barrel reagiert, deutet sich für Europa an, dass physisches Öl langsam knapper wird. Hier dürften die Investoren vor allem die Transportunternehmen im Auge behalten. Zuletzt belastete die Entwicklung bereits die Fluglinien. Aktuell geht es für Deutsche Lufthansa um 1,7 Prozent nach unten, IAG und Air France-KLM verlieren ebenfalls gut 1 Prozent.

Die Aktie des Reiseveranstalters Tui verliert 0,6 Prozent. Tui Cruises muss derzeit Reisen absagen, weil nach wie vor zwei von acht Kreuzfahrtschiffen im Persischen Golf festsitzen. Damit entstehen Kosten ohne Erlöse.

UMG haussieren mit Gebot

Für die Aktie von UMG geht es um 9 Prozent nach oben, im frühen Handel notierte sie bereits deutlich höher. Hier liefert das Gebot der Investmentgesellschaft Pershing Square Capital von Bill Ackman den Impuls. Sie hat nach eigenen Angaben ein Angebot unterbreitet, das Universal Music Group mit über 55 Milliarden Euro bewertet. Der geplante Deal sieht vor, Universal mit Pershing Square Sparc Holdings zu fusionieren. Die neue Einheit würde an der New York Stock Exchange gelistet werden. Von dem Kursplus profitieren zudem die Aktien der Großaktionäre, so legen Bollore um gut 6 und Vivendi um 9 Prozent zu.

In der aktuell stark von der Geopolitik getriebenen Risikobereitschaft der Investoren bleibt der US-Dollar der einzige sichere Hafen, der derzeit funktioniert, kommentiert Marktstratege Michael Brown von Pepperstone. Derweil handelt der Euro recht unaufgeregt bei 1,1540 Dollar. Was Aktien betreffe, sei es eindeutig zu früh, um bereits Entwarnung zu geben. Doch der Markt habe in der vergangenen Woche einen spürbar positiven Ton angeschlagen. Dies spiegele vermutlich die Tatsache wider, dass - auch wenn ein möglicher Deal noch in weiter Ferne liege - sich die Parteien zumindest auf eine solche Einigung zubewegten und nicht von ihr entfernten. Vor diesem Hintergrund wäre Brown zunehmend geneigt, Rücksetzer zu kaufen.

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INDEX            zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag      +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50   5.686,96   -0,1      -5,90        5.692,86           -1,8 
Stoxx-50        4.954,46   -0,3     -12,75        4.967,21            0,7 
DAX            23.159,15   -0,0      -8,93       23.168,08           -5,5 
MDAX           28.894,06   -0,1     -22,20       27.039,42           -5,7 
TecDAX          3.461,68   -0,2      -6,23        3.091,28           -4,5 
SDAX           16.747,38   +0,1      23,31       13.062,07           -2,5 
CAC             8.000,86   +0,5      38,47        7.962,39           -1,8 
SMI            12.951,48   -0,2     -30,49       12.981,97           -2,4 
ATX             5.463,96   +0,1       6,58        5.457,38            2,6 
 
DEVISEN          zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  Mo, 17:21 Uhr 
EUR/USD           1,1542   +0,0     0,0001          1,1541         1,1539 
EUR/JPY           184,52   +0,1     0,2400          184,28       184,3600 
EUR/CHF            0,923   +0,2     0,0020          0,9210         0,9212 
EUR/GBP           0,8721   +0,0     0,0001           0,872         0,8722 
USD/JPY           159,85   +0,1     0,1700          159,68       159,7600 
GBP/USD           1,3231   -0,0    -0,0001          1,3232         1,3225 
USD/CNY           6,8678   -0,2    -0,0146          6,8824         6,8824 
USD/CNH           6,8692   -0,1    -0,0042          6,8734         6,8763 
AUS/USD           0,6914   -0,0    -0,0002          0,6916         0,6914 
Bitcoin/USD    68.608,49   -1,8  -1.220,41       69.828,90      69.659,63 
 
ROHOEL           zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex         115,47   +2,7       3,06          112,41 
Brent/ICE         111,46   +1,5       1,69          109,77 
 
Metalle          zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold            4.645,00   -0,1      -2,39        4.647,39 
Silber             72,24   -0,8      -0,55           72,79 
Platin          1.960,91   -0,9     -18,60        1.979,51 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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April 07, 2026 04:02 ET (08:02 GMT)

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