PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

18.03.2026 / 06:24 Uhr

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

MÄRKTE - Mohamed El-Erian sieht die Märkte an einem "Kipppunkt". In der dritten Woche des Iran-Krieges sieht der renommierte Kapitalmarkt-Experte längerfristige Folgen für die Kapitalmärkte und die Weltwirtschaft, wie er im Podcast Handelsblatt Invest erklärt. Er warnt zudem davor, dass der Iran-Krieg bislang noch verdeckte Probleme in den USA offenlegen könnte - vor allem bei Kreditfonds. El-Erian spricht im Podcast auch über die Folgen eines stagflationären Schocks, bei dem die Inflation steigt und das Wachstum praktisch zum Erliegen kommt. "Dann werden sowohl Aktien als auch Anleihen abverkauft. Die Portfoliodiversifikation funktioniert dann nicht mehr", so der Experte. "Cash ist besser, aber bei hoher Inflation sinkt natürlich der Realwert der Barbestände." (Handelsblatt)

TANKRABATT - Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hat von staatlichen Maßnahmen für eine Spritpreissenkung abgeraten. "Von einem Tankrabatt sollte man unbedingt die Finger lassen", sagte Grimm dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die Wirtschaftswissenschaftlerin hält eine Preissenkung für das falsche Signal. "Das ist keine gute Idee, da wir ja aktuell vor einer Knappheitssituation stehen. Das weltweite Angebot wird deutlich sinken, 20 Prozent der globalen Öl- und Flüssiggastransporte gehen durch die Straße von Hormus", erklärte Grimm und betonte: "Daher müssen wir die Anreize hochhalten, um die Nachfrage zu drosseln, sonst verschärfen wir die Krise noch." Sie wandte sich auch grundsätzlich gegen staatliche Eingriffe in Krisenlagen: "Eigentlich müsste man den Menschen deutlich kommunizieren, dass der Staat nicht jedes Risiko absichern kann." (RND)

EU-FUSIONSKONTROLLE - Die EU plant, ihre Fusionsregeln zu überarbeiten, um die nationalen Befugnisse zur Blockierung von Unternehmensübernahmen einzudämmen. Die vorgeschlagenen Reformen spiegeln die wachsende Frustration in Brüssel darüber wider, dass die Nationalregierungen in bedeutende Unternehmensabschlüsse eingegriffen haben, oft um nationale Champions auf Kosten des Binnenmarktes zu schützen. "Während eine solche Intervention gemäß den Verträgen und der Fusionskontrollverordnung aus Gründen wie der nationalen Sicherheit zulässig ist, könnten einige Fälle die Vergrößerung unnötig behindert haben", hieß es in einem Diskussionspapier der Europäischen Kommission, das der Financial Times vorliegt. Die überarbeiteten Richtlinien könnten "die Umstände klären, unter denen solche Interventionen gerechtfertigt sind, und dadurch größere Sicherheit für Unternehmen schaffen", hieß es weiter. Das Dokument soll heute innerhalb der Kommission als Teil einer größeren Überarbeitung der Fusionsregeln diskutiert werden. (Financial Times)

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March 18, 2026 01:23 ET (05:23 GMT)

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