PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
02.04.2026 / 07:44 Uhr
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
UKRAINE - Donald Trump hat damit gedroht, die Waffenlieferungen für die Ukraine einzustellen, um europäischen Verbündeten Druck zu machen, sich einer "Koalition der Willigen" zur Wiederöffnung der Straße von Hormus anzuschließen. Drei mit den Gesprächen vertraute Personen sagten, Trump habe daraufhin damit gedroht, die Lieferungen an Purl, die von europäischen Ländern finanzierte Nato-Initiative zur Waffenbeschaffung für die Ukraine, einzustellen. Der US-Präsident hatten vergangenen Monat gefordert, dass Nato-Marineverbände ihm helfen sollen, die Straße von Hormus wieder zu öffnen, wurde jedoch von europäischen Hauptstädten abgewiesen, die erklärten, dies sei unmöglich, solange der Konflikt andauere; mehrere wiesen zudem darauf hin, dass dies "nicht unser Krieg" sei. (Financial Times)
DIGITALREGELN - Die EU will US-Präsident Donald Trump im Streit über die Regulierung der amerikanischen Tech-Konzerne entgegenkommen. In einem gemeinsamen Gremium soll die US-Regierung künftig bei der Umsetzung der EU-Digitalregeln und bei Kartellverfahren gegen US-Tech-Konzerne einbezogen werden. Das erfuhr das Handelsblatt aus Verhandlungskreisen. "Es gibt ein Mandat" für ein solches Gremium, bestätigte die EU-Kommission dem Handelsblatt. Die EU werde jedoch nicht ihre Gesetze ändern. Stattdessen sollten "Missverständnisse" aus dem Weg geräumt werden, "um globale Herausforderungen gemeinsam anzugehen". In dem Gremium sollen Vertreter der Kommission und der US-Regierung über laufende Verfahren der EU gegen US-Tech-Konzerne beraten. Vertreter der US-Regierung bestätigten die Gespräche. (Handelsblatt)
PATENTBOX - Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat eine überraschende Initiative zur Stärkung des deutschen Wirtschaftsstandorts gestartet. Sein Ministerium "prüft die Einführung einer Patentbox", bestätigte ein Sprecher der Wirtschaftswoche. Ziel soll sein, diejenigen Gewinne niedriger zu besteuern, die aus Forschungsergebnissen der Unternehmen resultieren. Folgt Deutschland dem Vorbild anderer Länder, ist sogar eine Halbierung der Unternehmensteuer auf 15 Prozent denkbar. Mit dem Vorstoß reagiert Klingbeil auf die Patentboxen zahlreicher anderer Länder, die eine beachtliche "Sogwirkung" auf international aktive Unternehmen ausüben, wie es im Bundesfinanzministerium heißt. Zur Vorbereitung einer Patentbox hat das Finanzministerium ein Forschungsvorhaben ausgeschrieben. Verwiesen wird darin explizit auf Frankreich und die Niederlande; dort würden Gewinne, die auf eigenen immateriellen Gütern wie Patenten und Software beruhen, nur mit 10 beziehungsweise 9 Prozent besteuert. (Wirtschaftswoche)
SPRITPREIS-ENTLASTUNG - Die Bundesregierung arbeitet an einer direkten Entlastung wegen der hohen Spritpreise. Dabei könnte sie nach Handelsblatt-Informationen zum ersten Mal die Möglichkeit nutzen, jeder Bürgerin und jedem Bürger eine Zahlung direkt auf das persönliche Konto zu überweisen. In der Regierung wird geprüft, ob für Autofahrer aufgrund der hohen Preise für Benzin und Diesel die Kfz-Steuer sinken kann. Um eine schnelle und pauschale Entlastung zu ermöglichen, ist die Idee, die Senkung als Prämie auszuzahlen. Dafür könnte der neue "Direktauszahlungsmechanismus" genutzt werden, den die Ampelregierung einst für ein "Klimageld" erdacht hatte. (Handelsblatt)
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