Rehn: Stärke des Energie-Schocks und Zweitrundeneffekte im EZB-Fokus
25.03.2026 / 13:35 Uhr
Von Hans Bentzien
DOW JONES--Die Europäische Zentralbank (EZB) ist nach den Worten von EZB-Ratsmitglied Olli Rehn nicht über einen kurzfristigen Anstieg von Inflationsraten wegen des Kriegs im Nahen Osten beunruhigt, sondern wegen möglicher weitergehender Entwicklungen. "Was zählt, sind die Stärke des Schocks und mögliche Zweitrundeneffekte", sagte er bei der Konferenz "The ECB and its Watchers" in Frankfurt. Kurzfristig sei die Sache klar: Die Inflationsrisiken seien aufwärts gerichtet und die Wachstumsrisiken abwärts. In diesem Jahr werde die Inflation steigen und das Wachstum schwächer ausfallen. "Ob der aktuelle Ölpreisanstieg zu einem Anstieg der Inflation führen wird, wird von den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und vom Arbeitsmarkt abhängen", sagte er.
Rehn, der Gouverneur der finnischen Zentralbank, ist ein möglicher Nachfolger von EZB-Präsidentin Christine Lagarde
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