MÄRKTE USA/Wall Street steigt mit Ölpreisstabilisierung

13.03.2026 / 14:49 Uhr

DOW JONES--Die Erdölpreise stabilisieren sich am Freitag und die Wall Street reagiert mit leichten Aufschlägen. Die Märkte bewegten sich weiterhin in einer hohen Abhängigkeit von der Ölpreisentwicklung. Der Preis für die Nordseesorte Brent fällt um 1,5 Prozent auf 98,94 Dollar je Barrel. Bei WTI beträgt der Abschlag 2,5 Prozent. Nach der Freigabe der strategischen Ölreserven durch die Internationale Energieagentur versuchen die USA nun, durch eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland den anhaltenden Preisanstieg zu dämpfen.

Laut Berichten verhandeln europäische Staaten und auch Indien mit dem Iran über eine Passage von Rohöl durch die extrem unsichere Seestraße von Hormus. Zudem zeigte sich US-Verteidigungsminister Pete Hegseth offen für Verhandlungen mit dem Iran über eine Beseitigung dessen nuklearer Fähigkeiten. Am Markt steigt damit die Hoffnung auf eine Deeskalation im Nahen Osten.

Im frühen Handel steigt der Dow-Jones-Index um 0,9 Prozent auf 47.095 Punkte, S%P-500 und S&P-500 und Nasdaq-Composite klettern um 0,6 bzw. 0,4 Prozent. Am US-Anleihemarkt zeigen sich die Renditen nach dem jüngsten Anstieg mit moderaten Abgaben. Im Zehnjahresbereich geht es um 3 Basispunkte auf 4,24 Prozent nach unten. Zwar mag der leicht gesunkene Ölpreis Inflationssorgen wieder etwas dämpfen und damit Zinssenkungen wieder ins Gespräch bringen, ins Bild passen aber auch aktuelle US-Daten. Schwache Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter liefern Argumente für Zinssenkungen. Zudem wurde das BIP-Wachstum im vierten Quartal 2025 deutlich nach unten revidiert, Volkswirte hatten eine Aufwärtsrevision in Aussicht.

Nur leichtes Störfeuer für niedrigere Zinsen liefert das von der US-Notenbank favorisierte Preismaß, der Gesamtindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE). Dieser ist in der Jahresrate einen Tick unter der Markterwartung ausgefallen. Im Monatsvergleich stieg der PCE-Preisindex wie erwartet. Gleichwohl bewegt sich die Teuerung weiter klar über dem 2-Prozentziel der Fed. Im frühen Geschäft werden noch der Index der Verbraucherstimmung für März sowie die offenen Stellen (Jolts) für Januar veröffentlicht.

Von seinem Status als "sicherer Hafen" in unruhigen Zeiten profitiert erneut der Dollar, der auf den höchsten Stand seit mehr als drei Monaten klettert. Für den Dollar-Index geht es um 0,3 Prozent nach oben. Der Goldpreis steuert dagegen auf einen Wochenverlust zu, der Preis für die Feinunze holt zwischenzeitlich leichte Abgaben wieder auf und gewinnt 0,5 Prozent - im Fahrwasser nachgebender Marktzinsen.

Bei den Einzelwerten sinkt der Aktienkurs von Adobe um 6,3 Prozent - der Abgang von CEO Shantanu Narayen überschattet positive Erstquartalszahlen und einen ebensolchen Ausblick auf das laufende Quartal. Für Analyst Brent Thill von Jefferies ist die Entscheidung aber die richtige für das Unternehmen. Narayen wird nach 18 Jahren an der Spitze des Softwarekonzerns ausscheiden.

Ulta Beauty stürzen um 8,3 Prozent ab. Der Kosmetik- und Parfümhändler prognostiziert für dieses Geschäftsjahr eine Verlangsamung des Wachstums. Dass der Umsatz für das vierte Quartal über den Erwartungen lag, hilft dem Kurs nicht. SentinelOne ziehen um 0,6 Prozent an. Das Cybersicherheitsunternehmen meldete einen Umsatzsprung von 20 Prozent.

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INDEX            zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
DJIA           47.094,50   +0,9    +416,65       46.677,85 
S&P-500         6.711,03   +0,6     +38,41        6.672,62 
NASDAQ Comp    22.400,38   +0,4     +88,40       22.311,98 
NASDAQ 100     24.644,44   +0,5    +110,86       24.533,58 
 
US-Treasuries    Rendite    +/-  Tageshoch       Tagestief 
2 Jahre             3,70  -0,07       3,76            3,69 
5 Jahre             3,83  -0,05       3,89            3,82 
10 Jahre            4,24  -0,03       4,28            4,24 
 
DEVISEN          zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  Do, 17:14 
EUR/USD           1,1483   -0,2    -0,0027          1,1510     1,1517 
EUR/JPY            182,8   -0,3    -0,6200          183,42   183,4200 
EUR/CHF           0,9029   -0,2    -0,0019          0,9048     0,9037 
EUR/GBP           0,8648   +0,3     0,0022          0,8626     0,8631 
USD/JPY           159,18   -0,1    -0,1500          159,33   159,2800 
GBP/USD           1,3277   -0,5    -0,0064          1,3341     1,3341 
USD/CNY           6,8961   +0,4     0,0272          6,8689     6,8689 
USD/CNH           6,8888   +0,1     0,0087          6,8801     6,8807 
AUS/USD           0,7045   -0,4    -0,0029          0,7074     0,7079 
Bitcoin/USD    72.899,58   +3,9   2.706,24       70.193,34  70.094,98 
 
ROHÖL            zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex          93,37   -2,5      -2,36           95,73 
Brent/ICE          98,94   -1,5      -1,52          100,46 
 
Metalle          zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold            5.105,72   +0,5      26,83        5.078,89 
Silber             83,88   +0,1       0,12           83,76 
Platin          2.095,22   -1,7     -36,78        2.132,00 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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March 13, 2026 09:48 ET (13:48 GMT)

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