EZB/Lane: Längerfristige Inflationserwartungen steigen weniger stark

25.03.2026 / 10:55 Uhr

Von Hans Bentzien

DOW JONES--Der Anstieg der aus Finanzvariablen errechneten längerfristigen Inflationserwartungen ist nach Aussage von EZB-Chefvolkswirt Philip Lane bisher weniger stark als zu Beginn des Ukraine-Kriegs 2022. Lane zeigte in einem Vortrag bei der Konferenz "The ECB and its Watchers" in Frankfurt eine Grafik, derzufolge die Inflationserwartungen auf Sicht eines Jahres derzeit höher sind als 2022. Die Erwartungen in einem Jahr für das darauffolgende Jahr und die in fünf Jahren für die darauffolgenden fünf Jahre sind dagegen derzeit deutlich niedriger als 2022.

Die Europäische Zentralbank (EZB) will ihre geldpolitische Reaktion auf den Anstieg der Energiepreise wegen des Iran-Kriegs auch von der Entwicklung der Inflationserwartungen abhängig machen. Neben den marktbasierten werden Inflationserwartungen auch in Umfragen erhoben.

Lane verwies außerdem darauf, dass sich das Verbrauchervertrauen im Euroraum zuletzt weniger eingetrübt habe als 2022. Die EZB werde außerdem auf die Entwicklung der Finanzierungsbedingungen achten. Dazu werde sie vor der Zinsentscheidung im April noch die Ergebnisse der Quartalsumfrage zur Kreditumfrage für das erste Quartal erhalten.

Kontakt: hans.bentzien@dowjones.com

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