PRESSESPIEGEL/Unternehmen
23.03.2026 / 06:58 Uhr
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
LUFTHANSA - Die Lufthansa zieht es nach Bayern: Der Konzern plant eine massive Investition am Münchner Flughafen. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins Focus will die Fluggesellschaft dort Kapazitäten für zehn Millionen zusätzliche Passagiere pro Jahr errichten. Konkret geht es um die Erweiterung des Terminals 2 um den sogenannten T-Stiel. Im Jahr 2019 hatte die Lufthansa und der Münchner Fluggesellschaft bereits eine Absichtserklärung für das Bauprojekt unterschrieben, das wegen der Corona-Pandemie zunächst auf Eis gelegt wurde. Nun sollen die Pläne in Form eines Joint Ventures in Angriff genommen werden, so ist in Unternehmenskreisen zu hören. 60 Prozent der Anteile daran hält die Flughafen München GmbH, 40 Prozent die Lufthansa. (Focus)
ISAR AEROSPACE - Schon am Montag könnte Isar Aerospace seine zweite Rakete Richtung Weltall schießen. Kurz zuvor hat das Start-up aus München eine Finanzierungsrunde abgeschlossen, wie zwei mit dem Vorgang vertraute Personen sagen. Schon seit Monaten hält der Raketenhersteller Isar Aerospace Ausschau nach Investoren. Die Firma sammelte den Angaben zufolge jetzt bis zu 250 Millionen Euro Risikokapital zu einer Bewertung von 2,2 Milliarden Euro ein. Nach Informationen von drei Insidern hatte die Bewertung zum Jahresanfang noch bei 1,2 Milliarden Euro gelegen. Damit hat das Start-up innerhalb von neun Monaten seinen Wert mehr als verdoppelt. Auslöser sind die technischen Fortschritte der Firma beim Raketenbau. Noch wichtiger aber dürfte das euphorische Interesse von Investoren am Thema Weltraum sein, das der geplante Börsengang des US-Raumfahrtkonzerns SpaceX ausgelöst hat. (Handelsblatt)
COMMERZBANK - Nach dem jüngst angekündigten Übernahmeangebot der Unicredit für die Commerzbank bleiben beide Seiten weiterhin unversöhnlich. Commerzbank-CEO Bettina Orlopp sagte in einem der Börsen-Zeitung bekannten, am Freitag im Intranet der Bank veröffentlichten Video: "Der Unicredit-CEO betonte am Mittwoch auf einer Konferenz in London, dass er mit diesem Schritt eine Pattsituation durchbrechen wolle, um in einen Dialog einzutreten. Ich sage offen: Das ist für mich nur schwer nachvollziehbar." Unicredit hätte dieses Angebot - rechtlich betrachtet - nicht veröffentlichen müssen, so Orlopp weiter, um mit der Commerzbank Gespräche über eine etwaige Transaktion führen zu können. "Unsere Voraussetzung für den Eintritt in Gespräche war und ist klar: Wir brauchen eine Grundlage - ein Eckpunkte-Papier mit klaren Parametern. Parameter, die zeigen, wie so eine Transaktion aus Sicht der UniCredit gestaltet werden könnte, um für alle Stakeholder Wert zu schaffen. Erst dann ergeben Gespräche Sinn." In ihrer Intranet-Rede für die Commerzbank-Mitarbeitenden äußerte Orlopp die Erwartung, dass die Unicredit ihr Angebot im Mai vorlegen wird. "Dieses Angebot werden wir dann gemeinsam mit dem Aufsichtsrat sorgfältig prüfen."
COMMERZBANK - Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp hat das Übernahmeangebot der italienischen Großbank Unicredit kritisiert und den Willen zur Eigenständigkeit der Commerzbank bekräftigt. Zugleich warf sie Unicredit-Chef Andrea Orcel wechselnde Begründungen für das Vorhaben vor. "Bis heute sind wir im Unklaren, was Unicredit eigentlich will", sagte sie im SZ-Interview. Die Commerzbank sei weiterhin gesprächsbereit, verlange aber ein klares Konzept. "Das Narrativ der Unicredit ändert sich ständig. Mal sind es vor allem Ertragssynergien, die man erreichen will, mal soll die Commerzbank allein einfach besser werden, dann ist es wieder die paneuropäische Thematik. Es ist schlicht unklar: Wo sollen diese Synergien, also Kostenvorteile, erzielt werden, was soll wirklich passieren? Denn wir wissen alle, dass es wegen der unvollendeten Bankenunion keine wirklichen grenzüberschreitenden Synergien gibt." (Süddeutsche Zeitung)
- Alle Angaben ohne Gewähr.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/sha/cbr
(END) Dow Jones Newswires
March 23, 2026 01:57 ET (05:57 GMT)
Bitte beachten Sie das Regelwerk
DAX®, MDAX®, TecDAX® und SDAX® sind eingetragene Markenzeichen der ISS STOXX Index GmbH
EURO STOXX®-Werte bezeichnet Werte der Marke „EURO STOXX“ der STOXX Limited und/oder ihrer Lizenzgeber
TRADEGATE® ist eine eingetragene Marke der Tradegate AG
Kurse in EUR; Fremdwährungsanleihen in der jeweiligen Währung
Zeitangaben in CET (UTC+1)
Top 5 Umsatz
Letzte Aktualisierung:
23.03.2026 @ 08:46:53


