MORNING BRIEFING - USA/Asien

18.03.2026 / 07:46 Uhr

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank wird voraussichtlich mehrheitlich für eine Beibehaltung des aktuellen Zinsniveaus von 3,50 bis 3,75 Prozent stimmen. Auf der einen Seite zeigen sich am US-Arbeitsmarkt inzwischen klarere Abkühlungstendenzen, auf der anderen Seite erweist sich die Inflation als hartnäckig und vor allem drohen durch den Energiepreisschock als Folge des Iran-Kriegs weitere preistreibende Effekte. Dazu hat sich ganz allgemein das makroökonomische Umfeld angesichts des Krieges spürbar eingetrübt. Der jüngste Energiepreisschock dürfte zwar nicht ausreichen, um Zinserhöhungen wieder auf die Agenda zu setzen, er zwingt die Notenbanker jedoch an die Seitenlinie. Neben den reinen Rohölpreisen blicken Analysten besorgt auf mögliche Zweitrundeneffekte durch Störungen auf den Schifffahrtswegen, die die Kosten für Düngemittel, Chemikalien und andere Industriegüter in die Höhe treiben könnten. Erschwerend kommt hinzu, dass das von der Fed bevorzugte Inflationsmaß PCE sich der 3-Prozentmarke nähert - weit entfernt vom Fed-Zielwert von 2 Prozent.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

Es stehen keine wichtigen Veröffentlichungen an.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US 
    13:30 Erzeugerpreise Februar 
          PROGNOSE: +0,3% gg Vm 
          zuvor:    +0,5% gg Vm 
          Kernrate (ohne Nahrungsmittel und Energie) 
          PROGNOSE: +0,3% gg Vm 
          zuvor:    +0,8% gg Vm 
 
    15:00 Auftragseingang Industrie Januar 
          PROGNOSE: +0,2% gg Vm 
          zuvor:    -0,7% gg Vm 
 
    19:00 Fed, Ergebnis der FOMC-Sitzung (19:30 PK Powell) 
          Fed-Funds-Zielsatz 
          PROGNOSE: 3,50% bis 3,75% 
          zuvor:    3,50% bis 3,75% 
 

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

                              zuletzt  +/- % 
E-Mini-Future S&P-500        6.758,50   +0,6 
E-Mini-Future Nasdaq-100    24.965,00   +0,7 
S&P/ASX 200 (Sydney)         8.640,60   +0,3 
Topix-500 (Tokio)            3.717,41   +2,5 
Kospi (Seoul)                5.093,54   +5,0 
Shanghai-Composite           4.062,14   +0,3 
Hang-Seng-Index (Hongkong)  26.096,39   +0,9 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Uneinheitlich - Während es in Japan und Südkorea mit den Leitindizes kräftig nach oben geht und auch in Singapur, Indonesien und Malaysia deutlichere Gewinne gesehen werden, zeigen sich die chinesischen Börsen mit geringen Ausschlägen uneinheitlich. Dort, wo es nach oben geht, dürften die sinkenden Ölpreise unterstützend wirken. Sie fallen um 2,3 bis 3,3 Prozent, der Brent-Ölpreis liegt mit gut 101 Dollar aber weiter im dreistelligen Bereich. Im Handel wird über eine eher nur technische Gegenbewegung spekuliert nach dem vorangegangenen Anstieg, schließlich setze der Iran seine Angriffe auf die Energieinfrastruktur im gesamten Nahen Osten fort. Favorisiert werden Technologieaktien. In Seoul gewinnen Samsung Electronics und SK Hynix bis zu 6 Prozent. Samsung Electronics prüft laut einem Bericht von Bloomberg eine Umstellung auf mehrjährige Verträge für Speicherchips und entfernt sich damit von den derzeitigen kurzfristigeren Vereinbarungen, um die Versorgung angesichts wachsender Engpässe zu stabilisieren. Auch in Tokio sind Halbleiteraktien wie Advantest (+6,1%) oder Renesas (+2,3%) gesucht. Der Kurs des Technologieinvestors Softbank verteuert sich um 6,0 Prozent. Weiter aufwärts geht es bei Autoaktien, nachdem einige Autohersteller jüngst Kooperationen mit dem KI-Flaggschiff Nvidia eingegangen sind zur Entwicklung selbstfahrender Fahrzeuge. In Seoul legen Hyundai um 3,3 und Kia um 4,4 Prozent zu, in Tokio Isuzu und Nissan je 1 Prozent. In Hongkong sind Autoaktien dagegen auf der Verliererseite zu finden. Hier kommen neue Geschäftszahlen von Geely nicht gut an, die Aktie verbilligt sich um 3,7 Prozent. BYD liegen 2,6 Prozent im Minus.

WALL STREET

INDEX          zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
DJIA         46.993,26   +0,1    +46,85       46.946,41 
S&P-500       6.716,09   +0,3    +16,71        6.699,38 
NASDAQ Comp  22.479,53   +0,5   +105,35       22.374,18 
NASDAQ 100   24.780,42   +0,5   +125,08       24.655,34 
 
                     Dienstag   Montag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,18 Mrd   1,21 Mrd 
Gewinner             1.860      1.890 
Verlierer              886        854 
Unverändert             81         80 
 

Etwas fester - Die jüngste Erholung setzte sich mit moderatem Tempo fort, nachdem die Indizes einen Großteil ihrer Gewinne im Verlauf wieder abgegeben hatten. Grund waren einmal mehr gestiegene Ölpreise, zumal sich weiterhin kein Ende der Kriegshandlungen im Nahen Osten abzeichnet. Dem Iran gelingt es vielmehr, kritische Energieinfrastruktur im Persischen Golf anzugreifen. Daneben herrschte Zurückhaltung vor dem Zinsentscheid und den Zinsprognosen der US-Notenbank am Mittwoch. Für Uber ging es um 4,2 Prozent nach oben mit der Nachricht, dass die Partnerschaft mit Nvidia im Bereich selbstfahrender Fahrzeuge ausgebaut wird. Delta Air Lines stiegen um 6,5 Prozent. Die Fluggesellschaft hatte ihre Gewinnprognose bekräftigt und die Umsatzprognose angehoben. Nebius verloren 10,4 Prozent. Grund waren Pläne, durch eine gewinnverwässernde Platzierung von Wandelanleihen 3,75 Milliarden Dollar zu erlösen, um den KI-Ausbau weiter voranzutreiben. Mastercard gaben um 0,3 Prozent nach mit der Mitteilung, das Stablecoin-Startup BVNK für bis zu 1,8 Milliarden Dollar zu kaufen.

US-ANLEIHEN

US-Treasuries    Rendite    +/-  Tageshoch       Tagestief 
2 Jahre             3,67  -0,01       3,70            3,66 
5 Jahre             3,79  -0,01       3,83            3,77 
10 Jahre            4,20  -0,02       4,25            4,19 
 

Die Renditen gaben nach dem kräftigen Anstieg der jüngeren Vergangenheit in Reaktion auf den Energiepreisschock den zweiten Tag in Folge nach. Die Zehnjahresrendite fiel um 2,0 Basispunkte auf 4,20 Prozent.

DEVISEN

             zuletzt  +/- %          00:00       Di, 12:00  % YTD 
EUR/USD       1,1541   +0,0         1,1538          1,1505   -1,7 
EUR/JPY       183,20   -0,1         183,46          183,07   -0,4 
EUR/GBP       0,8632   -0,1         0,8638          0,8634   -1,0 
USD/JPY       158,69   -0,2         158,98          159,11    1,3 
USD/KRW     1.483,71   -0,3       1.487,61        1.491,25    3,0 
USD/CNY       6,8744   -0,2         6,8863          6,8863   -1,7 
USD/CNH       6,8752   -0,1         6,8807          6,8906   -1,4 
USD/HKD       7,8376   +0,0         7,8361          7,8365    0,7 
AUD/USD       0,7115   +0,2         0,7102          0,7084    6,6 
NZD/USD       0,5866   +0,2         0,5857          0,5836    1,9 
BTC/USD    74.051,60   -0,7      74.554,85       73.751,21  -15,6 
 

Beim Dollar tat sich im US-Handel nach dessen jüngster Abschwächung unter dem Strich wenig. Der Euro kostete zuletzt 1,1537 Dollar.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

             zuletzt  +/- %       +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold        5.010,70   +0,1           6,32        5.004,38 
Silber         79,72   +0,5           0,43           79,29 
Platin      2.111,30   -0,6         -13,14        2.124,44 
 

Der Goldpreis zeigte sich knapp behauptet leicht unter der Marke von 5.000 Dollar je Feinunze. So lange der Ölpreis hoch bleibe, dürften die Zentralbanken zögern, die Zinsen zu senken, und höhere Zinsen bedeuteten typischerweise Gegenwind für zinslose Anlagen wie Gold, sagte Aaron Hill von FP Markets.

ÖL

              zuletzt  +/- %       +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex       92,83   -3,5          -3,38           96,21 
Brent/ICE      100,89   -2,5          -2,53          103,42 
 

Vor dem Hintergrund des weiter tobenden Kriegs im Nahen Osten verteuerte sich Brent-Öl um 3,2 Prozent auf 103,41 Dollar, WTI um 2,9 Prozent auf 96,17 Dollar je Fass. Das aktuell hohe Niveau dürfte nicht von Dauer sein, so Analyst Norbert Rücker von Julius Bär. Die sichere Durchfahrt von "irantreuen" Schiffen durch die Straße von Hormus bleibe eine Entwicklung, die es zu beobachten gelte. "Da größere Schäden an der Energieinfrastruktur ausbleiben, die militärische Bedrohung durch den Iran nachlässt und der Aktivismus zur Sicherung des Handels um Hormus zunimmt, gehen wir in unserem Basisszenario weiterhin von einem kurzlebigen, intensiven Energiepreisanstieg aus", ergänzte er. Im asiatisch dominierten Handel am Mittwoch kommen die Preise wieder etwas zurück, wobei einige Marktteilnehmer dahinter eher nur eine technische Gegenbewegung sehen.

+++++ MELDUNGEN SEIT DIENSTAG 20.00 UHR +++++

JAPAN - Außenhandel

Japans Exporte sind im Februar um 4,2 Prozent zum Vorjahr gestiegebn, nachdem sie im Januar im Vorfeld des Mondneujahrsfestes noch um 16,8 Prozent geklettert waren. Ökonomen hatten einen Anstieg von lediglich 1,6 Prozent geschätzt. Während die Exporte nach Europa und Asien solide ausfielen, schrumpften Japans Ausfuhren in die USA um 8,0 Prozent. Die Importe stiegen um 10,2 Prozent zum Vorjahr.

NAHOST-KRIEG - Straße von Hormus

Der Irak führt Gespräche mit dem Iran, um die Durchfahrt einiger seiner Öltanker durch die Straße von Hormus zu sichern, wie der Ölminister des Landes sagte. Der Irak hat die Rohölproduktion von etwa 4,2 Millionen Barrel pro Tag auf knapp über 1 Million Barrel pro Tag gedrosselt, nachdem die Exporte durch die Straße von Hormus durch den Krieg im Nahen Osten faktisch gestoppt wurden.

NAHOST-KRIEG - Russland/Iran

Russland habe seinen Informationsaustausch und seine militärische Zusammenarbeit mit dem Iran ausgeweitet und liefere Satellitenbilder sowie verbesserte Drohnentechnologie, um Teheran bei der Zielerfassung von US-Streitkräften in der Region zu unterstützen, so mit der Angelegenheit vertraute Personen.

BHP

hat Brandon Craig zum nächsten CEO ernannt. Der weltweit größte Bergbaukonzern setzt auf dessen Erfahrung bei der Förderung von Wachstumsprojekten in den USA, Kanada und Südamerika. Das Unternehmen expandiert in den Bereichen Kupfer und Düngemitteln. Craig leitet seit März 2024 das Amerika-Geschäft und soll am 1. Juli als CEO Mike Henry folgen, der den Konzern mehr als sechs Jahre lang führte.

DOCUSIGN

hat im vierten Quartal einen höheren Gewinn und steigende Umsätze gemeldet mit einem Gewinn von 90,3 (Vorjahr: 83,5) Millionen Dollar. Bereinigt und je Aktie waren es 1,01 Dollar, während Analysten mit 95 Cent gerechnet hatte. Der Umsatz stieg auf 836,9 (776,3) Millionen Dollar. Analysten hatten mit 827,3 Millionen kalkuliert, Docusign selbst mit 825 bis 829 Millionen. Für das laufende erste Quartal erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 822 und 826 Millionen Dollar. Dies entspricht einem Wachstum von 8 Prozent in der Mitte der Spanne. Analysten erwarteten zuletzt 812,5 Millionen. Das Softwareunternehmen teilte weiter mit, dass sein Board eine Aufstockung der Aktienrückkauf-Ermächtigung um 2 Milliarden Dollar genehmigt habe. Damit erhöht sich der für Rückkäufe zur Verfügung stehende Gesamtbetrag auf 2,6 Milliarden Dollar.

NVIDIA

hat die Produktion ihrer H200-Prozessoren für den Verkauf in China nach Aussage von CEO Jensen Huang am Dienstag wieder aufgenommen. Der Manager signalisierte damit eine mögliche Wende für die Geschicke des Chip-Giganten auf dem zweitgrößten Markt der Welt. Wie Reuters berichtet, hat Nvidia von Peking die Genehmigung erhalten, seine zweitstärksten künstlichen Intelligenz-Chips nach China zu verkaufen und bereitet zudem eine Version des Groq-AI-Chips vor, die auf dem chinesischen Markt verkauft werden kann, wie mit der Angelegenheit vertraute Quellen berichten. Die lang erwartete behördliche Genehmigung ebne dem US-Chiphersteller den Weg, den Verkauf der H200-Chips wieder aufzunehmen, die sich zu einem wichtigen Streitpunkt in den Beziehungen zwischen den USA und China entwickelt haben, in einem Markt, der einst 13 % des Gesamtumsatzes von Nvidia ausmachte.

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/flf/gos

(END) Dow Jones Newswires

March 18, 2026 02:46 ET (06:46 GMT)

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