MARKT USA/Leichtes Minus erwartet - Markt hängt an Schlagzeilen zum Iran-Krieg

27.03.2026 / 11:54 Uhr

Nach den deutlichen Vortagesverlusten dürfte es zum Wochenausklang an der Wall Street weiter nach unten gehen, wenn auch mit gebremstem Tempo. Der Future auf den S&P-500 verliert aktuell 0,2 Prozent. Die Richtung des Marktes hängt weiter an den Schlagzeilen zum Iran-Krieg und der Entwicklung des Ölpreises, der erneut zulegt. US-Präsident Donald Trump hat die Angriffe auf den Energiesektor Irans für 10 Tage ausgesetzt, damit Friedensverhandlungen stattfinden können. Trumps bisherige Frist wäre am Freitag abgelaufen. Es herrscht jedoch weiterhin Skepsis, ob es tatsächlich zu einer Einigung zwischen den USA und dem Iran kommen wird, denn beide Seiten bestehen weiter auf ihren Maximalforderungen. Die Unsicherheit bleibt damit hoch.

Dazu passt, dass das Pentagon die Entsendung von bis zu 10.000 zusätzlichen Bodentruppen in den Nahen Osten prüft. Damit sollen US-Präsident Trump mehr militärische Optionen an die Hand gegeben werden, trotz seiner Erwägungen von Friedensgesprächen mit Teheran. Dies sagten Vertreter des Verteidigungsministeriums, die mit der Planung vertraut sind.

"Obwohl die Verzögerung das unmittelbare Eskalationsrisiko etwas verringern könnte, bietet sie keine neuen Erkenntnisse über den Weg zu einer Lösung, angesichts der Dementis des Irans bezüglich der Gespräche und während die Straße von Hormus weitgehend geschlossen bleibt", sagt Jim Reid, Makrostratege der Deutschen Bank.

Die andauernden Unsicherheiten lassen sich auch am Ölpreis ablesen. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent steigt um 2,0 Prozent auf 110,26 Dollar - nach 108 Dollar zum US-Handelsschluss am Vortag. Aangesichts widersprüchlicher Signale über die Verhandlungen zur Beendigung des Krieges blieben die Märkte angespannt, heißt es. Der Dollar baut als "sicherer Hafen" die jüngsten Gewinne noch etwas aus. Der Dollar-Index gewinnt 0,1 Prozent. Der Goldpreis erholt sich von den Vortagesabgaben und legt um 0,8 Prozent auf 4.415 Dollar zu. Am Anleihemarkt ziehen die Renditen weiter an, die zehnjährige um 4,0 Basispunkte auf 4,47 Prozent.

Die Agenda der US-Konjunkturdaten ist übersichtlich. So wird lediglich der Index der Verbraucherstimmung der Uni Michigan für März in zweiter Lesung veröffentlicht.

Unternehmensmeldungen sind zum Wochenausklang ebenfalls Mangelware. Anthropic erwägt einem Medienbericht zufolge, bereits im Oktober an die Börse zu gehen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Eine US-Bundesrichterin hat am Donnerstag derweil Anthropics Einstufung durch die Trump-Regierung als eine Sicherheitsbedrohung gestoppt.

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