XETRA-SCHLUSS/Erholung setzt sich fort - Schwacher ZEW-Index belastet nicht
17.03.2026 / 17:56 Uhr
DOW JONES--Die Erholung am deutschen Aktienmarkt hat sich am Dienstag fortgesetzt, ungeachtet wieder steigender Ölpreise, die allerdings im Tagesverlauf von ihren Hochs etwas zurückkamen. Zentrales Thema war unverändert der Iran-Krieg. Stützend wirkte indessen die Nachricht, dass Israel eigenen Angaben zufolge den iranischen Sicherheitschef Ali Larijani getötet hat, wie Händler sagten. An den Börsen überwiege die Hoffnung auf ein schnelles Ende des Kriegs.
Unbeeindruckt zeigten sich die Märkte auch vom Einbruch der ZEW-Konjunkturerwartungen. Diese sind im März auf minus 0,5 von plus 58,3 im Vormonat regelrecht eingestürzt. Die Erwartung lag bei einer Lesung von 38,5 Punkten. Die Konjunkturlage verbesserte sich leicht auf minus 62,9 von minus 65,9. Die ausbleibende Marktreaktion dürfte darauf zurückzuführen gewesen sein, dass Anleger auf eine rasche Erholung der Erwartungskomponente setzen, sobald der Iran-Krieg beendet ist.
Ansonsten rückten zunehmend die anstehenden Zinsentscheidungen in den Fokus. In allen Fällen wird eine Bestätigung des aktuellen Zinsniveaus erwartet. Im Blick steht daher der jeweilige geldpolitische Ausblick. Wie es in den kommenden Monaten weiter geht, dürfte in entscheidendem Maße von der Dauer des Iran-Kriegs und der damit verbundenen Inflationsentwicklung abhängen.
Der DAX gewann 0,7 Prozent auf 23.731 Punkte. Angeführt wurde der Index von eher defensiven Titeln wie Eon, die nachrichtenlos um 3,2 Prozent stiegen. Gefragt waren ferner Hannover Rück (+4%) und Munich Re (+2,5%). Merck KGaA verzeichneten ein Plus von 2,5 Prozent.
Nachrichten gab es vorwiegend zu Unternehmen der zweiten Reihe. Sartorius gewannen an ihrem Kapitalmarkttag 7,9 Prozent. Die dabei ausgegebenen Mittelfristziele kamen gut an, wie Analysten anmerkten. Der Aktie dürfte auch zugutegekommen sein, dass sie zuletzt einen schwachen Lauf gehabt habe.
Der Flughafenbetreiber Fraport hat im vergangenen Jahr bei einer soliden Geschäftsentwicklung weniger verdient. Höhere Abschreibungen und Zinseffekte im Zusammenhang mit der Terminaleröffnung am Konzernflughafen Lima drückten den Gewinn stärker als am Markt erwartet. Dagegen profitierte der freie Cashflow von dem Auslaufen großer Investitionsprojekte und war erstmals seit 2018 wieder positiv. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 erwartet Fraport einen weiteren Anstieg des operativen Ergebnisses, rechnet aber unter dem Strich wegen höherer Abschreibungen mit einem weiteren Gewinnrückgang. Die Aktie legte um 5,9 Prozent zu.
Nach überzeugenden Geschäftszahlen verteuerten sich Springer Nature um 12,8 Prozent. Der Zahlenausweis ist zum Teil etwas besser als erwartet ausgefallen. Der Medienkonzern erwartet für dieses Jahr weiteres Umsatzwachstum und eine Margenausweitung.
Thyssenkrupp gewannen 5,5 Prozent. Der finnische Aufzugshersteller Kone (+2,1%) führt nach Informationen von Bloomberg mit den Eigentümern des Wettbewerbers TK Elevator Gespräche über dessen Übernahme. Die Eigentümer von TK Elevator, die Private-Equity-Gesellschaften Advent und Cinven, strebten bei einer Transaktion eine Bewertung von bis zu 25 Milliarden Euro einschließlich Schulden an. Parallel dazu arbeiteten Advent und Cinven an einem Börsengang für TK Elevator. Beide hatten das Unternehmen im Jahr 2020 für 17,2 Milliarden Euro vom finanzschwachen Industriekonzern Thyssenkrupp übernommen. Der hält allerdings noch eine Minderheitsbeteiligung an TK Elevator.
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DAX 23.731 0,7 -3,1
DAX-Future 23.735 0,4 -4,5
XDAX 23.732 0,4 -3,5
MDAX 29.482 1,8 -3,8
TecDAX 3.599 1,1 -0,6
SDAX 16.918 0,9 -1,6
zuletzt +/- Ticks
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